Ein Ort mit „lebendiger Stille“

Bei der Kirchengemeinde Grafschaft steht der Wilzenberg im Mittelpunkt

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Freude über das Bild von Carl Siebert: Pastor Ulrich Stipp und Hans Robert Schrewe erhalten das Werk aus den Händen von Sieberts Neffen Ulrich Brüggemann (v.l.).

Grafschaft – Ein handgemaltes Bild von Carl Siebert (+) mit dem Titel „Ansicht Wilzenbergkapelle“ schmückt ab sofort das Pfarrbüro der Katholischen Kirchengemeinde St. Georg Grafschaft. Das Werk ist eine Schenkung von Ulrich Brüggemann, dem Neffen des Schmallenberger Künstlers.

„Hängt sie auf, dafür habe ich sie gemalt, hat mein Onkel immer gesagt“, berichtete Ulrich Brüggemann bei der Unterzeichnung des Schenkungsvertrages. Ihm sei es daher wichtig, die Bilder von Carl Siebert der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. „Ich bin dankbar und froh, dass es hier einen schönen Platz gefunden hat“, so der Neffe des bekannten Künstlers. Das Werk stammt vermutlich aus dem Jahr 1952, zeigt die Wilzenbergkapelle und ist mit Pastellkreide auf Papier gemalt. Die Grafschafter Kirchengemeinde sei Eigentümerin der kirchlichen Einrichtungen auf dem Wilzenberg, die mit großem ehrenamtlichen Einsatz gepflegt und unterhalten werden, daher passe das Bild sehr gut. „Wir sagen herzlichen Dank“, so Hans Robert Schrewe, geschäftsführender Kirchenvorstandsvorsitzender. 

Wallfahrt steht kurz bevor

Als Dank für die Schenkung erhielt Brüggemann ein Kreuz aus Stahl, das aus den „Resten“ des 2015 errichteten neuen Kreuzes auf dem Wilzenberg gefertigt wurde. Der Wilzenberg als eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten im Schmallenberger Sauerland steht auch in den kommenden Wochen im Mittelpunkt, denn die Wilzenbergwallfahrt 2019 steht kurz bevor. „Die Wilzenbergwallfahrt besteht aus zwei Wallfahrtszeiten, die sich überschneiden und ein paar zusätzlichen Veranstaltungen“, erklärt Pastor Ulrich Stipp. So starten die Antonius-Dienstage am 18. Juni und die Mariä-Heimsuchungswoche am 7. Juli. 

Die genauen Termine lauten: 

- Dreifaltigkeitsprozession auf dem Wilzenberg am Sonntag, 16. Juni, um 9.30 Uhr Hochamt, anschließend Prozession auf dem Wilzenberg entlang des Kreuzweges 

- Neun Antonius-Dienstage vom 18. Juni bis 13. August, Wallfahrtsmessen jeweils um 19.30 Uhr 

- Dekanatswallfahrt der kfd am Mittwoch, 26. Juni, 18.30 Uhr ab unterem Parkplatz 

- Mariä-Heimsuchungswoche vom 7. bis 14. Juli: Pilgermessen: Sonntag 7.30 bis 10 Uhr, Montag bis Freitag 6.30 und 19.30 Uhr, Samstag 6.30 Uhr und Sonntag 7.30 und 10 Uhr 

- Montag, 8. Juli: Spirituelle und historische Führung über den Wilzenberg mit Pastor Stipp im Anschluss an die um 19.30 Uhr beginnende Wallfahrtsmesse 

- Abendgottesdienst auf dem Wilzenberg am Samstag, 27. Juli, um 19.30 Uhr 

- Abschlussgottesdienst am Sonntag, 18. August, um 10 Uhr (Beginn der Messfeier)

Vor allem die Antonius-Dienstage finden laut Pastor Stipp mit jeweils mehr als 100 Besuchern an den Terminen guten Anklang. Guten Anklang soll auch der neue Flyer über den Wilzenberg finden, den der Kirchenvorstand gemeinsam mit der örtlichen Agentur 4D-kreativ und weiterer Unterstützer wie Johannes Volmer, Monika Winzenick und Josef Knape erstellt hat – im Vergleich zu seinem Vorgänger aus dem Jahr 2004 diesmal in Farbe und zeitgemäß mit QR-Code. 

Neuer Flyer über den Wilzenberg liegt aus 

Der Flyer liegt ab kommender Woche in den Kirchen und Gottesdienstkapellen sowie in den Verkehrsbüros und anderen touristischen Einrichtungen im Bereich des Pastoralverbundes Schmallenberg-Eslohe aus. Unter dem im Flyer enthaltenen QR-Code sind historische und allgemeine Berichte mit Fundstellen und mehr aufgeführt, die bei Bedarf aus gegebenem Anlass mit aktuellen Daten ergänzt oder geändert werden. Diese Berichte können auch über die Homepage des Verkehrsvereins Grafschaft-Schanze unter www.grafschaft-schanze.de eingesehen werden. Der Flyer beschreibt den Wilzenberg als Monument, Wallfahrtsstätte und Wanderziel mit Bildern und Text. 

„Wir wollen damit auch neue Besucher ansprechen“, betont Schrewe. Der Wilzenberg sei als einer von 43 Sauerland-Seelenorten aufgeführt und werde dort als Ort bezeichnet, an dem „lebendige Stille“ herrsche. Dieses Gefühl gelte es auch mit dem neuen Flyer zu vermitteln.

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