„Keine übliche Festschrift“

Jubiläumsbuch „800 Jahre Hildfeld“

Das Jubilläumsbuch „800 Jahre Hildfeld“ ist erhältlich.

Hildfeld – Zum 800-jährigen Jubiläum Hildfelds war ein großer Heimatabend geplant, bei dem das Buch „800 Jahre Hildfeld – Ein Streifzug durch die Geschichte eines Ortes“ offiziell vorgestellt worden wäre. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung.

Die Hochsauerlandhalle war vorbereitet, es sollte ein interessantes Abendprogramm mit einem prominenten Festredner, nämlich dem ehemaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, geben. Zudem wollte der Heimatverein Hildfeld das von ihm in Auftrag gegebene Buch zum Ortsjubiläum präsentieren. Jetzt, wo auch der weitere Verlauf des Hildfelder Festjahres unklar erscheint, wollen die Hildfelder nicht auf einen offiziellen Termin warten. „Wenn Corona die Leute zwingt, zu Hause zu bleiben, können wir eine hoffentlich interessante und attraktive Lektüremöglichkeit anbieten“, so Ortsvorsteherin Elisabeth Sauerwald. Genutzt wird für die Verteilung die im Ort eingerichtete Bürgerhilfe, bei der Freiwillige den Einkauf für ältere und vorerkrankte Mitbürger übernehmen. „Unser Buch ist keine übliche Festschrift, die lediglich den ‚status quo‘ beschreibt“, erläutert Rüdiger Schulte vom fünfköpfigen Redaktionsteam, das bereits vor vier Jahren die Arbeit aufgenommen hatte. „Nicht nur lokalhistorische Themen werden behandelt. Es gibt Beiträge zu Veränderungen in Traditionen, Gesellschaft und Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten, aber auch zu Aspekten inzwischen teils vergessener Alltagskultur.“  

Von Kunstgeschichte über Geographie, Forstwirtschaft, die plattdeutsche Sprache bis hin zur Hildfelder Eisenbahngeschichte reicht das thematische Spektrum. Zahlreiche Fotos, die in mühsamer Arbeit aus privaten Sammlungen zusammengetragen wurden, runden die Beiträge ab. Das 328 Seiten starke Buch, dessen Herstellung durch eine Förderung der „NRW-Stiftung Natur-Heimat-Kultur“ ermöglicht wurde, ist über die Bürgerhilfe und in der Bäckerei Hankeln (Hildfelder Straße 28) für 19 Euro erhältlich. Eine offizielle Vorstellung des Buches werde später nachgeholt, versichert Meinolf Ittermann vom Heimatverein – und ebenso alle Jubiläums-Veranstaltungen, die coronabedingt ausfallen müssen.

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