Strecke, Unterkünfte, Etappen und mehr

Der RuhrtalRadweg: Alle Infos zur Strecke von Winterberg nach Duisburg

Radfahrer fahren auf dem Ruhrtalradweg bei Arnsberg-Neheim.
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Der RuhrtalRadweg ist eine beliebte Strecke für Radfahrer aus ganz Deutschland.

Er ist einer der bedeutendsten Imageträger der Region: der RuhrtalRadweg von Winterberg nach Duisburg. Hier gibt es alle Infos zur beliebten Route entlang der Ruhr.

Insgesamt ist der RuhrtalRadweg etwa 240 Kilometer lang. Er startet am Bahnhof in Winterberg und endet an der Ruhrmündung in Duisburg. Auf diesem Weg geht es für die Nutzer knapp 650 Höhenmeter abwärts, denn die Ruhrquelle als höchster Punkt liegt 674 Meter über n.N, während die Ruhrmündung nur rund 17 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Auf rund 50 Prozent verläuft die Strecke auf von Straßen getrennten Radwegen, rund 30 Prozent werden über Waldwirtschaftswege sowie innerörtliche Nebenstraßen zurückgelegt und zu etwa 15 Prozent besteht der RuhrtalRadweg aus Hauptverkehrsstraßen mit Radverkehrsanlagen.

Überwiegend ist das Streckenprofil flach, auf den ersten 35 Kilometern von Winterberg bis Bestwig gibt es allerdings einige Steigungen. Zum größten Teil verläuft der RuhrtalRadweg unmittelbar am Verlauf der Ruhr entlang, meistens autofrei auf separat geführten Wegen. Unterwegs bekommen Radfahrer ein abwechslungsreiches Landschaftsbild geboten: Es reicht vom waldreichen Sauerland über flussnahe Kulturlandschaften bis hin zum industriell geprägten Ruhrgebiet. 

Eröffnet wurde der RuhrtalRadweg im Jahr 2006. Er wurde durch eine Kooperation des Sauerland-Tourismus und des Ruhr Tourismus ins Leben gerufen und entwickelte sich in den Jahren danach zu einer beliebten Route für Radfahrer aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bewertet den RuhrtalRadweg mit vier von fünf Sternen. Durch seine einheitliche Beschilderung entlang der gesamten Strecke von Winterberg bis Duisburg können Nutzer die 240 Kilometer - oder kleinere Etappen - problemlos ohne Karten oder Navigationsgeräte bewältigen.

Mit diesen Schildern und Wegweisern ist die gesamte Strecke des RuhrtalRadwegs ausgestattet.

Hier gelangen Sie mit einem Klick zum gewünschten Thema:

StreckeAnreiseUnterkünfte
BarrierefreiheitStreckenhinweise und HochwasserSehenswürdigkeiten
Anbindung an andere Radwege

Die Strecke: Durch diese Städte führt der RuhrtalRadweg 

Hat ein Radfahrer die gesamte Strecke des RuhrtalRadwegs hinter sich gebracht, ist er durch insgesamt 23 Städte und Gemeinden geradelt. Durch folgende Kommunen führt die Route:

  • Winterberg 
  • Olsberg
  • Bestwig
  • Meschede
  • Arnsberg
  • Ense
  • Wickede (Ruhr)
  • Menden
  • Fröndenberg
  • Iserlohn
  • Holzwickede
  • Schwerte
  • Dortmund
  • Hagen
  • Herdecke
  • Wetter (Ruhr)
  • Witten
  • Bochum
  • Hattingen
  • Essen
  • Mülheim an der Ruhr
  • Oberhausen 
  • Duisburg
So verläuft der RuhrtalRadweg entlang der Ruhr von Winterberg bis Duisburg.

Die wenigsten Radfahrer werden den RuhrtalRadweg an einem Tag fahren. Die Strecke lässt sich aber auch ohne Probleme in kleinere Etappen unterteilen, die entweder einzeln für sich oder - mit Übernachtungen - an aufeinanderfolgenden Tagen hintereinander bestritten werden können. Komoot, ein Online-Portal für Outdoor-Erlebnisse, empfiehlt folgende Unterteilung in sechs Etappen:

  • Winterberg bis Meschede (ca. 41 Kilometer)
  • Meschede bis Wickede (ca. 54 Kilometer)
  • Wickede bis Herdecke (ca. 45 Kilometer)
  • Herdecke bis Hattingen (ca. 34 Kilometer)
  • Hattingen bis Mülheim (ca. 49 Kilometer)
  • Mülheim bis Duisburg (ca. 27 Kilometer)

