Oberkirchener Kinder verbrachten eine Woche im Wald

Kindergarten mal anders

Die Kinder verbrachten eine tolle Woche im Wald und lernten viel über Pflanzen und Tiere.

Die „Sternengruppe“ und die „Sonnenscheingruppe“ der kath. Kita St. Gertrudis in Oberkirchen erlebten eine besondere Kindergartenwoche.

Beide Gruppen besuchten unterschiedliche Wälder, die „Sternengruppe“ verbrachte diese Woche im Wald von Gut Vorwald und die „Sonnenscheingruppe“ genoss die Tage in Rehsiepen. „5 Tage unter Bäumen“ war das Motto und der Wald wurde erkundet.

Spielzeug gab es in dieser Woche nicht und wurde auch nicht vermisst, es gab so viel zu entdecken und zu beobachten. Kleine Tiere, zwitschernde Vögel, ein Reh das erst nach langem Suchen aus dem Gatter herausfand, Baumwurzeln, Moos, Baumrinde oder Äste und vieles mehr luden die Kinder zu phantasievollen Spielen ein. In dieser Zeit hatten die Kinder Spaß und Freude die Natur aus erster Hand zu erleben. Sie liefen über holprigen Waldboden, sprangen über Äste kletterten auf herabgestürzte Baumwurzeln, balancierten über verfaulte Baumstämme, dabei entdeckten sie eine Stelle und unter großem Einsatz der Kinder wurde ein „Waldhaus“ „gebaut.

Der Wald ist für die Kinder etwas ganz Besonderes. Sie können hier einerseits ihren Bewegungsdrang ausleben, andrerseits aber auch Ruhe und Entspannung finden. Der Wald bietet eine Vielfalt an Sinneseindrücken: riechen, fühlen, tasten, hören. Der Phantasie und Kreativität der Kinder sind keine Grenzen gesetzt und so mancher gefundene Ast stellt auf einmal für die Kinder etwas ganz Außergewöhnliches dar. Die Wahrnehmung der Kinder für Pflanzen und Tiere wird gefördert und Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur geweckt.

Ein Ranger begleitete die Kinder an einem Morgen und zeigte ihnen auf einem Spaziergang viele Pflanzen. Die Kinder staunten, dass Löwenzahnblumen nicht nur den Tieren schmecken und einige mutige probierten die Blüte oder den Stängel. Sehr beeindruckt waren sie von dem „Waldpflaster“, einer Pflanze die unscheinbar am Wegrand wuchs. Schnell ging die erlebnisreiche Woche zu Ende und ein aus „Waldschätzen“ entstandener „Mandalastern“ war das Geschenk der Kinder an den Wald. Die Kinder konnten eine emotionale Beziehung zur Natur erleben und verantwortungsvoll mit dem Wald, den Pflanzen und den kleinsten Tieren umgehen. Vielleicht ermöglicht es bei einigen Kindern den Aufbau einer positiven emotionalen Beziehung zur Natur als Grundlage für einen verantwortungsvollen und einen bewussten Umgang mit der Natur, denn nur was man kennt und liebt, das schützt man auch.

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