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„Kloster und Dorf“ zum Jubiläum des Ortes Grafschaft

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Von: Reinhold Beste

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Alex Henke als Baumeister Antonius Sporing und Benedikt Brand als Klosterabt Gabelus Schaffen.
Alex Henke als Baumeister Antonius Sporing und Benedikt Brand als Klosterabt Gabelus Schaffen. © Beste, Reinhold

Theateraufführungen zu Jubiläen gehören in Grafschaft zur Tradition. So wurde 1972 und 1997 das von Werner Liborius geschriebene Stück „Sein und Haben“ über das Kloster Grafschaft bis zu seiner Auflösung 1804 aufgeführt. Ortsheimatforscher Dr. Hans Volmer und Regisseur Berthold Zeppenfeld führten die Geschichte des Klosters 200 Jahre nach der Auflösung in „Ende und Anfang“ weiter. Und jetzt, zum 950-jährigem Jubiläum, wird von beiden mit „Kloster und Dorf“ die Geschichte des Ortes Grafschaft von den Anfängen bis in die heutige Zeit dargestellt. Karten können ab sofort online bestellt werden.

Grafschaft – „Für Hans Volmer und mich stand fest“, so Regisseur Berthold Zeppenfeld, „dass wir die Geschichte von Kloster und Dorf bis in die Jetzt-Zeit fortsetzen. Aber auch die Vergangenheit sollte dargestellt werden“. So beginnt das Theaterstück rund 200 v. Chr. Waffenfunde aus dem letzten Jahr belegen, dass sich auf dem Wilzenberg zu dieser Zeit eine Burg befand. Weitere Aspekte sind Gründung des Klosters vor 950 Jahren sowie die Übernahme der Bauernhöfe im Jahr 1297. Doch auch die Auswirkungen des Hexenverfolgung und der Bau der Wilzenberg-Kapelle Mitte des 17. Jahrhunderts kommen zur Aufführung. Und nicht immer lief das Miteinander zwischen den Bewohnern des Dorfes und den Mönchen reibungslos.

Nach dem Ende des II. Weltkriegs und der Neugründung des Klosters durch die Schwestern vom Orden des heiligen Karl Borromäus im Jahr 1960 und dem Beginn des Fremdenverkehrs, wie es damals hieß, erlebte das Dorf einen Aufschwung. Dazu trugen die Gründung des Fachkrankenhauses und des Fraunhofer Instituts bei. Aber auch die Auswirkungen des Orkans Kyrill im Jahr 2007 sind Bestandteil des Theaterstücks.

Die insgesamt 4 Akte mit 17 Szenen werden von mehr als 70 Laienschauspielern, von denen einige bereits vor 50 Jahren mitgewirkt haben, dargestellt. Unterbrochen werden die einzelnen Szenen durch Zwischenspiele, in denen den Zuschauern hilfreiche Einordnungen und Erklärungen gegeben werden. Geprobt wurde seit November letzten Jahres, was wegen der Corona-Pandemie nicht leicht war. „Wir haben immer nur in kleinen Gruppen geübt. Das hat gut geklappt. Bisher hatten wir keine Ausfälle wegen Corona. Wie sagt man in Theaterkreisen: toi, toi, toi. Ich hoffe das bleibt so,“ äußert Zeppenfeld.

Wie in 2004 finden die Aufführungen im ehemaligen Ackerhaus des Klosters statt. Termine sind der 26. und 27. März, sowie der 2. und 3. April 2022. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Eine Teilnahme ist unter den jeweils geltenden Corona-Maßnahmen und mit Maskenpflicht möglich. Kartenbestellungen können über das Onlineportal https://evant-service.de/produkt-kategorie/extern/ getätigt werden. Falls jemand keine Möglichkeit hat, Karten online zu bestellen, ist eine Bestellung im Büro des Verkehrsvereins Grafschaft möglich. Öffnungszeiten sind montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Für Restkarten ist die Abendkasse geöffnet.

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