Infos zur Anreise

Anreise mit der Bahn

Der RuhrtalRadweg eignet sich bestens zur Anreise mit der Bahn. Der Startpunkt des Radwegs liegt nämlich unmittelbar am Bahnhof in Winterberg, wo die Züge der RE 57 montags bis Freitags alle zwei Stunden und samstags, sonntags sowie an Feiertagen stündlich halten. Somit kann man von Dortmund aus ohne Umstieg den RuhrtalRadweg erreichen. Wer nicht von Winterberg starten möchte, kann aber dennoch auf die Bahn zurückgreifen: Gerade auf den ersten etwa 100 Kilometern verläuft die Route in unmittelbarer Nähe zu den Bahnhöfen der jeweiligen Orte.

In der Hauptfahrradsaison zwischen April und Oktober bietet die Bahn in den Zügen Richtung Winterberg den erfahrungsgemäß vielen Reisenden mit Fahrrädern verstärkt Waggons zur Mitnahme der Zweiräder zur Verfügung. Dennoch kann diese nicht garantiert werden und richtet sich immer nach dem Platzangebot, das jeweils zur Verfügung steht. Besonders hoch ist der Andrang an den Wochenenden und rund um die Feiertage im Mai und Juni sowie in den Ferien. Dann versucht die Bahn, noch einmal zusätzliche Plätze für Fahrräder bereit zu stellen. Dennoch werden Reisende mit Rädern gebeten, darauf zu achten, dass die vorhandenen Kapazitäten möglichst platzsparend benutzt werden, damit möglichst viele "Drahtesel" transportiert werden können.

Der RuhrtalRadweg beginnt am Bahnhof in Winterberg, den die Nutzer bequem mit der RE 57 erreichen.

Anreise mit Auto oder Wohnmobil

Da viele Städte entlang des RuhrtalRadweges sehr gut ans Autobahnnetz angeschlossen sind, ist auch eine Anreise mit dem Auto oder Wohnmobil problemlos möglich. Der Startpunkt in Winterberg ist beispielsweise über die A44 (Dortmund - Kassel) und die A445/A46 (Werl-Bestwig) zu erreichen. Von Bestwig aus führt der Weg weiter über die B7 und die B480 nach Winterberg. Zum Endpunkt in Duisburg gelangt man zum Beispiel über die A2 (Hannover - Oberhausen), die A3 (Frankfurt - Arnheim), die A40 (Venlo - Dortmund) oder die A42 (Kamp-Lintfort - Dortmund).

Vor Ort gibt es jeweils verschiedene Parkmöglichkeiten. So können Besucher ihr Auto oder Wohnmobil in Winterberg auch über einen längeren Zeitraum auf dem Großraumparkplatz an der Tourist-Information parken. In Duisburg werden zwei Stellflächen am Hauptbahnhof empfohlen: Am Ostausgang befindet sich ein Parkkaus und am Hauptausgang ein Parkplatz. Bei beiden besteht die Möglichkeit, auch für mehrere Tage (gegen Gebühr) zu parken.

Anreise mit FlixBus

Eine dritte Alternative ist die Anreise mit dem FlixBus. Das Fernbusunternehmen steuert in seinem Liniennetz insgesamt zehn Städte und Gemeinsen an, die am Ruhrtalradweg liegen: Winterberg, Olsberg, Bestwig, Meschede, Arnsberg (und Neheim-Hüsten), Dortmund, Bochum, Essen, Oberhausen und Duisburg. Vorteil für Nutzer des RuhrtalRadwegs: Die Mitnahme von Fahrrädern ist im FlixBus problemlos möglich, für ADFC-Mitglieder ist sie sogar kostenlos. Nähere Infos zu Fahrplänen und Preisen erhalten Sie auf der Homepage des Unternehmens.

Unterkünfte am RuhrtalRadweg

Die kompletten 240 Kilometer von Winterberg bis Duisburg schaffen wohl nur Leistungssportler an einem Tag. Viele Touristen teilen sich den RuhrtalRadweg daher in mehrere Etappen ein, die sie an aufeinanderfolgenden Tagen fahren. Für solche Touren bietet es sich immer an, im jeweiligen Zielort der Etappe eine Übernachtung in einem Hotel oder einer Pension zu buchen, um am nächsten Tag ausgeruht und gestärkt auf den nächsten Abschnitt zu starten. 

