Unterschriftenaktion

Bürgerinitiative setzt sich „gegen Verkehrslärm im Lenne- und Sorpetal“ ein

Bürgerinitiative Verkehrslärm Lennetal Sorpetal
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Die „Bürgerinitiative gegen Verkehrslärm im Lenne- und Sorpetal“ hat bereits rund 300 Unterschriften gesammelt. Ihr Ziel ist es, langfristig den stetig zunehmenden Verkehrslärm durch Pkw, Lkw, Schwerlasttransporte sowie Motorradfahrer zu minimieren, umzuleiten oder sogar ganz abzuschaffen.

Rund 300 Unterschriften, weitere Ortschaften, die sich anschließen und an der Unterschriftenaktion beteiligen wollen sowie Unterstützung aus der Politik. Die „Bürgerinitiative gegen Verkehrslärm im Lenne- und Sorpetal“ stößt auf offene Ohren und Gleichgesinnte. Ihr Ziel ist es, langfristig den stetig zunehmenden Verkehrslärm durch Pkw, Lkw, Schwerlasttransporte sowie Motorradfahrer zu minimieren, umzuleiten oder sogar ganz abzuschaffen.

Oberkirchen – „Wir haben jetzt schon viel Aufmerksamkeit erzielt. Jede Menge Listen sind unterschrieben worden und Landrat Dr. Karl Schneider steht voll hinter uns. Unser Ziel ist es Linderung, Besserung oder sogar knallharte Maßnahmen zu erzielen und einen Antrag an die Bundesregierung zu stellen“, erklärte Hubertus Dohle auf der Bürgerversammlung in Oberkirchen.

Man habe bereits in den letzten fünf Wochen viel erreicht, jetzt sei es an der Zeit die Belange der Politik abzuverlangen und überparteiliche Termine zum Ende der Sommerferien zu vereinbaren. Überall Tempo 50 an den Wochenenden und Feiertagen, Blitzstationen und Messgeräte entlang der Straßen sowie Unterstützung durch die Polizei könnten laut den Verantwortlichen der Bürgerinitiative Erleichterung verschaffen. „Letztes Jahr wurde im Juli als auch im August das Verkehrsaufkommen an zehn Tagen gemessen. Über 2.000 Motorräder, 1.500 Schwerlasttransporte und 40.000 normale Fahrzeuge sind durch das Nadelöhr im Lennetal Richtung Nordenau gefahren“, so Dohle.

Das sei eindeutig zu viel, sind sich die Bürger aus Oberkirchen, Westfeld-Ohlenbach, Nordenau, Sorpetal, Grafschaft, Gleidorf und Bad Fredeburg einig.

„Wir können am Wochenende aufgrund des Lärms nicht mehr auf unserer Terrasse sitzen. Innerhalb von nur einer halben Stunde sind 65 Motorradfahrer auf der Winterberger Straße vorbeigefahren“, erklärte einer Anwohnerin.

Viele Motorradfahrer würden in Kolonnen kommen und bei 30 Prozent sei es einfach das Ansinnen, richtig Gas zu geben. Da müsse laut den Anwohnern dringend etwas getan werden.

Tiroler Modell als Möglichkeit

Das Tiroler Modell sei eine Möglichkeit, „Krachkisten“ zu verhindern. „Ist ein Motorrad zu laut, wird es sofort stillgelegt und der Fahrer erhält ein Bußgeld in Höhe von 220 Euro. Die Österreicher haben mit ihrem Modell erreicht, dass die lauten Maschinen nicht mehr kommen. Unser Ziel ist es auch, die Truppen nicht mehr hier zu haben, die wie auf einem wilden Pony reiten“, ergänzte Initiator Hubertus Dohle.

Gestraffte Grenzwerte auf EU-Ebene, härtere Strafen für Motorradfahrer, ein neues Verkehrskonzept mit 30er Zonen oder sogar Fahrverbote am Wochenende sind Forderungen der „Bürgerinitiative gegen Verkehrslärm im Lenne- und Sorpetal“. Die Straßen im Sauerland dürften nicht als Rennstrecken und zum Frustabbau genutzt werden.

Unsere engen Straßen sind nicht für den Schwerlastverkehr ausgelegt. Dichtes, schnelles Fahren sowie die fehlenden Bürgersteige in Westfeld sind insbesondere für Kinder gefährlich.

Annette Droste

Lösungen müssten angestrebt werden, um in der Gesamtsumme den Verkehrslärm für Anwohner, Einheimische und Urlauber zu minimieren als auch für einen geringeren CO2-Ausstoß zu sorgen und etwas gegen den voranschreitenden Klimawandel zu unternehmen.

„Unsere engen Straßen sind nicht für den Schwerlastverkehr ausgelegt. Dichtes, schnelles Fahren sowie die fehlenden Bürgersteige in Westfeld sind insbesondere für Kinder gefährlich. Es muss eine Verkehrsberuhigung erzielt werden, die Lkw müssen langfristig auf größere Straßen umgeleitet werden“, so Annette Droste von der „Bürgerinitiative gegen Verkehrslärm im Lenne- und Sorpetal“ abschließend.

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