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"Visitenkarte für die Stadt"

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Kreisdirektor Winfried Stork, DB-Bevollmächtigter Reiner Latsch, Ministerialdirektor Oliver Wolff, Bahnhofsmanagerin Dorothee Wasel und Bürgermeister Wolfgang Fischer (v.l.) beim ersten Spatenstich. Foto: Lars Lenneper
Kreisdirektor Winfried Stork, DB-Bevollmächtigter Reiner Latsch, Ministerialdirektor Oliver Wolff, Bahnhofsmanagerin Dorothee Wasel und Bürgermeister Wolfgang Fischer (v.l.) beim ersten Spatenstich. Foto: Lars Lenneper

In Olsberg bewegt sich zurzeit einiges: Erst vor zwei Wochen wurde das Mammutprojekt "Umgehungsstraße" nach fünfjähriger Bauzeit abgeschlossen, nun erfolgte mit dem ersten Spatenstich der offizielle Baubeginn für die Sanierungsarbeiten am Olsberger Bahnhof.

Im Rahmen der Modernisierungsoffensive für Bahnhöfe in NRW (MOF 2) werden rund 3,3 Millionen Euro in die Modernisierung der Station investiert.

Gerade Olsberg sei aufgrund seiner Struktur mit den vielen Behinderteneinrichtungen von "besonderem Landesinteresse" gewesen, betonte Oliver Wolff, Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW. Er wünschte bereits jetzt "gute Fahrt, auf dass die Züge immer pünktlich kommen mögen".

In der Tat, gerade den Menschen mit Behinderung kommen die Sanierungsarbeiten zugute. Durch die Anhebung der Bahnsteige auf 76 Zentimeter über Schienenoberkante wird bald ein stufenfreier Ein- und Ausstieg möglich sein. Zudem erleichtert ein neues Wegeleitsystem (unter anderem mit Blindenleuchstreifen) die Orientierung.

Die neuen Wetterschutzhäuschen, die Erneuerung des vorhandenen Bahnsteigdaches sowie der Gesamtbeleuchtung und eine neue digitale Schriftanzeige (DSA) für Informationen zu Unregelmäßigkeiten im Zugverkehr kommen darüber hinaus jedem einzelnen Fahrgast zugute.

Aus diesem Grund zeigte sich auch Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer zufrieden: "Als Standort der Josefsgesellschaft begrüßt die Stadt Olsberg diesen weiteren Schritt der Barrierefreiheit."

Olsberg als Vorreiter im HSK

Er verspricht sich von den Arbeiten "noch mehr Sicherheit und Komfort für die Olsberger und alle anderen Fahrgäste". Zugleich wies er aber eindringlich daraufhin, dass die Instandsetzungsarbeiten über den Winter auf jeden Fall noch witterungsgeschützt abgedeckt werden müssen.

Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Reiner Latsch, lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. "Die Investition in Olsberg von über drei Millionen Euro zeigt, dass alle im Land an einem Strang ziehen."

Kreisdirektor Winfried Storck verwies in seiner Rede auf die Bedeutung von Bahnhöfen im Allgemeinen und auf die des Olsbergers im Speziellen: "Bahnhöfe sind Visitenkarten für eine Stadt." Für Olsberg sei es etwas Besonderes, als erste Station im HSK modernisiert zu werden. Meschede, Bestwig, Freienohl sowie Arnsberg und Neheim werden noch folgen.

Auch die Behindertenvertreter aus Olsberg waren sich einig, dass die Sanierung eine erhebliche Verbesserung darstellen wird. Die Selbstständigkeit werde damit enorm erhöht. Sie würden sich allerdings eine flächendeckende Modernisierung nicht nur in NRW wünschen.

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