Entlang des RuhrtalRadweges haben sich viele Unterkünfte auf den Besuch von Radfahrern spezialisiert und bieten spezielle Services für Touristen mit Fahrrädern an. Planen Sie einen Ausflug mit Übernachtung(en) am RuhrtalRadweg? Auf dessen Homepage gibt es ein Gastgeberverzeichnis, in dem Sie alle nötigen Informationen zu Unterkünften und Preisen erhalten.

Ist der RuhrtalRadweg barrierefrei?

Der RuhrtalRadweg kann grundsätzlich auch mit Rollstuhl, Handbike oder Dreirad benutzt werden, denn die Strecke von Winterberg bis Duisburg ist zum Großteil barrierefrei. Allerdings sollten Menschen mit Behinderung den Radweg trotzdem nicht alleine befahren, sondern nur mit Begleitung. 

Weil es zwischen Winterberg und Olsberg mehrere Problemstellen und Steigungen gibt, wird empfohlen, dass ungeübte Fahrer ihre Tour in Olsberg beginnen. Auf der Homepage des RuhrtalRadwegs gibt es eine Übersicht über alle Streckenabschnitte, an denen es für Menschen mit mobilen Einschränkungen zu Problemen kommen kann. Entlang der Strecke gibt es zudem viele barrierefreie Unterkünfte.

Aktuelle Streckenhinweise und Hochwasser-Daten

Nicht nur auf Straßen, auch auf Radwegen werden hin und wieder Bauarbeiten vorgenommen. Damit Radfahrer vor ihrer Tour auf dem RuhrtalRadweg in Erfahrung bringen können, auf welchen Streckenabschnitten es zu Problemen kommen könnte, haben die Initiatoren auf der Homepage des RuhrtalRadwegs immer die aktuellen Streckeninformationen zusammengefasst.

Ein weiteres Problem könnte Hochwasser darstellen: Da der Radweg zu großen Teilen direkt am Ufer der Ruhr entlangläuft, kann es bei hohem Pegelstand des Flusses zu Überschwemmungen auf der Strecke kommen, sodass diese dann nicht uneingeschränkt befahren werden kann. Auch hier gibt es Abhilfe: Auf der Homepage des Radwegs gibt es einen Überblick über die Pegelstände der Ruhr sowie die Möglichkeiten, die für Hochwasser anfälligen Abschnitte zu umfahren.

Sobald das Wasser über die Ufer der Ruhr tritt, wird der RuhrtalRadweg an vielen Orten - wie hier in Neheim - gesperrt.

Diese Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele können Sie besuchen

Viele Radfahrer wollen auf dem RuhrtalRadweg nicht nur von Winterberg nach Duisburg (oder eine Zwischenetappe) fahren, sie wollen auf Ihrer Tour auch etwas erleben. Nachfolgend haben wir einige Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele zusammengestellt, die zumeist direkt am RuhrtalRadweg liegen.

Ruhrquelle in Winterberg

Sie ist der Ursprung der Ruhr, die dem RuhrtalRadweg seinen Namen gibt: Die Ruhrquelle liegt auf 674 Metern über n.N. zwischen den Winterberger Ortsteilen Grönebach und Elkeringhausen. Der Fluss entspringt dort in einem kleinen Waldgebiet. Aus der Quelle sprudeln im Schnitt etwa 0,7 Liter pro Sekunde.

Kartbahn in Niedersfeld

Wem das Radfahren auf Dauer zu gemütlich wird, kann sich in Winterberg-Niedersfeld einen Adrenalin-Kick holen. Auf der knapp einen Kilometer langen Outdoor-Strecke können sich die Besucher während der Sommer-Saison fühlen wie Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Co. Darüber hinaus gibt es auf dem Gelände einen Indoor-Spielplatz und eine Paintball-Halle. 

Adresse für Navigationsgeräte: Am Eschenberg 2, 59955 Winterberg

Rosendorf Assinghausen

"Ein großer Garten" - so bezeichnet sich das Bundesgolddorf Assinghausen auf seiner Homepage selbst. Dabei ist die Rose ein wichtiger Bestandteil des Olsberger Ortsteils: 2007 wurde Assinghausen urkundlich als "Rosendorf" anerkannt. Im Ort gibt es vier unterschiedliche Rosenwege: "Flammentanz", "Heidetraum", "Rosa Sancta" und "Schneeflocke". Auf allen Wegen können die Besucher viele Arten von Rosen bestaunen - insgesamt sind es 150, die in Assinghausen zu sehen sind. Alle zwei Jahre feiern die Assinghauser zudem ein zweitägiges Rosenfest, zu dem bis zu 5000 Rosen- und Gartenfreunde kommen.

Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck

Bergbaugeschichte hautnah erleben können die Gäste des Sauerländer Besucherbergwerks in Bestwig-Ramsbeck. In dem ehemaligen Erzbergwerk wurde bis 1974 Blei-Zink-Roherz abgebaut. Heute ist in den früheren Bergwerk-Hallen eine Daueraustellung untergebracht, die sich mit der Geschichte des Bergbaus beschäftigt. Zudem können sie Besucher in den original erhaltenen Räumen sehen, wie die Arbeit in Ramsbeck früher ablief. Höhepunkt eines Besuches ist aber zweifelsohne die Grubenfahrt: In einer original erhaltenen Grubenbahn fahren die Gäste - ausgerüstet mit Helm und Schutzkleidung - rund 1,3 Kilometer in den Berg ein und können sich dort - etwa 300 Meter unter Tage - genau anschauen, wie die Arbeit im Bergwerk früher ablief. Dafür müssen die Nutzer des RuhrtalRadweges allerdings einen kleinen Umweg in Kauf nehmen - das Besucherbergwerk liegt nicht direkt an der Strecke.

Adresse für Navigationsgeräte: Glück-Auf-Straße 3, 59909 Bestwig

Im Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck können die Gäste Bergbaugeschichte hautnah erleben.

Fort Fun Abenteuerland

Achterbahnen, Karussells und viele weitere Attraktionen bietet das Fort Fun Abenteuerland im Bestwiger Ortsteil Wasserfall. Der Freizeitpark, der 1972 eröffnet wurde, lockt jährlich mehr als 260.000 Besucher an und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Sauerland. Das Fort Fun versteht sich selbst als Park für Familien. Dennoch kommen hier alle auf ihre Kosten: Fans von rasanten Achterbahnen, Liebhaber von gediegeneren Fahrgeschäften und natürlich auch Kinder. Bei schlechtem Wetter und außerhalb der Sommersaison können Besucher den Indoorbereich Fort Fun L.A.B.S. nutzen. Allerdings liegt auch dieses Ausflugsziel nicht unmittelbar am RuhrtalRadweg, sondern ist ebenfalls nur über einen Umweg zu erreichen. 

Adresse für Navigationsgeräte: Aurorastraße 50, 59909 Bestwig

Feuerwehr-Museum "Brennpunkt" in Arnsberg

Mindestens für Feuerwehrleute ist der Besuch des Feuerwehr-Museums "Brennpunkt" am Arnsberger Bahnhof Pflicht. Dort stellt der Verein "Arnsberger Feuerwehr Historie" die Geschichte des Brandschutzes an vielen unterschiedlichen Geräten und Fahrzeugen dar. Viele interessante und gut erhaltene Exponate lassen die Besucher staunen. Allerdings ist das Museum regulär nur in den ungeraden Kalenderwochen samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen werden nach vorheriger Vereinbarung aber auch zu anderen Terminen angeboten. 

Adresse für Navigationsgeräte: Clemens-August-Straße 122, 59821 Arnsberg

Sauerland-Museum in Arnsberg

Eine Zeitreise durch die Geschichte des ehemaligen kurkölnischen Herzogtums Westfalen können die Besucher im Sauerland-Museum in Arnsberg unternehmen. Das Museum ist im "Landsberger Hof" mitten in der Arnsberger Altstadt untergebracht und beherbergt in seiner Dauerausstellung drei Themenbereiche: einen Erlebnisbereich zur Altsteinzeit und der Zeit der Ritter, einen Rundgang zum Herzogtum Westfalen bis zu seinem Ende und einen Bereich zum Herzogtum Westfalen bis in die Gegenwart. In den vergangenen Jahren wurde das Sauerland-Museum umfangreich umgebaut und erweitert. Im September 2019 soll der neue Anbau mit einer Sonderausstellung mit den Werken des Sauerländer Malers August Macke eröffnet werden. 

Adresse für Navigationsgeräte: Alter Markt 24-30, 59821 Arnsberg

Das Sauerland-Museum in Arnsberg wurde in den vergangen Jahren neu gestaltet und umgebaut.

