Öffnung steht auf der Kippe

Corona-Modellkommunen im Sauerland: Öffnungen stehen auf der Kippe

Außengastronomie soll in den Modellkommunen wieder möglich sein. Doch im Sauerland steht das auf der Kippe.
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Außengastronomie soll in den Modellkommunen wieder möglich sein. Doch im Sauerland steht das auf der Kippe. (Symbolfoto)

Ist das Pilotprojekt mit Öffnungen in den Modellstädten Schmallenberg und Winterberg schon vor Beginn gescheitert? Die bundesweite Notbremse könnte beiden Städten buchstäblich einen Strich durch die Rechnung machen und dazwischen grätschen, denn Voraussetzung für die Öffnung am 26. April ist ein niedriger Inzidenzwert unter 100. 

Schmallenberg/Winterberg/Eslohe/Hallenberg/Medebach – Die derzeitige 7-Tage-Wert liegt laut Robert-Koch-Institut im Hochsauerlandkreis aktuell (Stand 15. April) bei 137,8, bundesweit sogar bei 160,1. (News zu Corona im HSK)

„Bisher haben wir noch keinen Anruf vom Land erhalten. Wir warten darauf, dass uns mitgeteilt wird, was wir von unserem Konzept umsetzen dürfen. Derzeit bereiten wir uns auf die Öffnung vor“, teilte Rabea Kappen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Winterberg, mit. (News zum

Corona im HSK: Öffnungen in Modellkommunen auf der Kippe - Konzepte fertig

Es sei besser, ein fertiges Konzept in der Schublade zu haben, um nach dem möglichen bundesweiten Lockdown schnellstmöglich mit dem Modellprojekt starten zu können.

Bereits am 9. April hatte Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, die ausgewählten Städte bekanntgegeben, die unter strengem Hygiene- und Testregime eingegrenzte Bereiche modellhaft öffnen dürfen. Ziel soll es dabei in Schmallenberg und Winterberg sein, die heimische Wirtschaft als auch den Tourismus unter einem strickten Pandemiemanagement in den Bereichen Tourismus und Outdoor-Aktivitäten, Konzepte für einen kontaktarmen Urlaub in Ferienwohnungen, Hotels und auf Campingplätzen sowie für Kultur- und Sportangebote anzukurbeln.

Corona im HSK: Welche Inzidenz ist für Öffnungen relevant?

Schmallenbergs Bürgermeister Burkhard König gab folgende Erklärung zur derzeitigen Situation ab: „Wir haben am Dienstagnachmittag ein Schreiben vom Wirtschaftsministerium erhalten mit der Information, dass wir am 26. April Modellstadt sind. In einem Gespräch würden wir kurzfristig erfahren, was wir öffnen dürfen. Der Inzidenzwert für die Öffnung muss unter 100 liegen. Wir wissen noch nicht, ob der kreisweite Wert oder möglicherweise ein örtlicher Wert herangezogen werden.“

Neben Schmallenberg und Winterberg kommen auch die Städte Hallenberg und Medebach sowie die Gemeinde Eslohe als Modellprojekt zum Zuge. Sie hatten sich gemeinsam beworben. Das erfuhr der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff am Donnerstag aus dem zuständigen Wirtschaftsministerium.

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