Teilflächen bleiben gesperrt

Regionalforstamt hebt Waldsperrungen im südlichen HSK auf

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Das Waldbetretungsverbot wurde in einigen Bereichen des südlichen HSK aufgehoben.

Hochsauerland. Die Auswirkungen von Orkan Friederike beschäftigen die Menschen im Kreis weiterhin. Nachdem gestern das Regionalforstamt Soest-Sauerland das Waldvertretungsverbot bis zum 28. Februar verlängert hat, gibt nun auch das Forstamt Oberes Sauerland bekannt, welche Wälder weiterhin nicht betreten werden dürfen.

Am 18. Januar hat "Friederike" mit orkanartigen Böen auch in dessen Zuständigkeitsbereich Spuren hinterlassen. Da aufgrund der Schneelage und versperrter Waldwege ad hoc keine qualifizierte Einschätzung der Risiken für Waldbesucher möglich war, hatten die beiden Forstämter im Hochsauerlandkreis den Wald für Erholungsverkehr bis Ende Januar gesperrt.

In der Zwischenzeit konnten sich Waldbesitzer, Försterinnen und Förster einen Überblick vor Ort verschaffen. „Wir können bei uns im Forstamt ein Nord-Süd-Gefälle beim Schadensumfang feststellen. Der nördliche Bereich ist deutlich stärker betroffen“, erklärt Forstamtsleiter Frank Rosenkranz. Aufgrund der in manchen Bereichen immer noch hohen Risiken für Waldbesucher bleiben folgende Wälder bis zum 28. Februar weiterhin für den Erholungsverkehr gesperrt: Sundern (Gemarkungen Hachen, Hellefeld und Herblinghausen) sowie Meschede (Gemarkungen Freienohl, Wennemen, Meschede Land, Meschede Stadt und Eversberg jeweils für die Flächen nördlich der Ruhr). 

"Mahnen weiter zur Vorsicht"

Die Waldflächen in den südlichen Gemarkungen der Städte Sundern und Meschede sowie in den gesamten Gebieten der Städte Schmallenberg, Winterberg, Medebach, Hallenberg sowie der Gemeinde Eslohe sind dagegen wieder offen. „Auch wenn die Sperrung für diese Wälder aufgehoben ist, mahnen wir Waldbesucher zur Vorsicht. Das Betreten der Wälder erfolgt ohnehin auf eigene Gefahr, wir empfehlen auf den Wegen zu bleiben“, sagt Ferdinand Drescher, Fachgebietsleiter Hoheit im Forstamt. „Aufgrund der nassen Böden können durch Friederike und die Stürme der letzten Tage instabile Bäume auch jetzt noch umfallen. Das sieht man den Bäumen nicht an.“ 

NRW-weit hat Friederike ungefähr 1,4 Millionen Festmeter zu Fall gebracht. Im Regionalforstamt Oberes Sauerland sind die Waldbesitzer mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Zurzeit schätzt man den Schadensanfall auf 25.000 bis 30.000 m³. „Diese Mengen können mit heimischen Forstunternehmen aufgearbeitet und regional vermarktet werden. Negative Auswirkungen auf den Holzmarkt erwarten wir nicht“, schildert Forstamtsleiter Rosenkranz.

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