Freizeitbad "Nass" in Arnsberg-Hüsten

Eine willkommene Abkühlung oder die nötige Erholung nach vielen Kilometern auf dem Rad können sich die Nutzer des RuhrtalRadweges im Freizeitbad "Nass" im Arnsberger Ortsteil Hüsten holen. Schwimmen, planschen, rutschen, entspannen - all das ist dort möglich, denn das Bad verfügt nicht nur über einen großzügigen Bad-Bereich mit mehreren Innen- und Außenbecken, sondern auch über eine 80 Meter lange Rutsche mit Zeitmessung und einen preisgekrönten Sauna-Bereich. 

Adresse für Navigationsgeräte: Am Solepark 15, 59759 Arnsberg

Westfälisches KettenschmiedeMuseum in Fröndenberg

Einen Einblick in die Tätigkeiten früherer Kettenschmiede erhalten die Besucher im Westfälischen Kettenschmiedemuseum Fröndenberg, das im ehemaligen Magazingebäude der Papierfabrik Himmelmann untergebracht ist. Das Museum verfügt unter anderem über ein Schmiedefeuer aus dem Jahr 1910. Die gezeigten Maschinen wurden aus vielen früheren Kettenfabriken zusammengetragen und wieder in Schwung gebracht. 

Adresse für Navigationsgeräte: Ruhrstraße 12, 58730 Fröndenberg

Ruhrtalfähre "Hardenstein" in Witten

An dieser Sehenswürdigkeit kommt zwangsläufig jeder Nutzer des RuhrtalRadwegs vorbei: Weil die Streckenführung in Witten den Fluss kreuzt, bringt die Personenfähre "Hardenstein" die Radfahrer von einer Seite auf die andere. Das Schiff verkehrt während der "Radsaison" von Anfang April bis Ende Oktober täglich von morgens bis abends und kann von allen kostenlos genutzt werden. Insgesamt nutzen pro Jahr rund 150.000 Menschen (Stand 2017) die Ruhrtalfähre, die 13,5 Meter lang und 4,6 Meter breit ist. Pro Überfahrt findet bis zu 49 Personen mit ihren Rädern Platz auf der "Hardenstein".

Henrichshütte in Hattingen

Industriekultur zum Anfassen gibt es in der Henrichshütte in Hattingen. Das ehemalige Hüttenwerk, das für seinen Edelstahl bekannt und Ende der 1980er-Jahre stillgelegt wurde, ist heute ein Museum. Auf dem Gelände, auf dem zu Hochzeiten bis zu 10.000 Menschen arbeiteten, steht unter anderem der älteste noch erhaltene Hochofen im Ruhrgebiet, von dem die Besucher einen imposanten Blick auf die Umgebung erhalten. Von März bis Oktober fließt in der Schaugießerei auch heute wieder Metall. 

Adresse für Navigationsgeräte: Werksstraße 31-33, 45527 Hattingen

Die Henrichshüztte in Hattingen ist eines der Ausflugsziele entlang des RuhrtalRadwegs.

Eisenbahnmuseum in Bochum

Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes im Bochumer Stadtteil Dahlhausen befindet sich das Eisenbahnmuseum Bochum. Mit einer Fläche von rund 70.000 Quadratmetern ist es das größte private Eisenbahnmuseum in ganz Deutschland. Insgesamt verfügt das Museum über mehr als 120 Schienenfahrzeuge, die die Besucher hautnah erleben können. Neben Lokomotiven sowie Personen- und Güterwaggons gehört auch der Lokschuppen mit Drehscheibe, ein Wasserturm und eine Bekohlungsanlage zum "Inventar" des Eisenbahnmuseums Bochum. Besonderes Highlight: Die Gäste können an Sonn- und Feiertagen vom S-Bahnhof Bochum-Dahlhausen mit einem Wismarer Schienenbus aus dem Jahr 1936 (genannt "Schweineschnäuzchen") zum Museum fahren. 

