Dorfleben blüht auf

"Unser Dorf hat Zukunft" ist ein Wettbewerb, der seit 1961 in den meisten deutschen Bundesländern stattfindet. Teilnehmen können daran alle Dörfer, die weniger als 3000 Einwohner haben. Die Orte, die bei diesem Wettbewerb eine Goldmedaille erhalten, dürfen sich von da an "Golddorf" nennen. Beim ersten Wettbewerb vor 50 Jahren, damals noch unter dem Namen "Unser Dorf soll schöner werden", ging es vor allem um die Grüngestaltung und den Blumenschmuck im Ort.

Heute geht es nicht mehr nur um schöne Blumen, auch auf die Lebensqualität für die Einwohner kommt es an.

Die Bedeutung des ländlichen Raumes als wichtiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen, aber auch für Wirtschaft und Kultur soll heute damit betont werden.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch die Nachhaltigkeit bei der Gestaltung der Zukunft.

Das geschieht zudem unter Beachtung infrastruktureller Aspekte der teilnehmenden Dörfer.

Die bisher höchste Punktezahl, die jemals in der Geschichte des Wettbewerbs vergeben wurde, erreichte Gersbach (Schopfheim) im Schwarzwald im Jahre 2004 mit 98 von 100 Punkten.

Im Schmallenberger Sauerland und in Eslohe erhielten bereits zehn Dörfer die Auszeichnung und dürfen sich jetzt "Golddorf" nennen. Seit 1977 ist Fleckenberg ein "Golddorf", seit 1965 Grafschaft, Holthausen kam 1979 dazu. Kirchrarbach bekam 1991 die Auszeichnung, Latrop 2004, Niedersorpe 1995 und Oberhenneborn 1985. Oberkirchen kann sich seit 1967 als "Golddorf" bezeichnen, Westfeld seit 1975 und Wenholthausen seit 1985. Bödefeld erhielt 1981 die Silbermedaille, 1998 wurde auch Lenne mit der silbernen Medaille ausgezeichnet.

Sogar in Frankreich ist der Wettbewerb inzwischen bekannt. Dort werden unter dem Namen "Conseil national des villes et villages fleuris" die schönsten Orte des Landes gesucht und ausgezeichnet.

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