„Begeisterung schon zu spüren“

Kloster und Ort Grafschaft feiern im Jahr 2022 Gründungsjubiläum 

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Der Vorstand des Heimat- und Fördervereins Grafschaft-Schanze (v.l.): Felix Beste (zweiter Vorsitzender), Schwester Theodora (vom Kloster), Geschäftsführer Helmut Vogt, Vorsitzender Stefan Sporing, Ortsheimatpfleger Johannes Volmer, Katharina Vogt und Bezirksausschussvorsitzender Bernd Schrewe. 

Grafschaft. Es sind noch gut zweieinhalb Jahre, dann feiern das Kloster und das Dorf Grafschaft ihr 950-jähriges Gründungsjubiläum. „Wir haben Großes vor. Die Begeisterung im Ort ist schon jetzt zu spüren“, sagt Stefan Sporing, Erster Vorsitzender des Heimat- und Fördervereins Grafschaft-Schanze, der federführend die Planungen für die Jubiläumsaktivitäten übernommen hat.

„Wir wollten frühzeitig mit den Terminplanungen starten, damit sich die anderen Orte daran orientieren können“, erklärt der Erste Vorsitzende. Mit den anderen Orten sind unter anderem Bödefeld, Gleidorf, Lenne, Sorpe, Werntrop, Westfeld, Wormbach und Schmallenberg-Lenninghof gemeint. Denn neben Grafschaft seien auch diese und weitere Dörfer in der Gründungsurkunde erstmalig erwähnt worden. „Deshalb haben wir die betreffenden Orte angeschrieben“, sagt Helmut Vogt, Geschäftsführer des Vereins. Eine Beteiligung an den Feierlichkeiten sei ausdrücklich erwünscht. Denn das Jubiläumsjahr solle ähnlich wie das 900-Jährige (1972) und das 925-Jährige (1997) mit verschiedenen Veranstaltungen in Grafschaft begangen werden. „Wir haben gute Erinnerungen an 1997 und würden die Begeisterung gerne wiederholen“, so Vogt.

Dieser Enthusiasmus scheint bei vielen Grafschaftern noch lebendig zu sein, denn bei einem ersten Vorbereitungstreffen für das Jubiläum im Februar 2019 waren mehr als 100 Bürger anwesend. „Wir waren überrascht, dass so viele Personen da waren“, freut sich Vogt.

Beschlossen wurde die Gründung eines Festausschusses, der sich aus je zwei Mitgliedern der Grafschafter Vereine zusammensetzt. Bei der nächsten Sitzung im Oktober sollen die Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich um die einzelnen Veranstaltungspunkte kümmern werden.

Tage des Ortes mit großem Markt

Folgende Aktivitäten sind im Jahr 2022 geplant:

Am Samstag, 29. Januar, soll es einen Festakt zur Eröffnung ab 15 Uhr in der Schützenhallen geben mit Gottesdienst, Kaffeetrinken, Ansprachen und Winterball.

Als weiteres Highlight ist ein Theaterstück über die 950-jährige Geschichte des Klosters und des Ortes im „Ackerhaus“ des Klosters mit zwei bis vier Aufführungen am 26./27. März und/oder 2./3. April 2022 geplant. Dabei sollen die Theaterstücke „Sein und Haben“ (1972 und 1997) sowie „Ende und Anfang (2004) in ein neues Stück übernommen werden. Hierin soll verstärkt auf die Ortsentwicklung eingegangen werden. Berthold Zeppenfeld und Johannes Volmer werden das neue Theaterstück konzipieren.

Für Sonntag, 8. Mai, ist ein Pontifikalamt auf dem Wilzenberg mit Erzbischof Hans-Josef Becker geplant. 50 Jahre zuvor wurde das Kreuz auf dem Wilzenberg von Erzbischof Kardinal Dr. Lorenz Jaeger eingeweiht.

Der große Höhepunkt sollen die Tage des Dorfes am Samstag und Sonntag, 3. und 4. September 2022, werden. Dann soll der Ort wie 1997 in einen großen Markt verwandelt werden. „Wir wollen nicht den alten Markt von damals wiederholen, sondern ihn an die heutige Zeit anpassen“, so Sporing. Auch hier sei man aber noch in der Findungsphase. Andere Orte könnten sich zum Beispiel mit einem Stand beteiligen. Am Samstagabend sei ein großes Open-Air-Konzert für die Jugend geplant.

Am 12. Juni 2022 soll eine Veranstaltung für alle in der Gründungsurkunde erwähnten Orte angeboten werden. Geplant sei eine gemeinsame Prozession um das Kloster mit anschließendem Pontifikalamt vor dem Klosterportal und Zusammensein am „Ackerhaus“. „Dazu haben wir alle Orte angeschrieben“, so Vogt. Die Fahnenabordnungen sollen der Veranstaltung einen würdigen Rahmen verleihen.

Den Abschluss des Jubiläumsjahres soll ein Silvesterball am 31. Dezember 2022 als Dankeschön für die Bevölkerung bilden.

Außerdem werde zum Jubiläum noch eine Festschrift herausgebracht. Ideen für ein neues Logo für das Jubiläumsjahr unter dem Motto „950 Jahre Grafschaft“ können in einem Wettbewerb im August/September 2019 eingereicht werden. Auch das Kloster Grafschaft werde im Rahmen seiner Möglichkeiten Verschiedenes anbieten. Das bis dahin erweiterte Fraunhofer Institut präsentiert sich 2022 an einem Tag der offenen Tür.

Häuserbuch in Planung

„Zum Jubiläum wird ein Häuserbuch mit der Geschichte der Häuser in Grafschaft herausgegeben. Ein Redaktionsteam ist bereits seit 2018 dabei, die Daten zusammenzutragen“, ergänzt Vogt. Darüber hinaus wird Kameramann Roman Schauerte das Jubiläumsjahr filmisch festhalten.

Was den Grafschaftern besonders wichtig ist, sei die gute Zusammenarbeit der Borromäerinnen des Klosters, des Heimat- und Fördervereins, der Bevölkerung und vor allem auch der Jugend. „Diese ist stark vertreten und hat bereits Ideen eingebracht“, freut sich Vogt auf spannende Vorbereitungen für das 950-jährige Jubiläum und betont noch einmal: „Die Begeisterung ist schon jetzt zu spüren“.

Info: Aktuelle Infos auf www.grafschaft-schanze.de

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