Verein aus der Wiege heben

Der Dorfgemeinschaftsverein "Elleringhausen hat Zukunft" traf sich nach seiner Gründung im Juli zum zweiten Mal, "um den Verein aus der Wiege zu heben", so die Vorsitzende Barbara Passon.

Das Amtsgericht Arnsberg hatte bei der Eintragung im Vereinsregister festgestellt, dass eine Bestimmung nicht zulässig ist, da widersprüchliche Regelung im Hinblick auf den Vorstand nach § 26 BGB getroffen wurden. Laut einstimmigen Votum ist nunmehr klar, dass nur die Erste und Zweite Vorsitzende der vertretungsberechtigte Vorstand nach § 26 BGB sein sollen. Die Versammlungsteilnehmer nahmen diesen formalen Termin zum Anlass, um über wichtige Dorfprojekte zu sprechen.

So erzeugten im Advent wieder beleuchtete Ziffern an den Fenstern der 23 Solstätten-Standorte beziehungsweise -gebäude und der Kirche schrittweise eine vorweihnachtliche Stimmung im Fachwerkviertel. Am ersten Advent 2013 soll erstmals der Weihnachtsmarkt in der Regie des Dorfgemeinschaftsvereins stattfinden. Wer mitmachen möchte, kann sich bereits jetzt als potenzieller Stand-Inhaber bei Barbara Passon (Landgasthof Körner) melden. Der Markt findet in der Schützenhalle statt. Aufgewertet werden soll auch der Außenbereich – unter anderem mit weiteren Holzbuden, Glühweinverkauf, Schneebar und Kinderkarrussel.

Förderbescheid für Januar erwartet

Dorfmarketingsprecher Jörg Stralka berichtete über den aktuellen Stand des Leader- beziehungsweise Regionale-Projektes "Alte Schule Elleringhausen". Der Förderantrag wird derzeit vorbereitet. Der erste Planungsauftrag soll mit Eingang des Förderbescheids im Januar erteilt werden. Wer in der Arbeitsgruppe zur Begleitung der Planungsphase mitmachen möchte, kann sich gerne an AK-Sprecher Ulrich Schmidt, Ortsvorsteher Karl-Josef Busch oder Dorfmarketingsprecher Jörg Stralka wenden. Im Hinblick auf das angestrebte Nutzungskonzept für die Grundschule wurde die aktuelle Nahversorgungssituation erläutert. Alle Bewohner wünschen sich einen Erhalt von Konsum und Bäcker am bestehenden Standort oder gegebenenfalls an einem anderen örtlichen Standort.

Da Bäckermeister Richard Koch für Mitte 2013 seinen Ruhestand angekündigt hat, sollen nunmehr potenziellen Nachfolgern Gespräche beziehungsweise Unterstützung angeboten werden. Ortsvorsteher Karl-Josef Busch und Dorfmarketingsprecher Jörg Stralka wiesen auf das Positivbeispiel des örtlichen Friseursalons hin, wo entgegen ursprünglicher Skepsis auch im Bestand eine Nachfolgeregelung getroffen wurde. Erörtert wurden auch mögliche Alternativlösungen und Synergien wie die Eröffnung eines Cafés, der Backwarenverkauf im Konsum oder die Standortverlagerung ins Grundschulgebäude, wenn das aktuelle Betriebskonzept für einen potenziellen Nachfolger nicht umsetzbar sein sollte. Ortsvorsteher Karl-Josef Busch und Dorfmarketingsprecher Jörg Stralka machten deutlich, dass sie sich über jeden potenziellen Jungunternehmer freuen, der das Angebot in Elleringhausen sichern oder ausbauen möchte – ob Bäcker, Café, Imbiss oder Arzt, jedem wird gerne geholfen.

Um weitere dörfliche Projekte wie die Aufstellung weiterer Bänke, das Dorfarchiv oder die Platzierung eines Dorfplans und einer Wander- und Radkarte im Ortskern umsetzen zu können, benötigt der Dorfverein "Elleringhausen hat Zukunft" weitere Mitglieder und Spenden. Daher hat Ortsvorsteher zusammen mit dem Veranstaltungskalender 2013 entsprechende Mitgliedsanträge verteilt.

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