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Wieder ein Känguru im Sauerland unterwegs?

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Von: Daniel Großert

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Känguru Skippy
Das Bennet-Känguru "Skippy" hielt das Sauerland im vergangenen Sommer auf Trab. Nun soll ein Artgenosse zwischen Brunskappel und Wulmeringhausen gesichtet worden sein.

Olsberg. Hat das Känguru "Skippy" einen Nachfolger? Nachdem im vergangenen Sommer ein australisches Beuteltier das gesamte Sauerland auf Trab hielt und bundesweit für Schlagzeilen sorgte, soll heute Morgen ein weiteres Exemplar zwischen Brunskappel und Wulmeringhausen gesichtet worden sein.

"Ich halte es durchaus für denkbar, dass wieder ein Känguru im HSK unterwegs ist, zumal ich die Quelle als sehr zuverlässig einschätze", erklärte Polizeisprecher Ludger Rath auf Nachfrage des SauerlandKurier. Bisher gab es eine Sichtung an einer Windkraftmessanlage zwischen den beiden Olsberger Ortsteilen. Ansonsten sind bei der Kreispolizeibehörde bis dato keine Meldungen eingegangen, die diesen ungewöhnlichen Gast bestätigen. 

Sollte tatsächlich ein Känguru in den Sauerländer Wäldern unterwegs sein, stellen sich die Lebensbedingungen für das Beuteltier alles andere als optimal dar. Tobias Rübsamen, Tierpfleger aus dem Tierpark Hamm, berichtet, dass ein Bennet-Känguru, das in den meisten Fällen hierzulande gehalten wird, durch sein dickes Unterfell gegen die winterlichen Temperaturen gerüstet sei. Allerdings könne sich die Futtersuche für das Tier äußerst schwierig gestalten. "Wenn es Glück hat, haben die Förster für ihr Wild genügend Futter verteilt. Aber insgesamt sind die Bedingungen für ein Känguru in den winterlichen Sauerländer Wäldern definitiv nicht ideal", so Rübsamen.

Der mögliche Gast aus Australien könnte damit die Nachfolge von "Skippy" antreten. Das Bennet-Känguru hüpfte im vergangenen Sommer quer durch das Sauerland und machte damit in ganz Deutschland von sich Reden. Das Beuteltier wurde am 1. Juli des vergangenen Jahres erstmals in Brilon-Altenbüren gesichtet. Nach einem mehr als einmonatigen Streifzug durch das Sauerland wurde es auf einer Schafweide in Schweinsbühl im Kreis Waldeck-Frankenberg eingefangen. In Medebach fand "Skippy" dann bei Markus Schneider und Doris Lange-Schneider ein neues Zuhause. 

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