Dorf setzt bei Grundschule auf Leader und Regionale

Verkauf nur ein Gerücht

Ortsvorsteher Karl-Josef Busch informierte beim Sommer-Stammtisch der Vereins- und Gruppenvertreter aus Elleringhausen über die Ehrungen beim Jahresempfang, die neue Schoggenbrücke, die Sanierung der Straße am Borberg, Kontakte mit dem Eigentümer „Hübelweg 1“, den Abriss der Industriebrache Paul Schmidt und die aktuelle Versorgungssituation. Auch die Grundschule und der Dorfwettbewerb waren erneut Thema.

Die örtlichen Vereine und Gruppen wurden gebeten, ihre Angaben auf der Elleringhauser Homepage ständig zu aktualisieren. Das Web-Team wird die ergänzenden Rubriken schrittweise Korrekturlesen. Einig waren sich alle Dorfakteure, dass zum Erhalt des Dorflebens und der Infrastruktur weitere Aktive gewonnen werden müssen. Besonders die Zugezogenen sollen stärker über die vielfältigen Vereins- und Veranstaltungsangebote informiert und zur Mitwirkung animiert werden.

Dorfmarketingsprecher Stralka informierte über den aktuellen Sachstand zur Nachnutzung der ehemaligen Grundschule. Nachdem der Leader-Förderantrag „Nutzungskonzept Alte Schule Elleringhausen“ in Höhe von 13.750 Euro im April genehmigt worden ist, wurden direkt die ersten Aufträge erteilt. In Kürze wird mit einem ersten Vorentwurf zum Raumprogramm als Diskussionsgrundlage durch das Architekturbüro gerechnet. Er stellte klar, dass entgegen aller Gerüchte die Grundschule nicht verkauft worden ist. Bürgermeister Fischer habe mehrfach die Zusicherung gegeben, dass die Dorfgemeinschaft Elleringhausen vor einem etwaigen Verkauf beteiligt wird.

Gemeinsames Ziel bleibt eine Nachnutzung, die die Elleringhauser Dorfentwicklung positiv vorantreibt. Daher wirkt die Stadtverwaltung auch beim Regionale-Projekt „Alte Schule Elleringhausen“ aktiv mit. Die Vereinsvertreter waren sich einig, dass die Vermarktung weiterhin parallel laufen kann, den es wäre fahrlässig eine zukunftsweisende Investition durch Dritte auszuschließen.

„Wir machen keine Harakiri-Aktion“

Bisher hielt sich jedoch das Interesse von privaten Investoren sehr in Grenzen. Daher setzt die Dorfgemeinschaft weiterhin auf das Leader- und Regionale-Projekt, wobei auch eine Zusammenarbeit mit einem Privatfinanzier nicht ausgeschlossen wird. „Erst wenn das Raumprogramm steht, können sachgerecht die Investitions- und Betriebskosten ermittelt werden“, so Stralka. Er skizzierte mögliche Refinanzierungsbausteine. Den Vereinsvertretern ist dabei sehr bewusst, dass die Sicherstellung des Eigenanteils ein Kraftakt wird und nur zu stemmen ist, wenn das Nutzungskonzept von der Dorfgemeinschaft insgesamt getragen wird. „Wir machen keine Harakiri-Aktion, aber es ist sinnvoll, über die Machbarkeitsstudie zu klären, ob wir ein zukunftsweisendes Dorfprojekt mit den vielfältigen Nutzungskonzept im Wege der Regionale-Förderung umsetzen können“, so Stralka abschließend zu den Projektchancen.

Die Vereins- und Gruppenvertreter haben sich zudem dafür ausgesprochen, wieder am Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in 2014 teilzunehmen. Ausschlaggebend war zum einen die lange Tradition der Mitwirkung mit vielen positiven Effekten und zum anderen die vielfältigen Projekte der letzten Jahre und laufenden Vorhaben und Planungen. So soll mit Abschluss der Grundschul-Planungen ein Grünkonzept erstellt werden, dass den Unterhaltungsbedarf reduziert, das optische Erscheinungsbild steigert und die Ökologie fördert. Neben örtlichem Sachverstand soll der Rat von Fachbehörden eingeholt werden.

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