Jeden Samstag eine andere Sichtweise

"Respekt"-Kampagne: Das sagen ein Taucher und ein DJ

Kreis Olpe/Hochsauerland. Der SauerlandKurier und der Bundesverband deutscher Anzeigenblätter (BVDA) stellen das Wort "Respekt" im Jahr 2019 in den Mittelpunkt. In einer gemeinsamen Kampagne präsentieren wir unseren Lesern jede Woche eine andere Sichtweise.

Respektvoller Umgang mit Mensch und Natur

Ich finde, dass jeder Mensch vor vielen Sachen Respekt haben sollte. Als Geschäftsführer der Tauchschule Sauerland mit den Standorten Biggesee und Sorpesee mache ich das Thema Respekt insbesondere am „Tauchen“ fest. 

Nehmen wir das Beispiel Umwelt: Ich tauche seit 39 Jahren weltweit und bin sehr erstaunt, was die Natur in dieser Zeit – auch in unseren Talsperren im Sauerland – unter Wasser alles geschaffen hat, wie beispielsweise die steigende Population von Süßwasserschwämmen, Artenvielfalt, Population von Süßwassergarnelen und vieles mehr. Umso erschreckender ist es jedoch, wenn ich dann sehe, wie schnell ein Mensch innerhalb von nur wenigen Sekunden alles wieder zerstören kann. 

Respektvoller Umgang miteinander: Beim Tauchen ist es so, dass man respektvoll und verantwortungsbewusst miteinander umgehen muss, denn nur so kann ich mich auch auf meinen Buddy (Partner) in jeder Situation verlassen. Wenn jeder Mensch den anderen so behandeln würde, wie er selbst behandelt und respektiert werden möchte, dann wären viele Probleme gar nicht vorhanden.

Matthias Richter, Geschäftsführer der Tauchschule Sauerland

"Respekt entsteht schon beim ersten Kontakt"

Auf mein Gewerbe in der DJ- und Veranstaltungsbranche bezogen, fängt der Respekt beim ersten Kontakt mit dem Kunden an. Der Kontakt entsteht per E-Mail, SMS oder telefonisch. Gegenseitiger Respekt, schon im ersten Kontakt, ist Grundbedingung für eine harmonische Zusammenarbeit. Respektlos ist dagegen, bestehende Aufträge kurzfristig abzusagen. 

Auf Veranstaltungen stehe ich als DJ zwischen zehn bis zwölf Stunden hinter dem DJ-Pult und versuche, das Publikum durch die Musik zum Tanzen zu animieren und gute Laune zu verbreiten. Als mobiler DJ nehme ich die Musikwünsche der Kunden an und versuche diese, wenn es passt, an dem Abend einzufügen. Bei der nicht sofortigen Berücksichtigungen von Musikwünschen reagieren vereinzelte Gäste verbal, nonverbal oder sogar radikal. Äußerungen wie „Du wirst bezahlt dafür, also spiel das Lied sofort“ bis hin zu Beleidigungen sind vereinzelt aufgetreten. 

Auch wurde mir durch verschiedene Gesten, beispielsweise „Vogel zeigen“, die Wertschätzung einiger Gäste zuteil. Des Weiteren wurden Gäste handgreiflich. Mein Auto und Anhänger wurden zerkratzt und mir wurden persönliche Gegenstände aus meinem Auto entwendet. 

Es sind und bleiben jedoch Einzelfälle und es macht trotzdem immer noch Spaß, das Publikum mit der Musik zu begeistern, deswegen werde ich den Job auch noch viele Jahre weiter machen. 

Dennis Grebe, DJ

„Respekt!“ ist eine Kampagne des SauerlandKurier in Kooperation mit dem Bundesverband deutscher Anzeigenblätter (BVDA). Mit diesen redaktionellen Initiativen berichten die im Verband organisierten Wochenblätter verlagsübergreifend mit eigenem lokalem Fokus über relevante Themen, die Menschen in ganz Deutschland bewegen.

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