Ehrenamtlich Streit schlichten

Im Rathaus trafen sich Schiedsmänner, Rats- und Gerichtsvertreter zu der kleinen Feierstunde Foto: Michaela Rickert.

Während Schiedsmann Klaus Didam durch die Stadtvertretung für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren wiedergewählt worden ist, schied Gerhard Schmidt jetzt auf eigenen Wunsch nach langjähriger Tätigkeit im Amt aus.

Offiziell verabschiedet wurde der stellvertretende Schiedsmann für den Bezirk II der Stadt Schmallenberg am Montag im Rathaus durch die Direktorin des Amtsgerichtes Schmallenberg, Helga Arens. Sie bedauerte das Ausscheiden des 73-Jährigen zutiefst. "Mit ihrer ruhigen, besonnen Art sind sie die Idealbesetzung für diese Amt", so die Direktorin. "Sie haben sich allerdings ihren Ruhestand redlich verdient."

Der pensionierte Lehrer bleibt weiterhin Ratsmitglied. Außerdem werden ihn unter anderem seine Tätigkeiten als Vorsitzender des Freundeskreises Wimereux, weiterhin fordern. Ein Nachfolger wurde allerdings nicht vereidigt. Der vom Rat gewählte Bad Fredeburg Gerhard Kappe stellte sein Amt als stellvertretender Schiedsmann kurzfristig aufgrund eines Wohnortswechsels zur Verfügung. Das Amt wird nun wieder neu ausgeschrieben. Interessierte melden sich bei Stadtverwaltung, Ordnungsamt, in Schmallenberg, Tel.: 02972/9800. Dass das Amt Spaß macht, beweist Klaus Didam. Der 70-Jährige ist seit sieben Jahren ehrenamtlich als Schiedsmann tätig. Helga Arens freute sich, dass der sich bereit erklärte noch einmal für fünf Jahre das Amt als Schiedsmann auszuführen. "Sie haben oft ein einfühlsames Händchen bewiesen", lobt Helga Arens. In diesem Jahr hätte er schon mehr Fälle bearbeitet als im gesamten Jahr 2007, erzählt der 70-jährige. "Dabei handelt es sich vorwiegend über Nachbarschaftsstreitigkeiten, wie beispielsweise Einhalten der Mittagsruhe oder jetzt im Sommer die Grillzeit", so der Schiedsmann. Streitigkeiten unter Lebenspartnern bezüglich des Mobiliars sei ebenfalls nicht unüblich.

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