Wittke für zügigen A46-Weiterbau

Die Delegation um NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke wurde Augenzeuge der ersten Betonierungsarbeiten für die Ortsumgehung. Foto: Kristin Sens

Minister machte sich Bild vom Stand der Bauarbeiten für die Ortsumgehung

Olsberg. (kris)

"Das ist schon ganz schön imponierend", befand der NRW-Verkehrsminister: Oliver Wittke war am Freitag in Olsberg, um sich vom Stand der Bauarbeiten für die Ortsumgehung ein Bild zu machen. Beeindruckt zeigte er sich von der Baustelle Ruhrtalbrücke, wo derzeit der erste Abschnitt betoniert wird. Mit kühnem Schwung biegt die Strecke in Höhe Hasley Hütte von der B480 ab und endet in luftiger Höhe. Nur die Pfeiler des mit 300 Metern längsten Brückenbauwerks der Umgehungsstraße deuten den weiteren Streckenverlauf an. Zwei Pumpen fördern ständig den Beton nach oben, damit die Fahrbahn weiter wächst. Bei Außentemperaturen von minus acht Grad, erläuterte Rolf Jaedick vom Straßenbauamt in Meschede, muss der Beton vorher erwärmt werden, damit er keine Frostschäden davon trägt. Zeitlich und vom Budget her liege man bisher im Soll, vermeldete Jaedick.

Der Landtagsabgeordnete Hubert Kleff stellte die Gesamtbaukosten von 26 Millionen für die Ortsumgehung in Relation zum Landeshaushalt: "Das ist ungefähr der Betrag, den das Land NRW für zwei Tage an Zinsleistungen aufbringen muss. Ohne diese enorme Verschuldung könnten wir Projekte wie diese locker stemmen." Bürgermeister Elmar Reuter wies auf die Bedeutung der Verkehrsplanung für andere Projekte, wie das geplante interkommunale Gewerbegebiet Brilon/Olsberg hin: "Dies macht nur einen Sinn, wenn der Straßenbau entsprechend vorankommt." Der Verkehrsminister zeigte sich zuversichtlich, dass das gesamte Bauvorhaben Ortsumgehung Olsberg bis 2010 fertig sein wird. Zügig geplant werde auch der Weiterbau der A46, bzw. B7n bei Nuttlar. "Das wird aber noch ein Jahrzehnteprojekt sein," gab er zu bedenken. Zu der Baumaßnahme Bahnhofsvorplatz meinte Wittke: "Mir ist immer wichtig, nicht nur Gebäude in Ordnung zu bringen, sondern auch das Umfeld." Zum Problem behindertengerechter Bahnsteighöhen hatte er aber keine Lösung parat. Kleff machte leichte Hoffnung auf Mittel, die eventuell dafür freigemacht werden könnten. Sinnvoll sei aber eigentlich nur eine komplette Lösung für alle Bahnhöfe entlang der Strecke.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare