Mehr als 100 interessierte Bürger bei Informationsabend zur Zukunft Bad Fredeburgs.

Eigenes Profil entwickeln

Mehr als 100 interessierte Bürger lauschten den Ausführungen zur weiteren Entwicklung Bad Fredeburgs.

Mehr als 100 Interessierte informierten sich im Kursaal in Bad Fredeburg über den städtischen Rahmenplan und das Regionale Projekt "Kurorte neu profiliert".

Bezirksausschuss-Vorsitzender Ludwig Poggel begrüßte fast 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger, nicht nur aus Bad Fredeburg, sondern auch aus der näheren Umgebung im Rundsaal des Kurhauses Bad Fredeburg. Vorgestellt wurde der Städtebauliche Rahmenplan für die Ortsmitte und das Regionale-Projekt „Kurorte neu profiliert.“

Die beiden Kernorte Bad Fredeburg und Schmallenberg übernehmen für die Gesamtentwicklung Schmallenbergs eine Schlüsselfunktion. Auch aus diesem Grund schlägt das im Februar 2012 vom Rat der Stadt beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept die Erarbeitung von Rahmenplänen für die beiden Kernorte vor.

Für Bad Fredeburg wurde bereits 1993 ein solcher städtebaulicher Rahmenplan erarbeitet. Auf dessen Grundlage konnten zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt werden, andere neue Herausforderungen sind hinzugekommen.

Bürgermeister Bernhard Halbe zeigte den Ist-Stand auf: „Stadtentwicklung ist das anspruchsvollste, aber auch das schönste Thema“. Es gehe dabei über Berg und Tal auf und ab. Er erinnerte an die Umsetzung einiger Projekte wie: Das Musikbildungszentrum Bad Fredeburg, das im Juni offiziell eingeweiht werden kann. Die Entwicklung des St. Georg Krankenhauses, welches immer „voller“ wird. Auch bei der Ortsumgehung Bad Fredeburg sei ein Zwischenziel in Sicht. Die Planungsunterlagen für die Ortsumgehung seien an die Bezirksregierung übergeben worden. Halbe machte aber deutlich, dass es bis zur Umsetzung noch einige Jahre dauern könne.

Der inzwischen inhaltlich überholte städtebauliche Rahmenplan setzt unter anderem folgende Prioritäten: das einzigartige Ortsbild mit seiner historischen Bausubstanz soll erhalten und verbessert werden, die reizvollen Landschaftsräume mit dem Frettelt-Tal, den Höhen des Hömbergs und den beiden Kurparks sollen besser mit der Ortsmitte verbunden werden, die Einkaufs- und Versorgungsfunktion, die Bad Fredeburg auch für die Gesamtstadt übernimmt, soll gesichert und verbessert werden. Zur Belebung der Ortsmitte soll der Straßenzug Im Ohle/Hochstraße umgestaltet und besser an die Kliniken angebunden werden. Die Beseitigung von Leerständen soll neue Impulse für die Entwicklung des Ortskerns setzen.

Der durch das Büro Pesch und Partner aus Herdecke zu erarbeitende städtebauliche Rahmenplan knüpft an das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Schmallenberg 2030 an. Während der Entwicklungsphase sollen die Bürger weiter mit einbezogen werden.

Parallel zum städtebaulichen Rahmenplan für die Ortsmitte stellte Projektleiter Detlef Jarosch vom Büro Projekt M aus München in einer anschaulichen Präsentation das Projekt  „Kurorte neu profiliert“ vor. Hierfür haben sich neben Bad Fredeburg sechs weitere südwestfälische Heilbäder und Kurorte zusammengeschlossen, um die Weichen für die Gesundheitsregion Südwestfalen zu stellen, aber auch jeweils eigenständige Profile zu entwickeln.

Ein Klimagutachten bestätigt, perfekte Möglichkeiten in Bad Fredeburg: eine Neuausrichtung des Tourismus mit gesundheitlichen Aspekten, Bewältigung der Herausforderungen des demographischen Wandels, Weiterentwicklung der Potenziale und kurörtlichen Infrastruktur, oder die Herausarbeitung einer Kneipp-Philosophie, Thema: „Atmung und Allergien“. Auf Basis der örtlichen Potenziale ließen sich Zielgruppen für die künftige gesundheitstouristische Profilierung ableiten. Orte zum Durchatmen, ergänzende Therapie Angebote, Bewegungsangebote, medizinische Betreuung – eine örtliche Infrastrukturentwicklung böte die Basis zur Weiterentwicklung.

Zentrale Punkte sollen gesetzt werden, wo sich der Gast, aber auch die Einheimischen wohl fühlen. Der Rahmenplan stehe und falle mit den Bürgern und ihrer Beteiligung. Bis zum Herbst noch können die Bürger ihre Meinungen und Ideen einbringen.

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