Gegenwind von der FDP

Windpark Antfeld: Rat gibt bauplanungsrechtliches Einvernehmen

Windkraft Worthberg Schalksmühle Halverscheid Symbolfoto
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Nach dem Antrag und der öffentlichen Auslegung für den Bau von vier Windkraftanlagen nördlich von Antfeld gab der Rat der Stadt Olsberg gegen die Stimmen der FDP sein bauplanungsrechtliches Einvernehmen.

Nach dem Antrag und der öffentlichen Auslegung für den Bau von vier Windkraftanlagen nördlich von Antfeld gab der Rat der Stadt Olsberg gegen die Stimmen der FDP sein bauplanungsrechtliches Einvernehmen.

Olsberg – Der Netzanschluss der Anlagen mit einer Nabenhöhe von 161 Metern und einer Nennleistung von je 5,5 MW, soll laut des Projektierers Juwi unterirdisch am zwei Kilometer entfernten Umspannwerk in Altenbüren erfolgen. Wie Bauamtsleiter Hubertus Schulte bereits im Ausschuss Planen und Bauen auf Nachfrage von Jochen Siedhoff (CDU) erklärte, sollen die geplanten Windenergieanlagen keine Auswirkung auf die Trassenführung der geplanten B7n haben, jedoch könne das geplante Gewerbe- und Industriegebiet Antfeld betroffen sein.

Bei entsprechender Windlage schöpfen die Anlagen das Lärmschutzkontingent aus, sodass Unternehmen ihren Betrieb nachts ruhen lassen müssten. „Wir haben erst vor wenigen Monaten einen Haushalt verabschiedet, der auf Kante genäht ist und da müssen wir in den nächsten Jahren vor allem auf der Einnahme-Seite etwas tun. Durch die getroffene Entscheidung schränken wir die Entwicklungsfähigkeit unserer Gewerbeflächen massiv ein“, argumentierte Dominik Stahl (FDP) gegen die Windkraftanlagen.

Dagegen unterstrich Karl Heinz Weigand (Grüne) die Notwendigkeit der Errichtung der beantragten Anlagen mit der Aussage: „Zusammen mit Winterberg stehen wir an letzter Stelle, was den Ausbau regenerativer Energien angeht.“ Mehr Akzeptanz verspricht sich Weigand durch Bürgerwindparks, um die sich die Grünen schon lang bemühen.

Rudolf Przygoda (SPD) sah grundsätzlich kein Problem an dem Standort. Das Areal sei ursprünglich im Flächennutzungsplan dafür ausgewiesen gewesen, auch wenn der Flächennutzungsplan vor Gericht keinen Bestand habe. Als problematisch sieht die SPD lediglich die Höhe der aktuellen Anlagen, die mit dem Rotorradius von 79 Metern auf eine Gesamthöhe von 240 Metern kommt.

Mit seiner Stimme enthalten hatte sich Jochen Siedhoff (CDU), da er zwar kein Windkraftgegner sei, sich als Antfelder jedoch mit den Vor- und Nachteilen für seinen Ort auseinandergesetzt hatte. „Sämtliche Fragen wurden von der Verwaltung beantwortet“, so Siedhoff.

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