"Inklusives Gemeinwesen"

Norbert Killewald (3. v. r.) mit den Teilnehmern des Sozialwerks St. Georg.

Norbert Killewald, Landesbehindertenbeauftragter in Nordrhein-Westfalen, informierte sich beim zweiten Praxisdialog des Sozialwerks St. Georg in Schmallenberg. "Inklusives Gemeinwesen" stand auf der Tagesordnung.

Der Landespolitiker konnte sich einen Eindruck verschaffen, welche konkreten Ideen und Vorstellungen von betroffenen Menschen hinter dem sperrigen Begriff Inklusion stehen. "Durch solche funktionierenden Projekte erhält die Gesellschaft ein anderes Bild von Menschen mit Behinderung", so das Resümee von Killewald.

Konkrete Beispiele und Erfolgsgeschichten für das Zusammenleben aller Menschen von Anfang an sind die Projekte "Wissenswert Bildungsatelier" und "Radio-aktiv". Und Norbert Killewald diskutierte beim Praxisdialog engagiert mit, gab Impulse und Anregungen, zum Beispiel zum Bildungsangebot für Menschen mit und ohne Behinderung. Das von Anne Möx organisierte spezielle Angebot legt den Fokus auf "Hilfe neu gestalten". Eindrucksvoll verdeutlichte Bianca Nissen, dass sie in ihrer persönlichen Entwicklung nicht stehen bleiben, sondern neue Chancen wahrnehmen möchte. Darum nimmt sie an verschiedenen Angeboten teil und hat es geschafft, selbstständiger zu werden und ihren Alltag in ihrer eigenen Wohnung zu meistern.

Eine zusätzliche Idee steht bei dem Medienprojekt "Radio-aktiv" von Yao Houphouet im Fordergrund. "Leider werden in den Medien betroffene Menschen meist problematisch, als Hilfeempfänger oder sogar als Täter dargestellt", so Holger Gierth, Bereichsleiter beim Sozialwerk St. Georg. "Radio-aktiv" sei anders. Betroffene produzieren regelmäßig spannende Beiträge für den Bürgerfunk und berichten gleichzeitig über Erfolgsgeschichten, wie sie mit einer Beeinträchtigung leben gelernt haben. Geert Ramerkers, einer der Teilnehmer, berichtete von seinen positiven Erfahrungen im Redaktionsteam.

Anschließend besuchte Norbert Killewald auf Einladung des Sozialwerks St. Georg "Unser Laden - Lebensmittel und mehr!" - ein Beispiel gelingender Inklusion in Lennestadt-Halberbracht.

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