Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Christine-Koch-Schule Schmallenberg wird Mitglied des deutschlandweiten Netzwerks

Die Christine-Koch-Schule in Schmallenberg ist jetzt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Schmallenberg – Warum werden immer noch so viele Menschen täglich angegriffen und aus der Gesellschaft ausgeschlossen? Warum gibt es so viele Vorurteile gegenüber anderen Menschen? Wie können wir es schaffen, dass jeder so respektiert wird wie er ist? Mit diesen und ähnlichen Fragen hat sich eine Schülergruppe der Christine-Koch-Schule Schmallenberg aus den Jahrgängen 8 und 9 über ein halbes Jahr lang mit ihrer Lehrerin beschäftigt.

Gemeinsam haben sie eine Schulumfrage erstellt und alle Schüler der Schule nach ihren Erfahrungen mit Diskriminierung und Gewalt sowie Wünschen für ein gelungenes Miteinander befragt. Schnell habe sich herausgestellt, dass viele Schüler selbst schon einmal Gewalt und Ausgrenzung erlebt haben und sie aktiv etwas dagegen tun möchten. Sie wünschten sich ein respektvolles und tolerantes Miteinander, nicht nur in der Schule, sondern auch im gesamtgesellschaftlichen Zusammenleben. Denn schließlich sei jeder Mensch „ein Mensch wie WIR“!

Deshalb hat sich die gesamte Schulgemeinschaft auf den Weg gemacht, um Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu werden. Die Schüler/innen und Lehrer/innen der Christine-Koch-Schule haben sich mit ihren Unterschriften dazu verpflichtet, sich in Zukunft gegen jede Form der Diskriminierung, Mobbing und Gewalt zu wenden und sich aktiv für ein tolerantes und respektvolles Miteinander einzusetzen.

Mit dem Siegel an der Tür, das aufgrund der derzeitigen Umstände erst zu einem späteren Zeitpunkt feierlich verliehen werden kann, setzt die Christine-Koch-Schule ein starkes Zeichen nach außen hin. Gleichzeitig symbolisiert das Siegel die Vernetzung mit den anderen Schulen des deutschlandweiten Netzwerkes: „wir sind nicht alleine mit unserem Anliegen“.

Unterstützung bekommt die Schule dabei von ihrem Schulpaten Julian Schauerte. Julian sei nicht nur Profifußballer bei Preußen Münster und deshalb ein optimaler Pate der DFB-Partnerschule, sondern auch gebürtiger Schmallenberger. Und was noch viel wichtiger sei: Er setzt sich selbstbewusst gegen Diskriminierung jeglicher Art im Profifußball ein und unterstützt die Schule begeistert bei diesem Projekt. „Man hört leider immer wieder, dass es zu rassistischen Äußerungen kommt. Bei unserem Spiel Preußen Münster gegen Würzburg habe ich Rassismus live und sehr nah miterlebt. Das war das Schlimmste, was ich im Fußball erlebt habe. Aber die Reaktion von den Fans, den Spielern, den Verantwortlichen hat mir Mut und Zuversicht gegeben, dagegen vorzugehen. Deswegen freue ich mich sehr, die Haltung der Christine-Koch-Schule zu unterstützen. Multikulti ist hier seit Jahrzehnten eine Bereicherung und gemeinsam können wir bestimmt einiges bewegen“, so der Fußballprofi.

Mit der Verleihung des Siegels und der Aufnahme in das Netzwerk ist die Arbeit aber nicht beendet – im Gegenteil, sie geht erst richtig los. Denn der mutige Einsatz für ein respektvolles Miteinander ohne Ausgrenzung und Gewalt höre niemals auf – auch nicht durch ein Siegel an der Tür. Und so werden sich die Schülerinnen und Schüler auch in Zukunft intensiv mit diesen so wichtigen Themen beschäftigen und aktiv werden, auch wenn es oft Courage abverlangt.

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