Nach 19 Jahren im Amt

Astrid Völlmecke wird als g.u.t.-Vorsitzende verabschiedet 

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Peter Schmidt überreichte Astrid Völlmecke ein Abschiedsgeschenk.

Bad Fredeburg. Eigentlich hatte sie sich vorgenommen, keine Tränen zu vergießen. Bei ihren Abschiedsworten wurde es dann doch emotional. Nach 19 Jahren im Amt verkündete Astrid Völlmecke bei der Jahreshauptversammlung des Gewerbe und Touristik e.V. (g.u.t.) Bad Fredeburg, dass sie für den Posten der Ersten Vorsitzenden nicht mehr kandidieren werde.

„Es ist Zeit für mich zu gehen. Es tut weh, aber es ist die richtige Entscheidung“, sagte Astrid Völlmecke unter Tränen. Sie sei stolz, dass sie das Amt so lange ausüben durfte. Besonders am Anfang sei es eine große Herausforderung gewesen. „Ich habe interessante Menschen kennengelernt, viele Kontakte knüpfen können, und es hat mich in meiner Persönlichkeit weitergebracht“, so Völlmecke, die ihren Vorstandskollegen sowie Unterstützern Ludwig Poggel und Paul Hermes dankte. „Ich wünsche dem Vorstand weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Arbeit“, schloss sie ihre Abschiedsrede. Astrid Völlmecke ist bis Ende des Jahres beim Projekt Gesundheitslabor beschäftigt und steht anschließend dem g.u.t. in anderer Form wieder zur Verfügung.

„Ich möchte mich herzlich für die persönliche und angenehme Zusammenarbeit bedanken. Ich habe dich immer bewundert, auch für deine Arbeit in schwierigen Zeiten“, sagte Peter Schmidt, zweiter Vorsitzender des g.u.t., der nun gemeinsam mit Daniel Welter, der ebenfalls zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde, als Doppelspitze den Verein anführen wird. Ein neuer Vorsitzender konnte im Rahmen der Versammlung nicht gefunden werden. Einstimmig beschlossen wurde daher eine Satzungsänderung, die es erlaubt, dass der geschäftsführende Vorstand handlungsfähig bleibt, auch wenn der Posten des Vorsitzenden nicht besetzt ist. „Wir hoffen, dass wir vielleicht bei der nächsten Versammlung wieder einen neuen Vorsitzenden bekommen“, nimmt Schmidt die jüngere Generation in die Pflicht. Wiedergewählt wurde indes Michael Kraas als Beisitzer.

Beim Rückblick auf das Jahr 2018 hob Astrid Völlmecke zuvor die hohen Besucherzahlen beim Schwammklöppermarkt hervor, der auch erhalten bleiben solle. Nicht so gut besucht waren Kneipennacht und Gesundheitsmesse. Ob und in welcher Form diese nächstes Jahr noch durchgeführt werde, bleibe abzuwarten. Der Lichterzauber sei von der Außenwirkung her nicht sehr gut gewesen und werde nicht mehr stattfinden. Der verkaufsoffene Sonntag soll aber bestehen bleiben. Ideen hierfür seien gefragt. Die Gewerbemesse in diesem Jahr entfalle – Stand jetzt – aufgrund des geringen Interesses. Die regelmäßigen Angebote seien gut gelaufen und werden auch 2019 wieder durchgeführt.

Durch die Geschäftsaufgabe von sieben Ferienwohnungen und des Hotels die Welt seien die Kurbeiträge um 1.990 Euro gesunken, Liane Wiglinghoff konnte trotzdem von einer positiven Kassenlage berichten.

In diesem Jahr stehen unter anderem einige Projekte an, wie das Erstellen eines Kneippweges, die Verlegung des Walderlebnispfades (auch mit neuen Stationen) aufgrund der Ortsumgehung oder die Zertifizierung der Gästeinfo. Zudem wurde unter Federführung des g.u.t. eine Kleingruppe zum Thema Stadtentwicklung gegründet, in der Bürger Ideen und Kritik äußern können – auch mit Blick auf Veränderungen des Ortskerns durch die Ortsumgehung.

Zum Thema Stadtentwicklung informierte Bezirksausschussvorsitzender Ludwig Poggel. Der erste große Teil (Brückenbauwerke) der Ortsumgehung werde Anfang Juli 2019 gestartet. Bei der Renaturierung der Frettelt mit Umbau des Parks warte man auf die Förderzusage der Bezirksregierung und hoffe, im Herbst starten zu können. Die Außenanlagen des Kurhauses sollen nach dem Schützenfest angegangen werden, zudem werde derzeit eine Kurhaus-Mängelliste abgearbeitet.

Termine 2019 sind: Osterkonzert im Kurhaus, Kneipennacht (im Herbst), Discgolfturnier (Datum offen), Schwammklöppermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag am 22. September.

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