Drei Feuerwehrleute im Einsatz verletzt

Großbrand in Lagerhalle: Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

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[Update] Gleidorf - Nächtlicher Einsatz für die Feuerwehr: In Gleidorf brannte in der Nacht zu Sonntag eine Lagerhalle. Bei den Löscharbeiten wurden drei Einsatzkräfte verletzt.

Wie die Polizei mitteilt, war das Feuer gegen 0.30 Uhr ausgebrochen. Die Halle in unmittelbarer Nähe des Raiffeisen-Marktes im Schmallenberger Ortsteil wurde demnach vor zwei Wochen zuletzt durch einen Berechtigten betreten. Darin waren nach Polizeiangaben forstwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge gelagert. 

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der vordere Teil des als Lagerhalle genutzten Gebäudes bereits im Vollbrand. "Durch eine offene Bauweise haben sich die Flammen schnell in Richtung des hinteren Hallenteils ausgebreitet", erklärte der Einsatzleiter und stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Jürgen Schneider. 

Wind erschwert die Löscharbeiten

Aufgrund der Lage wurden sofort weitere Einheiten nachalarmiert. Primäres Ziel war es laut Feuerwehr, eine weitere Brandausweitung zu verhindern. "Dies wurde erheblich durch den starken Wind die Tatsache erschwert. Problematisch war auch, dass zunächst nicht klar war, was in der Halle überhaupt gelagert wurde", teilte die Feuerwehr mit.

Nächtlicher Feuerwehr-Einsatz: Großbrand in Lagerhalle in Gleidorf

Von der Drehleiter des Löschzuges Bad Fredeburg und von mehreren Seiten von außen nahmen die Einsatzkräfte unter Atemschutz einen umfassenden Löschangriff vor. Dadurch wurde der Feuerwehr zufolge ein Durchbrennen in den hinteren Hallenteil und ein Übergreifen auf angrenzende Bäume und Wiesenflächen verhindert.

In diesem Teil retteten die Branschützer zudem zwei historische Kutschen, die darin abgestellt waren. "Als die Flammen soweit eingedämmt waren, dass ein gefahrloses Betreten der Halle für die Einsatzkräfte möglich war, wurden weitere Löschmaßnahmen im Innenangriff vorgenommen", schilderte die Feuerwehr. 

Kripo ermittelt zur Brandursache

Die insgesamt 87 Einsatzkräfte aus den Löschzügen Schmallenberg und Bad Fredeburg sowie den Löschgruppen Gleidorf, Niedersorpe, Grafschaft und Oberkirchen mussten neben den unmittelbaren Löschangriff auch eine umfangreiche Wasserversorgung aufbauen. "In Anbetracht der Größe der Einsatzstelle kam der Atemschutzwerkstatt Grafschaft, die mit einem Gerätewagen vor Ort war, besondere Bedeutung zu. Ohne ausreichende Versorgung mit Atemluft für die Atemschutzgeräte ist ein solcher Einsatz nicht zu bewerkstelligen", erklärte die Feuerwehr.

In den Morgenstunden wurden dann zur Ablösung die Löschgruppen Fleckenberg und Dorlar alarmiert. "Bei den Löscharbeiten wurden drei Feuerwehrleute leicht verletzt", heißt es im Polizeibericht. Beamte der Kriminalpolizei haben vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Dazu gibt es aber noch keinen neuen Sachstand, wie Polizeisprecher Sebastian Held im Gespräch mit dem SauerlandKurier erklärte: "Wir ermitteln in alle Richtungen. Brandstiftung kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden." Vorraussichtlich werde ein Brandsachverständiger eingeschaltet.

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