"Zukunft möglich machen"

Geben der Gesellschaft ein soziales Gesicht: Zum Neujahrsempfang wurden Ehrenamtliche verschiedener Olsberger Dörfer von Bürgermeister Wolfgang Fischer (links) für sieben bürgerschaftliche Aktivitäten ausgezeichnet. Foto: Manuela Decker

Bürgerschaftliches Engagement und unverzichtbares Ehrenamt standen neben der Ansprache des Bürgermeisters im Mittelpunkt des Olsberger Neujahrsempfangs. Sieben ehrenamtliche Projekte wurden ausgezeichnet.

Zuvor begrüßte Stadtoberhaupt Wolfgang Fischer zahlreiche Gäste aus kommunaler Politik, Handel und Gewerbe, Schulen, Gesundheitswesen, Kirche sowie Verbänden und Vereinen. Auch die Grüße der Partnerstädte Fruges, Olsberg in der Schweiz und Jöhstadt fehlten nicht zum Jahresbeginn. Fischer vermied es, die Gäste mit dem Zahlenwerk des Haushaltes 2012 zu behelligen, denn "davon werden die Zahlen auch nicht besser", befand der Bürgermeister. Die Krux am Etat: Trotz höchster Gewerbesteuern von zu erwartenden 12 Millionen Euro, kann der Haushalt nicht ausgeglichen werden und ein sattes Defizit von 4,2 Millionen Euro ist zu beklagen. "Wie man sich als Kommune auch anstrengt: Allein schaffen wir es nicht!", forderte Fischer bessere Unterstützung seitens Land und Bund.

Zwar blickte der Bürgermeister mit dem Wunsch für "ein erfolgreiches und gutes neues Jahr, Gesundheit und Wohlergehen" optimistisch in die Zukunft, was er mit dem Saint-Exupery-Zitat "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen" unterstrich, doch ließ er auch keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Lage.

Familienfreundliche Unternehmen

Der demografische Wandel bedinge in Zukunft nicht nur, dass alle Kosten auf weniger Schultern verteilt werden müssten, sondern auch den sicheren Fachkräftemangel. Dagegen setze man aber auf mehr Familienfreundlichkeit in den Betrieben, so Fischer.

Tatkraft und Engagement wurden mit dem Preis für bürgerschaftliche Aktivitäten ausgezeichnet. Geehrt wurden die Dorfgemeinschaften aus Antfeld, Assinghausen und Elleringhausen, der Friedenskapellenverein Elleringhausen sowie Bernhard und Jürgen Vorderwülbecke aus Gevelinghausen, Josef Frigger aus Elleringhausen und Maria Hillebrandt aus Bigge. Sie alle hatten ehrenamtlich in ihren Orten Besonderes geleistet, was der Stadt insgesamt ein Preisgeld von 1000 Euro wert ist. Bürgermeister Wolfgang Fischer würdigte sie mit den Worten: "Ohne ehrenamtlich Tätige hätte unsere Gesellschaft kein soziales Gesicht."

Ebensolche Ehrenamtlichen überraschten die Gäste des Neujahrsempfangs, bevor diese zu den musikalischen Klängen von Quintity Brass noch Zeit für Gespräche fanden: Die Sternsinger hatten sich durch den Regen bis ins Rathaus gekämpft und hielten erfolgreich ihre Sammeldosen bereit.

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