50 Jahre Jubiläum

Beratungsstelle zeigt neue und altbewährte Wege zur Unterstützung von Familien auf

Das Team der Beratungsstelle (von links): Dr. Kathrin Krick, Nela Riße, Karin Kommoß, Gertrud Budeus, Willemein De Rudder, Katharina Hegener und Petra Kotthoff.

Meschede/Schmallenberg – Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche feierte kürzlich ihren 50. Geburtstag. An den beiden Standorten in Meschede und Schmallenberg werden pro Jahr rund 400 Familien betreut.

Peter Fuhrmanns, Vorstand des Caritasverbands Meschede, begrüßte als Gäste Landrat Dr. Karl Schneider, Vertreter der Stadt und des Jugendamts Schmallenberg, des Kreisjugendamts, den Psychiatriekoordinator Christian Rademacher, Pfarrer Michael Schmitt sowie Vertreterinnen der Familienzentren, Kindergärten, Schulen und anderen Beratungsstellen im Kreis sowie des Caritasverbands. 

Fuhrmanns schilderte, wie aus der kleinen Stelle, die 1969 in der Kolpingstraße gegründet wurde, wegen hoher Nachfrage schon 1973 eine zweite, unabhängige Beratungsstelle für den Altkreis Brilon hervorging. Neben der Hauptstelle, die heute in der Steinstraße 12 zu finden ist, wurde 1986 die Außenstelle in Schmallenberg geschaffen. Nachdem es über Jahrzehnte kaum Wechsel in der personellen Besetzung gegeben hatte, hat sich das Team in den vergangenen beiden Jahren neu aufgestellt. 

Personelle Ausstattung nahezu unverändert

Trotz der im Laufe der Jahre stark gestiegenen Arbeitsbelastung sei die personelle Ausstattung bis heute nahezu unverändert geblieben. Finanziert werden die Personalkosten über das Landesjugendamt, den Hochsauerlandkreis und die Stadt Schmallenberg. Die Sachkosten trägt der Caritasverband. „Die Erkenntnis, dass Erziehungsberatung eine niederschwellige, präventive Hilfe zu vergleichsweise niedrigen Kosten bietet, sollte Überlegungen reifen lassen, die vorhandenen Geldmittel so zu platzieren, dass die Besetzung absehbar angehoben wird, wie es der 14. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung empfiehlt“, warb Fuhrmanns. 

Landrat Dr. Schneider gratulierte in seinem Grußwort zu dem besonderen Jubiläum. „Das verdient Respekt und große Anerkennung, gerade vor dem Hintergrund, dass sich in einem so großen Zeitraum mehr als nur ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen hat.“ Er erkannte an, dass die Arbeit nicht weniger, sondern mehr geworden sei. Aktive Beratungsarbeit stelle sich heute auch durch eine enge Vernetzung mit Schulen und Kindergärten dar. 

Veränderungen in den Familien wie auch in der Arbeit der Beratungsstelle fasste die Leiterin, Dr. Kathrin Krick, in einem Fachvortrag zusammen. Sie hob hervor, dass Lebensformen über die vergangenen Jahrzehnte vielfältiger und individueller geworden seien. 

Hohe Raten von Trennung, Scheidung und neu zusammengesetzten Familien, die besondere Belastung von Alleinerziehenden, aber auch der Einfluss neuer Medien seien nur einige von vielen Herausforderungen, vor denen Familien heute stehen. „Wir haben auch nicht auf jede Frage eine Antwort, aber wir hören Ihnen zu, nehmen uns Zeit und suchen gemeinsam mit Ihnen nach einer Lösung“, so lautete es auf einem alten Plakat und so ließe sich die Arbeit der Beratungsstelle auch nach 50 Jahren noch am besten beschreiben, hieß es abschließend.

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