burgbad wechselt Besitzer

(gnu)

Eine Ära geht zu Ende: Die burgbad Aktiengesellschaft wechselt voraussichtlich in den kommenden Wochen den Besitzer. Die Inhaber-Familie Ruddies kündigte an, ihre Mehrheit der Aktien an die türkische Eczacibasi-Gruppe zu verkaufen. Als Kaufpreis für 47,2 Prozent der Aktien sind 33,4 Millionen Euro im Gespräch.

Noch müssten die deutschen und türkischen Kartell-Behörden zustimmen. Da der türkische Konzern schon in den vergangenen Monaten an der Börse reichlich burgbad-Aktien eingekauft hat, wird er damit zum Mehrheits-Eigner. Für den Fall, dass der Deal zustande kommt, haben die türkischen Investoren auch den restlichen Aktionären ein außerbörsliches Übernahme-Angebot gemacht.

Für Mitarbeiter soll sich nichts ändern

Für die knapp 180 Mitarbeiter der Produktion und der Aktiengesellschaft in Bad Fredeburg sowie für die weiteren 400 burgbad-Beschäftigten in Hessen und Bayern soll sich nach Auskunft des Unternehmens nichts ändern. Der türkische Investor hat bereits mehrere Unternehmen aus der Bad-Einrichter und Sanitär-Branche gekauft und gilt als weltweit größter Komplettanbieter für Badezimmer-Lösungen. Davon soll auch burgbad profitieren. Vorstand und Noch-Besitzerin Annelie Ruddies-Warwitz geht davon aus, dass burgbad mit dem neuen Eigentümer eine positive Zukunft bevorsteht. In den vergangenen Jahren hatte bereits vor allem das gut laufende Auslandsgeschäft dafür gesorgt, dass burgbad für Investoren interessant wurde. Nun — so sagt der Vorstand voraus — stehen burgbad weitere Märkte und damit auch Kunden offen, denen die Bad Fredeburger ihre noblen Badezimmer-Einrichtungen bislang nicht präsentieren konnten. In der Belegschaft sorgte die Nachricht vom bevor stehenden Verkauf dennoch für Aufregung. Bei einer Betriebsversammlung wurden die Mitarbeiter am Montag über die Pläne informiert.

Eczacibasi ist ein Mischkonzern, der neben anderen Anbietern aus der Bau- und Sanitärbranche auch mit Pharmazie-Produkten, mit Schweiß-Elektroden, Informationstechnologie, Finanzdienstleistungen und Papiertaschentüchern Umsatz macht. Im vergangenen Jahr immerhin rund zwei Milliarden Euro. Zu dem Konzern gehören mehr als 40 Unternehmen mit mehr als 9000 Mitarbeitern.

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