Abschied nach 107 Jahren

Monika Krähling wird ab März 2010 das Modehaus von Martin Schenk weiterführen. Foto: Michaela Rickert

Die Entscheidung ist Martin Schenk nicht leicht gefallen. Nach 107 Jahren am Standort Schmallenberg wird Anfang 2010 das Traditions-Modehaus seine Türen schließen. Die gute Nachricht: im März 2010 geht es unter neuer Führung weiter.

Monika Krähling, Inhaberin des Modegeschäftes "Outfit", wird unter dem Namen "Schmallenberger Modehaus" am 1. März nach einer Umbauphase im Februar das Geschäft wieder eröffnen. Der Stil des Geschäftes wird beibehalten und durch eine "Feine Kollektion" bekannter Marken für junge Leute ergänzt. Auch wichtig: die Arbeitsplätze bleiben weitestgehend alle erhalten. Und selbstverständlich wird auch das Geschäft Outfit von Monikas Krähling weitergeführt.

Keine Insolvenz

Anders als bei Quelle oder Arcandor schließt Martin Schenk nicht aufgrund eines Insolvenzverfahrens, sondern aufgrund fehlender Nachfolger. "Da meine zwei Kinder andere berufliche Wege gehen und eine angestrebte Investoren-Übernahme zum September diesen Jahres nicht gelungen ist, werde ich mein Geschäft Anfang 2010 schließen", sagt Martin Schenk. Der Schmallenberger hat das Rentenalter natürlich noch nicht erreicht, doch jetzt sei es noch früh genug, etwas Neues zu wagen.

1902 in der Oststraße 69 gegründet, wurde das Geschäft zunächst von der Oma (Elisabeth Schenk) des jetzigen Besitzers Martin Schenk weitergeführt, bis im Jahr 1950 Bernhard Schenk das Geschäft übernahm. Im Jahr 1987 erfolgten nach einigen Erweiterungen die Verlegung des Hauptgeschäftes in die Weststraße 11. 1992 übernahme Martin Schenk die Gesamt-Verantwortung. Nach einigen Neueröffnungen in Schmallenberg erfolgte im Jahr 2004 die Fokussierung auf das jetzige Geschäft in der Weststraße 11. Um sich bei den Kunden für die langjährige Treue zu bedanken startet am morgigen Donnerstag, 29. Oktober, ein großer Totalausverkauf. Stammkunden des Modehaus Schenk sind allerdings schon ab heute zum Ausverkauf eingeladen.

Kamerateam vor Ort

Dass ein Totalausverkauf in Zeiten der Wirtschaftskrise auch ohne "großes Heulen und Zähneknirschen" über die Bühne gehen kann, hat das Interesse eines Fernseh-Senders geweckt, der den heutigen Ausverkauf für die Stammkunden mit einer Kamera begleiten wird. Der Sendetermin wird zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt.

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