Jeden Samstag eine andere Sichtweise

"Respekt"-Kampagne: Das sagen die Fachstelle "Zukunft Alter" und die Behindertenbeauftragte

Kreis Olpe/Hochsauerland. Der SauerlandKurier und der Bundesverband deutscher Anzeigenblätter (BVDA) stellen das Wort "Respekt" im Jahr 2019 in den Mittelpunkt. In einer gemeinsamen Kampagne präsentieren wir unseren Lesern jede Woche eine andere Sichtweise.

Besondere Lebensleistungen verdienen unseren Respekt

Für mich zählen Respekt, Toleranz und Achtung zu den wichtigsten Werten im Leben. Nur ein respektvoller Umgang schafft eine Gemeinschaft der Zukunft. Es geht darum, dass mein Gegenüber anders sein kann und dass ich bereit bin, dies nicht nur zu akzeptieren, sondern auch als Wert anzuerkennen. Nur wer lernt mit anderen respektvoll umzugehen, wird selbst Respekt und Anerkennung erfahren. 

Wir stellen uns in der Fachstelle Zukunft Alter in Arnsberg seit Jahren die Frage: „Wie gelingt es, dass die unterschiedlichen Generationen einen Schritt aufeinander zugehen? Unsere Antwort: „Geben Sie den älteren und den jungen Menschen eine Chance sich zu begegnen und Beziehungen aufzubauen. Bleiben Sie im Gespräch miteinander – auf Augenhöhe“. Der Dialog der Generationen ist eine Herzensache für uns. 

Respekt kann man vor „messbaren“ Leistungen haben wie Schulnoten und beruflichen Erfolgen. Häufig verdienen aber andere Lebensleistungen mehr Respekt und Anerkennung: wie der Aufbau einer Existenz, das Ankommen nach einer Flucht oder die Sorge-Aufgaben in der Familie. Respekt einem anderen Menschen gegenüber entsteht aus der Anerkennung im Umgang mit den persönlichen Herausforderungen, die sich ihm gestellt haben. Mit welcher Energie, Beharrlichkeit, Mut, Geduld, mit Zweifel und Angst, mit Leidenschaft meistert er sein Leben? Das sind Werte, vor denen ich meinen Hut ziehe, denen ich höchsten Respekt zolle. In meinen Augen verdienen gerade diese Leistungen unseren Respekt.

Marita Gerwin, Fachstelle Zukunft Alter, Stadt Arnsberg

Trotz vieler Barrieren Lebensmut ausstrahlen

Als Beauftragte für Menschen mit Behinderungen bin ich in den vergangenen sechs Jahren vielen Menschen mit Unterstützungsbedarf begegnet. Ich habe großen Respekt vor Menschen mit Mobilitäts- und Sinnesbeeinträchtigungen oder Lernschwierigkeiten ebenso vor Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Abhängigkeitserkrankungen, wie sie ihr Leben meistern. So viele strahlen trotz der vielen Barrieren, die sie jeden Tag überwinden müssen, Lebensfreude und Lebensmut aus und begegnen mir mit einem Lächeln. 

Ich habe großen Respekt vor den Familien im Kreis Olpe, die mit viel Engagement und Herzblut mit ihren Kindern oder Geschwistern mit Unterstützungsbedarf leben und sie zeitlebens begleiten. Und nicht zuletzt habe ich großen Respekt vor den vielen Menschen, die tagtäglich trotz Personalmangel und anderen Unzulänglichkeiten mit so viel Hingabe im sozialen Bereich arbeiten und ihr Bestes geben.

Petra Lütticke, Behindertenbeauftragte Kreis Olpe

„Respekt!“ ist eine Kampagne des SauerlandKurier in Kooperation mit dem Bundesverband deutscher Anzeigenblätter (BVDA). Mit diesen redaktionellen Initiativen berichten die im Verband organisierten Wochenblätter verlagsübergreifend mit eigenem lokalem Fokus über relevante Themen, die Menschen in ganz Deutschland bewegen.

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