Projekt Kunstrasen 2019

FC Gleidorf-Holthausen möchte „weg von der Asche“

Die Projektgruppe des FC Gleidorf-Holthausen hat das Vorhaben „Kunstrasen 2019“ gestartet und bittet um Spenden.

Gleidorf/Holthausen. Grätschen, gutes Passspiel oder „Flugeinlagen“ der Torhüter gehören einfach zum Fußball dazu. Doch genau das ist auf dem holprigen Geläuf in Gleidorf schwierig. „Wir sind der einzige Verein in Schmallenberg, der noch auf Asche spielt“, klagt Sebastian Beule, Geschäftsführer des B-Ligisten FC Gleidorf-Holthausen. Um die sportliche Zukunft des Vereins zu sichern, hat der Vorstand daher das Projekt „Kunstrasen 2019“ ins Leben gerufen.

Staubig, hart, uneben und oft matschig – mit diesen typischen Ascheplatz-Bedingungen haben die Spieler des FC Gleidorf-Holthausen zu kämpfen. „Dadurch haben wir bei Heimspielen natürlich oft einen gewissen Vorteil“, schmunzelt Beule. Doch sei es vor allem im Jugendbereich nicht leicht, Spieler für einen Verein zu begeistern, der noch auf Asche spielt. „Wir wollen wettbewerbsfähig bleiben, dazu müssen aber gerade junge Akteure nachrücken“, erklärt der Geschäftsführer das Dilemma.

So kicken in der Jugendspielgemeinschaft mit dem TV Fredeburg derzeit rund 140 Jugendliche. Mit einem Kunstrasenplatz in Gleidorf sollen vor allem auch den rund 45 ortsansässigen Nachwuchsakteuren bessere, witterungsunabhängige Trainingsmöglichkeiten und damit eine Perspektive beim FC geboten werden. „Zumal der Kunstrasenplatz in Fredeburg bereits überbelegt ist“, so Beule.

Mithilfe des Projektes soll der Ascheplatz daher durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden. „Hierzu benötigen wir eure finanzielle Hilfe, um dem Verein und somit allen großen und kleinen Sportlern eine sportliche Zukunft in Gleidorf, Holthausen und Huxel auf einer modernen und ganzjährig nutzbaren Sportanlage zu bieten“, so der Vorstand.

Mithilfe durch Spenden

„Die Kosten für den Bau eines Kunstrasenplatzes betragen zirka 400.000 Euro“, erklärt Beule und ergänzt: „Rund 75 Prozent davon übernimmt die Stadt.“ Den Rest müsse der Verein über Eigenleistung und Spenden finanzieren. Da kein Bauunternehmer in Gleidorf ansässig sei, müsse der FC mit seinen 340 Mitgliedern einen großen Anteil über Barspenden generieren. Dies wären – neben rund 25.000 Euro an handwerklichen Tätigkeiten – 50.000 bis 60.000 Euro. „Das ist schon ein Mammutprojekt“, weiß Beule und bittet die Bürger um schnelle Mithilfe in den Monaten Mai und Juni, da die Stadt Schmallenberg im Sommer ein „Signal“ benötige.

Und so funktioniert’s: Interessierte können mit dem symbolischen Kauf eines Quadratmeters oder einer Quadratmeter-Finanzierung eine Spende leisten. „Damit kommen wir dem gemeinsamen Ziel eines Kunstrasenplatzes ein großes Stück näher“, so Beule. Ein Quadratmeter kostet 20 Euro, die Eckpunkte des Spielfeldes beispielsweise 500 Euro oder die Elfmeterpunkte 1.000 Euro. Spender können selbst entscheiden, wie viele Quadratmeter sie kaufen möchten. Die Spender erhalten ein Dankeschön und werden auf einer Tafel verewigt.

Darüber hinaus nimmt der FC unter dem Motto „Bye bye Asche“ am Crowdfunding der Volksbank Bigge-Lenne teil. „Auch über diesen Weg kann gespendet werden“, so der Geschäftsführer. Der Vorteil: Bei jeder Spende ab 10 Euro gibt die Bank noch 10 Euro dazu.

„Der Verein ist sich sicher, dass es nicht einfach wird, glaubt aber grundsätzlich an die Machbarkeit des Projektes“, heißt es in den ausliegenden Flyern, die alle wichtigen Infos und einen Spendenabschnitt enthalten. Bei einem Erfolg soll in der Sommerpause 2019 mit der Umsetzung begonnen werden, damit auch der FC Gleidorf-Holthausen als letzter Verein in Schmallenberg endlich „weg von der Asche kommt“.

Info: Alle Infos sind der Homepage www.fc-gh.de zu entnehmen. Wer über das Crowdfunding spenden möchte: voba-bigge-lenne.viele-schaffen-mehr.de; Spendenkonten: Voba: IBAN DE 52 4606 2817 0025 9194 02, BIC GENODEM1SMA; Stadtsparkasse Schmallenberg: IBAN: DE57 4605 2855 0002 0125 32, BIC WELADED1SMB

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare