Hilfe, die Hoffnung gibt

Der Geldbetrag aus Schmallenberg bringt Hoffnung nach Ruanda — auch zu dieser Familie aus Kivumu.

An den vergangenen beiden Wochenenden veranstaltete der Aktionskreis "Hilfe für Menschen in Not" der Pfarrgemeinde St. Alexander Schmallenberg einen Büchermarkt und einen Markt "Rund ums Kind". Die beiden Aktionen standen unter dem Anliegen: Hoffnung wider aller Hoffnungslosigkeit. So kommt der Erlös beider Märkte in Höhe von 11.350 Euro Kindern in Kivumu/Ruanda zugute.

Im Gesundheitszentrum der Franziskaner werden mangel- und unterernährte Kinder mit Heilnahrung versorgt, Aidswaisen werden unterstützt und die Schüler der Pater-Vjeko-Schule erhalten eine Schul- und Berufsausbildung. Handwerker sind in Ruanda sehr gefragt.

Der Büchermarkt lockte wieder einmal zahlreiche Besucher in die Volksbank. Das Interesse der Käufer galt besonders der Sauerlandliteratur, den zum Teil sehr wertvollen und seltenen Kunstbänden und den besonderen Kinderbüchern, von denen etliche Sammlerwert hatten. Aber auch viele Kochbücher und Romane gingen über den Verkaufstisch. Am Ende kam die stolze Summe von 7200 Euro zusammen. Für den Markt "Rund ums Kind" hatten sich wieder viele junge Familien von Baby- und Kinderkleidung, Spielzeug, Kinderwagen und -betten getrennt. Eine Fülle von Spielen, Fahrzeugen und Stofftieren füllte die Räume des Alexanderhauses. So erwartete die Besucher ein reichhaltiges Angebot. Einige junge Mütter freuten sich, dass sie die fast komplette Ausstattung fürs Baby fanden. Großeltern kauften Spiele, Puppenwagen und Bücher schon als Weihnachtsgeschenke für ihre Enkelkinder.

Nicht-Verkauftes geht an Bedürftige

Die nicht verkauften Kinderwagen- und -betten wurden dem Sozialamt der Stadt für bedürftige Familien übergeben. Außerdem gehen noch 73 große Kartons an ein Kinderheim der Caritas in Polen. Der Erlös des Marktes "Rund ums Kind" erbrachte 4150 Euro. Im Mittelpunkt dieser beiden Wochenenden stand die Situation von Kindern in Ruanda. Wie wichtig diese Hilfe ist, die der Aktionskreis seit nunmehr 18 Jahren von Schmallenberg aus leistet, machten auch die Gottesdienste am letzten Wochenende mit Bruder Augustinus, dem Leiter der Franziskaner-Mission in Dortmund, und seinem Mitbruder Juvenal aus Ruanda deutlich.

Bruder Augustinus schreibt: "Ich bedanke mich ganz herzlich für das Engagement von allen, die an den vergangenen Wochenenden zu der großen Summe von 11.350 Euro beigetragen haben. Das ist ein großartiges Ergebnis — vor allem für unsere Schwestern und Brüder aus Ruanda, denen die Aktion zugutekommt." Bruder Juvenal, der selbst aus Ruanda stammt, fügt hinzu: "Ich habe in Schmallenberg sehr viel Liebe, Großzügigkeit und Solidarität erfahren. Die Hoffnung, die all dies in mir geweckt hat, nehme ich mit zu den Menschen in Ruanda."

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