Adresse für Navigationsgeräte: Dr.-C.-Otto-Straße 191, 44879 Bochum

Baldeneysee in Essen 

Ein Naherholungsgebiet mitten im Ruhrpott finden auch die Nutzer des RuhrtalRadwegs am Baldeneysee in Essen. Der mit einer Fläche von etwa 2,64 Quadratkilometern größte der sechs Ruhrstauseen liegt im Süden von Essen und entstand Anfang der 1930er-Jahre. Neben Erholungssuchenden, die den See zum Beispiel bei einer Schifffahrt mit der "Weißen Flotte" erleben können, kommen auch Wassersportler am Baldeneysee auf ihre Kosten. Auf einer Strecke von 14 Kilometern kann der See auf Fuß- und Radwegen umrundet werden. Regelmäßig finden auf dem See zudem Wettkämpfe wie Segel- oder Ruderregatten statt. Seit 2017 darf im Baldeneysee außerdem wieder gebadet werden. Als offizielle Badestelle ist der Seaside Beach Club, das ehemalige Freibad am Nordufer, ausgewiesen, an dem es auch einen Sandstrand, Volleyballfelder und eine Cocktailbar gibt.

Aquarius-Wassermuseum in Mülheim

In einem ehemaligen Wasserturm in Mühlheim-Styrum befindet sich heute das Aquarius-Wassermuseum. Der Turm diente ursprünglich der Wasserversorgung der in der Nähe befindlichen Röhren- und Walzwerke von Thyssen. Heute erfahren die Besucher im Museum an 30 Stationen auf insgesamt 14 Ebenen alles für das Element Wasser - von seinem Ursprung über den Kreislauf bis hin zu den verschiedenen Erscheinungsformen. Ein Höhepunkt sind die beiden gläsernen Aufzüge, von denen einer mitten durch den Wasserbehälter fährt, in den zu Betriebszeiten bis zu 500.000 Liter Wasser passten. Eine Aussichtsplattform, die in einer Höhe von rund 40 Metern um den Wasserturm führt, können die Gäste ihren Blick über die Umgebung schweifen lassen.

Adresse für Navigationsgeräte: Burgstraße 70, 45476 Mülheim an der Ruhr

Rheinorange und Innenhafen in Duisburg

"Sie haben Ihr Ziel erreicht": An der 1992 errichteten Skulptur "Rheinorange" endet nach rund 240 Kilometern vom Start in Winterberg der RuhrtalRadweg in Duisburg-Kaßlerfeld. Die 25 Meter hohe und sieben Meter breite Landmarke steht unmittelbar an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Ihr Name ist dabei ein Wortspiel, denn der Farbton, in der die Skulptur lackiert ist (RAL 2004) heißt "Reinorange". 

Die Skulptur Ruhrorange an der Mündung der Ruhr in den Rhein ist der Endpunkt des RuhrtalRadwegs.

Nicht weit davon entfernt befindet sich der Duisburger Innenhafen. Einst war er mehr als 100 Jahre lang der zentrale Handelsplatz der Stadt, bevor er in den 1960er-Jahren an Bedeutung verlor und schließlich rund 20 Jahre lang nicht genutzt wurde. Ein Strukturwandel verpasste dem Innenhafen dann aber ein neues Gesicht. Heute ist er ein Ort, der viele Facetten des Lebens (zum Beispiel Arbeiten, Wohnen und Freizeit) miteinander verbindet. Viele Museen, Restaurants, Bars, Cafés und Freizeitbetriebe sind mittlerweile dort angesiedelt.

Anbindung an andere Radwege

Bike Arena Sauerland

Mehr als 40 Strecken mit rund 1700 Kilometern Länge umfasst das Radwegenetz der Bike Arena Sauerland. Es erstreckt sich über das südliche und östliche Sauerland und liegt auf dem Gebiet der Kreise Olpe, Hochsauerlandkreis, Soest und Waldeck-Frankenberg. Beim Angebot der Bike Arena ist für jeden Radfahrer etwas dabei: Es gibt Routen verschiedener Schwierigkeitsgrade (leicht bis schwer) sowie Strecken für unterschiedliche Fahrrad-Arten (Mountainbikes, Rennräder, Trekking- und Cityräder).

Dortmund-Ems-Kanal-Route

Vom Ruhrgebiet bis zur Nordsee: Die Dortmund-Ems-Kanal-Route (kurz: DEK-Route) verbindet auf einer Strecke von etwa 350 Kilometern Dortmund und Norddeich. Der Radfernweg verläuft nahezu ohne Steigungen entlang des namensgebenden Dortmund-Ems-Kanals und durchquert die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Emscher Park Radweg

Mitten im Ruhrgebiet verläuft der Emscher Park Radweg - genauer gesagt als 225 Kilometer Rundweg zwischen Duisburg und Dortmund. Dessen Route verläuft im nördlichen Teil in der Nähe des Rhein-Herne-Kanals sowie der namensgebenden Emscher und des Datteln-Hamm-Kanals, im südlichen Teil zwischen den beiden Kanälen und der Ruhr. Durch die Verbindung mit dem Rundkurs Ruhrgebiet (siehe unten) sind unterschiedliche Touren mit verschiedenen Längen möglich. 

