Mitglieder des WDR-Sinfonieorchesters zu Gast

Dackl trifft Grundschüler in Bödefeld

Musiker des WDR-Sinfonieorchesters stellten sich gemeinsam mit Dackl den Fragen der Bödefelder Grundschüler.

Bödefeld. Wenn im Frühling 100 Kinder lautstark ein Weihnachtslied singen, ist das ungewöhnlich. Ungewöhnlich wie das Programm „Dackl trifft Mendelssohn-Bartholdy“ des WDR-Sinfonieorchesters. Dabei machten vier Musiker jetzt Halt in Bödefeld, eine Geigerin, ein Geiger, ein Musiker mit Bratsche und einer mit Kontrabass. „Hark!The Herald Angels sing“ klang es durch die Bödefelder Grundschule.

Was heute als englisches Weihnachtslied bekannt ist, war aber früher eine Melodie aus Felix Mendelssohn-Bartholdys Festgesang zur Jubiläumsfeier des Buchdrucks in Leipzig. Das ist aber nur eine der vielen netten Anekdoten von „Dackl“ in Bödefeld. Dackl, per Video zugeschaltet, der durchs Programm führte, erklärte den Grundschülern Wissenswertes über den Komponisten, Dirigenten und Pianisten Felix Mendelssohn-Bartholdy. Zum Beispiel, dass ohne dessen berühmten Hochzeitsmarsch heute womöglich gar nicht geheiratet würde.

 Auch die Lieblingskissen von Felix und seiner Schwester Fanny, die vielleicht sogar die bessere Musikerin war, erklärten, dass die „Lieder ohne Worte“ auf Briefen von Felix und Fanny beruhten. So erfuhr das junge Publikum, dass sich die Geschwister Noten statt Worte hin und her geschickt hatten. Dass Mendelssohn auch als Schwimmer Talent hatte, erklärte Badekappe Haubi dem Dackl, der auch gleich versuchte mit Wasser im Mund zu singen. Schließlich erläuterten die Pasta Band und Dudi Dudelsack, woher der Komponist Ideen zu seinen Stücken hatte, nämlich durch Reisen in verschiedene europäische Länder. 

Musiker sollen wiederkommen

Immer wieder untermalten die Musiker Dackls Ausführungen beeindruckend mit Mendelssohns Musik und ernteten dafür tosenden Applaus. Die Kinder erfuhren aber nicht nur etwas über den Komponisten, sondern auch über die Musikinstrumente. Denn die Musiker vom WDR- Sinfonieorchester erklärten ihre jeweiligen Instrumente und spielten dann auch ein Stück von Bach, dessen Bekanntheit Felix Mendelssohn-Bartholdy zu verdanken ist. 

Doch natürlich durften die Kinder den Profimusikern noch Fragen stellen und die reichten von „Wieso ist der Kontrabass so groß?“ bis „Warum braucht ihr alle einen Bogen zum Spielen?“ Die Musiker erklärten, dass der Bogen mit Pferdehaaren des Schweifes bespannt ist und vieles mehr. Spannender kann eine Musikstunde kaum sein. Und so reichte leider die Zeit nicht aus, alle Fragen zu klären. Darum waren sich alle einig, dass die Musiker im kommenden Jahr wiederkommen sollten, um einen anderen Komponisten mit ihren Instrumenten vorzustellen.

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