Starke Regenfälle - Schmallenberg von wichtigen Verkehrsadern abgeschnitten

Zahlreiche Schmallenberger Ortsteile von Hochwasser überrascht

Das Wassermassen sind kaum noch aufzuhalten.
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Das Wassermassen sind kaum noch aufzuhalten.

Die starken Regenfälle in den vergangenen Stunden haben zu vielen Einsätzen für die Feuerwehr geführt. Vielerorts wurden Straßen überschwemmt, Keller stehen unter Wasser. In Schmallenberg wurde Stadtalarm ausgelöst.

„Wir stehen kurz vor der Katastrophenschwelle“, erklärte Ralf Fischer, Pressesprecher der Feuerwehr der Stadt Schmallenberg aus SauerlandKurier-Nachfrage am Mittwoch-Nachmittag. Der Grund: „Wir können nicht mehr alle Einsätze bedienen und arbeiten sie jetzt nach Prioritäten ab.“ So wurde die Situation von Minute zu Minute schlimmer. „Das Wasser steigt und ist teilweise nicht mehr zu halten“, so Fischer. Auch in Altenilpe und Niederberndorf war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Dort standen Häuser und Scheunen unter Wasser, Straßen waren überschwemmt. In der Kapelle in Altenilpe hatte das Wasser am Vormittag den kompletten Keller geflutet. Im Zentrum des Einsatzes in Dorlar, war unter anderem die Jugendhilfeeinrichtung Martinswerk vom Hochwasser betroffen. Außerdem standen mehrere Häuser „knietief unter Wasser“. Die Ortschaft Niederberndorf war in tieferen Bereichen komplett überflutet und musste teilweise aufgegeben werden. „Hier gilt es, in den nächsten Tagen den Bürgern bei Aufräum- und Entwässerungsarbeiten Unterstützung zu leisten“, so der Pressesprecher.

„Im Laufe des Mittwoch-Nachmittags hat sich die Einsatzsituation in der Stadt Schmallenberg massiv verschärft“, gab Fischer ein Update am Abend. Insbesondere die Ortschaften Dorlar, Niederberndorf und Arpe seien vom Hochwasser extrem betroffen.

Erdrutsch an der B511 - Straße in absehbarer Zeit nicht mehr befahrbar

Besonders schwierig wurde die Situation durch einen Erdrutsch an der B511, der einen großen Teil der Straße weggerissen hat. Die Bundesstraße zwischen Bad Fredeburg und Heiminghausen ist auf absehbare Zeit nicht mehr befahrbar. „In Zusammenhang mit der Baustelle der L776 ist damit die Stadt Schmallenberg von wichtigen Verkehrsadern abgeschnitten“, so Fischer. Hier werde an einer Lösung gearbeitet. Mittlerweise hat Straßen.NRW die L776 ab Samstag aufgrund der aktuellen Situation freigegeben. Lesen Sie hierzu: https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/schmallenberg/boedefelder-strasse-in-bad-fredeburg-wird-freigegeben-90863074.html

Niederberndorf „musste teilweise aufgegeben werden“

Die Feuerwehr der Stadt Schmallenberg habe beim Hochsauerlandkreis überörtliche Hilfe und Amtshilfe des Technischen Hilfswerks angefordert. Im Einsatz waren zirka 230 Einsatzkräfte. Neben der Feuerwehr der Stadt Schmallenberg, wurde das THW Arnsberg, Meschede, Hallenberg, Hesborn und Paderborn sowie ein Zug des HSK waren vor Ort und ein kompletter Zug von Feuerwehreinheiten aus dem Bereich Winterberg/Hallenberg.

In der gesamten Nacht waren Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW im Stadtgebiet weiter mit der Bekämpfung von Hochwasserschäden beschäftigt. Am gestrigen Tag wurden über 60 Einsatzstellen angefahren, zieht die Schmallenberger Wehr Bilanz. In der Zeit von 0.30 bis 6 Uhr wurden die Einheiten vom Hochsauerlandkreis geführt. Seit 6 Uhr war die Feuerwehreinsatzzentrale in Bad Fredeburg wieder tätig und koordinierte die Einsätze und Einheiten im Stadtgebiet. Bereits am Donnerstagmorgen hatte sich die Situation im Bereich Dorlar, Arpe, Berghausen und insbesondere Niederberndorf aber deutlich entspannt.

Hochwasser in Schmallenberg

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