Gesamthöhe von 240 Metern

Windpark bei Antfeld: Kontroverse Meinungen im Ausschuss Planen und Bauen

Das Vorhaben der Firma juwi, bei Antfeld einen Windpark mit vier Anlagen zu errichten, sorgte bei den Mitgliedern des Ausschusses Planen und Bauen für unterschiedliche Einschätzungen.
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Das Vorhaben der Firma juwi, bei Antfeld einen Windpark mit vier Anlagen zu errichten, sorgte bei den Mitgliedern des Ausschusses Planen und Bauen für unterschiedliche Einschätzungen.

Das Vorhaben der Firma juwi, bei Antfeld einen Windpark mit vier Anlagen zu errichten, sorgte jetzt bei den Mitgliedern des Ausschusses Planen und Bauen für unterschiedliche Einschätzungen. Für die Stellungnahme, welche die Stadt Olsberg im Genehmigungsverfahren abgeben kann, möchten die Ausschussmitglieder mehr Zeit haben: Das Thema wurde in die Fraktionen verwiesen.

Antfeld/Olsberg – Hintergrund: Der Projektentwickler juwi hat beim Hochsauerlandkreis – auf Basis des Bundesimmissionschutzgesetzes – einen Antrag auf den Bau eines Windparks bei Antfeld gestellt.

Vier Windräder mit einer Gesamthöhe von 240 Metern sollen hier entstehen. Bleibt es bei den vier Anlagen? Kann der Windpark den möglichen Weiterbau der B7n stören? Wie verhält sich der Abstand nach Esshoff? – Ausschussmitglied Jochen Siedhoff (CDU) wollte zu dem Vorhaben einige Fragen beantwortet wissen.

Weitere Windkraft-Projekte nicht ausgeschlossen

Die Zahl der Anlagen könne immer nur eine Momentaufnahme sein, betonte Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung. Weitere Windkraft-Projekte seien nicht ausgeschlossen – allerdings: „Tabuflächen gelten auch für Investoren.“ Auswirkungen auf den geplanten Weiterbau der B7n sieht Hubertus Schulte nicht: „Die Trasse liegt außerhalb dieses Gebietes.“ Auch die rund 720 Meter Abstand zur Ortslage von Esshoff seien aktuell ausreichend – „es gibt dazu noch kein Landesgesetz.“

Kritisch äußerte sich für die FDP-Fraktion Dietmar Burmann. Es seien weitere Anlagen denkbar: „Wir müssen damit rechnen, dass eine Verspargelung droht.“ Durch Zufahrten und Leitungsbau würden zudem weitere Flächen versiegelt. Hubertus Schulte verwies darauf, dass es von diesen Anlagen aus Richtung Nuttlar weitere Planungen für Windräder gebe – bei Altenbüren hingegen befände sich aktuell lediglich eine Vorrangzone.

CO2-Kompensation direkt vor Ort

Peter Bergmann (Grüne) unterstrich die Möglichkeit, mit dem Bau von Windparks eine CO2-Kompensation direkt vor Ort zu ermöglichen: „Mich würde es freuen, wenn wir nach jahrelangen Diskussionen Windkraftanlagen im Stadtgebiet hätten.“

Ausschussvorsitzender Uwe Lingenauber (CDU) wies darauf hin, dass es in der gemeindlichen Stellungnahme nicht um persönliche Meinungen, sondern um Fakten gehe: „Wir dürfen nicht nach Gutdünken entscheiden – es muss sachliche Gründe haben.“

Nicht „Herrin des Verfahrens“

Auch Bürgermeister Wolfgang Fischer argumentierte, dass die Stellungnahme fachlich begründet sein müsse: „Sonst kommen wir nicht umhin, als das Einvernehmen zu erteilen.“ Klar sei auch, dass die Stadt Olsberg hier nicht „Herrin des Verfahrens sei“: „Wir planen nicht und wir errichten nicht.“

Weitere Beratungen bis zur Ratssitzung

Nun wollen die Fraktionen den Sachverhalt weiter beraten. Eine Beschlussfassung soll dann in der Sitzung des Stadtrates am 20. Mai erfolgen.

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