Emscher-Weg

Wie der Name vermuten lässt, verläuft der Emscher-Weg größtenteils entlang der Emscher. Der 2004 fertiggestellte Radweg beginnt an der Emscherquelle in Holzwickede und führt über 120 Kilometer bis zur Mündung des Flusses in den Rhein bei Dinslaken.

Erzbahnradweg

Auf einer ehemaligen Bahnstrecke zwischen Bochum und Gelsenkirchen verläuft der Erzbahnradweg. Er verbindet auf neun Kilometern den Bochumer Westpark kreuzungsfrei mit dem Emscher-Weg. Die Route bietet interessante Ausblicke auf die umliegende Industielandschaft und verläuft zudem über mehrere große und spektakuläre Brücken. Ein weiteres Highlight: Vom Radweg aus kann man einen Blick in die ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen werfen.

Hellweg-Route

Entlang des historischen Hellwegs in Westfalen führt die Hellweg-Route. Von der Ruhr in Dortmund führt sie über die Kreise Unna, Soest, Paderborn nach Höxter.

Lenneroute

Auf einer Strecke von rund 140 Kilometern verbindet die Lenneroute Winterberg mit Wettter (Ruhr). Der Radweg beginnt an der Lennequelle auf dem Kahlen Asten und führt entlang des namnesgebenden Flusses Lenne durch die Kreise Olpe und Märkischer Kreis an der Mündung in Hagen vorbei nach Wetter. Neben einer Hauptroute können die Nutzer über zwei Nebenrouten fahren, die zum einen an Sehenswürdigkeiten abseits des Lennetals und zum anderen an einigen Kraftwerken vorbei führen.

Rheinischer Esel

Einen etwas gewöhnungsbedürftigen Namen für einen Radweg hat der Rheinische Esel, der auf einer ehemaligen Bahntrasse zwischen Dortmund und Bochum liegt. Vom Bahnhof in Dortmund-Löttringhausen führt die Route über Witten bis Bochum-Langendreer. 

Rheinradweg

Durch gleich fünf europäische Länder führt der Rheinradweg. Aus dem Rhein-Quellgebiet in der Schweiz verläuft die "EuroVelo-Route EV 15" über insgesamt 1230 Kilometer durch Österreich, Frankreich und Deutschland bis zur Mündung in die Nordsee in Rotterdam. 

Rundkurs Ruhrgebiet

Der Name ist Programm: Auf einer Strecke von 350 Kilometern können die Nutzer einmal rund um das Ruhrgebiet radeln. Der Radfernweg verläuft im südlichen Teil von Schwerte bis zur Mündung in Duisburg größtenteils in Sichtweite zum Fluss. Von Duisburg aus führt der Weg nach Wesel und von dort aus entlang der nördlichen Grenze des Ruhrgebiets. Durch die Verbindung mit dem Emscher Park Radweg (siehe oben) sind unterschiedliche Touren mit verschiedenen Längen möglich. 

SauerlandRadring

Der SauerlandRadring ist ein rund 124 Kilometer langer Rundweg durch die Kreise Olpe und HSK. Der Start- und Zielpunkt liegt in Finnentrop, von dort führt der Radweg durch Eslohe, Meschede, Schmallenberg und Lennestadt. Die Strecke verläuft überwiegend auf zwei ehemaligen Bahntrassen. Weil sie zum Teil dem Flusslauf der Lenne folgt, gibt es nur wenige Steigungen.

Von-Ruhr-zur-Ruhr-Radweg

Auf zwei ehemaligen Bahnstrecken verläuft größtenteils der Von-Ruhr-zur-Ruhr-Radweg, der über 55 Kilometer durch die Städte Hattingen, Sprockhövel, Gevelsberg, Wetter und Witten führt.

Waren Sie bereits auf dem RuhrtalRadweg unterwegs und haben dort tolle Erlebnisse gehabt? Dann berichten Sie uns davon! Wir freuen uns auf Ihre Mails, die Sie an internet@sauerlandkurier.de schicken können.

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