Vorbildliche Familienpolitik

Das Josefsheim ist 'Familienfreundlicher Betrieb 2012' in Olsberg: Bürgermeister Wolfgang Fischer überreichte die Plakette zur Auszeichnung jetzt an Geschäftsführer Hubert Vornholt. Auch bei der Ehrung im Olsberger Ratssaal zeigte sich das Josefsheim familienfreundlich: Zahlreiche Mitarbeiter und sogar einige kleine 'Besucher' des Kindergartens 'Sonnenschein' nahmen teil.

"Damit Mitarbeiter engagiert sein können, müssen sie den Kopf frei haben", weiß Hubert Vornholt, Geschäftsführer des Bigger Josefsheims. Erste Voraussetzung dafür: "Mit der Familie muss alles in Ordnung sein." Das Josefsheim schnürt seinen Mitarbeitern deshalb ein ganzes Paket von Angeboten, um Familie und Beruf optimal in Einklang zu bringen. Die Stadt Olsberg hat das Josefsheim jetzt als "Familienfreundlichen Betrieb 2012" ausgezeichnet.

Erstmalig hatte die Stadt Olsberg zu Jahresbeginn diesen neuen Wettbewerb ausge-lobt. Hintergrund: Familienfreundlichkeit ist ein echter Standortfaktor, so Bürgermeister Wolfgang Fischer. Das unterstreicht auch Hubert Vornholt: Schon jetzt registriere man auf Stellenanzeigen deutlich zurückgehende Bewerberzahlen: "Da müssen wir als Arbeitgeber Josefsheim etwas tun." Man stehe als Arbeitgeber im Sauerland in Konkurrenz zu anderen Regionen. Vornholt: "Deshalb müssen wir attraktive Bedingungen für unsere Mitarbeiter schaffen - Familienpolitik ist im Josefsheim Teil der gesamten Personalpolitik."

Mit Erfolg: So hat das Josefsheim seinen heilpädagogischen Kindergarten "Sonnen-schein" zum Betriebskindergarten mit aktuell zehn Plätzen erweitert. Geöffnet ist er von 6 bis 18 Uhr. "Durch die räumliche Nähe zum Arbeitsplatz können Mitarbeiterinnen ihr Kind - falls nötig -auch kurzfristig im Kindergarten aufsuchen"; so Vornholt. Mehr als zwei Drittel aller 669 Mitarbeiter sind in Teilzeit für das Josefsheim tätig. Ihnen räumt das Unternehmen die Möglichkeit ein, ihre Präsenzzeiten an ihre familiären Planungen und Notwendigkeiten anzupassen. So kann zum Beispiel eine Mitarbeiterin ihre gesamten Wochenarbeitsstunden an zwei Tagen pro Woche leisten, während eine andere an fünf Tagen vormittags arbeitet...

Bronzetafel von Roland Bongert

Mitarbeiter, die auf Büroarbeitsplätzen beschäftigt sind, können zudem nach persönli-cher Absprache einen Teil ihrer Arbeit per "Home Office" von zu Hause aus erledigen. Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet das Josefsheim seinem Mitarbeiter-Team außerdem Fortbildungen zu Strategien an, um die Anforderungen des Arbeits- und des Privatlebens besser miteinander vereinbaren zu können. Ein Einglie-derungsmanagement für längerfristig erkrankte Mitarbeiter sowie Sportangebote ergänzen den Katalog in Sache Familienfreundlichkeit.

Weithin sichtbar kann das Josefsheim seine "Unternehmenspolitik für Familien" nun mit der Bronzetafel des Brunskappeler Kunsthandwerkers Roland Bongert machen, die Bürgermeister Wolfgang Fischer als Zeichen für die Auszeichnung zum "Familienfreundlichen Betrieb 2012" an Hubert Vornholt überreichte. Zuvor hatte die Jury aus Elisabeth Nieder, Wirtschaftsförderung der Stadt Olsberg, Gleichstellungsbeauftragter Andrea Busch und Familienmanagerin Jutta Maas-Osterfeld dem Josefsheim den Preis zuerkannt.

Dass das Josefsheim bei der erstmaligen Auszeichnung der einzige Bewerber war, spiele dabei keine Rolle, so Bürgermeister Wolfgang Fischer: "Die Qualität des Kon-zepts, das vom Josefsheim verfolgt wird, spricht für sich." Auch für Hubert Vornholt ist der Wettbewerbsgedanke von untergeordneter Bedeutung: "Wir wollen zeigen, dass wir engagiert sind - und dass es sich für ein Unternehmen auszahlt, familienfreundlich zu sein." Wenn das für andere Betriebe ein Ansporn sei, könne Olsberg als Standort nur profitieren.

Das ist auch die Erwartung von BürgermeisterFischer: "So etwas sollte für unsere Unternehmen zu einem Markenzeichen werden." In zwei Jahren soll die Auszeichnung erneut verliehen werden.

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