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Aus zwei wird eins

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Die Eduard-Pape-Hauptschule wird geschlossen und als Teilstandort der Heinrich-Lübke-Schule fortgeführt.
Die Eduard-Pape-Hauptschule wird geschlossen und als Teilstandort der Heinrich-Lübke-Schule fortgeführt.

Nach langer Debatte hat sich der Briloner Schulausschuss bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Eduard-Pape-Schule (EPS) aufzulösen und als Teilstandort der Heinrich-Lübke-Schule (HLS) ab kommendem Schuljahr fortzuführen. Auch bei einer Gegenstimme aber vier Enthaltungen soll die Verwaltung bei der Bezirksregierung prüfen, ob ein Realschulzweig ein Schuljahr später eingeführt werden kann.

"Wir freuen uns, dass wir endlich Planungssicherheit haben", freute sich HLS-Schulleiterin Anja Struwe. Bis zum Sommer soll ein Konzept für die Zusammenlegung erarbeitet werden. Vor der Entscheidung machten Struwe und Aloys Ovenhausen (EPS-Konrektor) deutlich, dass sie für eine Zusammenlegung auf Augenhöhe seien. "Eine Schule schluckt nicht die andere", so Ovenhausen. "Wir haben zwei Schulen mit enormem Potenzial und wollen daraus eine starke Schule machen", ergänzte Struwe.

Nachdem Alexander Prange (FDP) den Antrag auf Zusammenlegung der beiden Hauptschulen gestellt hatte, wollten Hubertus Weber und Wolfgang Kleineberg (beide SPD) eine Entscheidung aufschieben. Auch Reinhard Loos (BBL) sprach von "erheblichem Beratungsbedarf" und wollte erst eine Besichtigung der Verbundschule Hallenberg-Medebach. Wegen zu hoher Hürden wurde die Idee von Willi Kitzhöfer (SPD) verworfen, über eine Gesamtschule nachzudenken.

Als "einmalige Chance" lobte Barbara Middel (CDU) den Vorschlag, einen Realschulzweig an der künftigen Hauptschule ab dem Schuljahr 2011/2012 bei der Bezirksregierung zu beantragen. Eigentlich könnte es nach dem Schulgesetz keinen geben, so Wolfgang Pack von der Verwaltung. Er berichtete aber, dass momentan 200 Schüler Realschulen in Büren, Fürstenberg, Willingen, Bestwig und Olsberg besuchen. Denn die Briloner Marienschule sei "überlaufen".

Hans-Josef Wessel vom Schulaufsichtsdienst berichtete von einem Beispiel in Honnef, wo es bereits eine Realschule und eine Hauptschule mit Realschulzweig gebe. Mit der Bezirksregierung Arnsberg habe er bereits Gespräche geführt und sprach von einem "sehr günstigen Zeichen" für einen Realschulzweig in Brilon. Für eine Eingangsklasse wären 56 Schüler nötig. Endgültig muss der Rat entscheiden.

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