Neue Ideen vorgestellt

Kompetenzgruppensitzung von Leader in Bad Fredeburg

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Interessante Ideen wurden bei der Leader-Kompetenzgruppensitzung in Bad Fredeburg vorgestellt.

Bad Fredeburg - Gleich fünf spannende Projektideen zur Gestaltung und Stärkung der Region wurden am Mittwochabend auf der Kompetenzgruppensitzung von Leader – 4 mitten im Sauerland – in Bad Fredeburg präsentiert.

Das Ramsbecker Projekt „Die alte Kirche – der etwas andere Dorfladen“, das durch eine Initiative einiger Dorfbewohner ins Leben gerufen wurde, soll den „Tante Emma Laden“ im Ort retten. Das letzte Lebensmittelgeschäft mit Hunderten von Warenangeboten, Post- und Lottostelle schließt nämlich im Winter seine Pforten. Mit dem neuen Konzept wollen die Ramsbecker genau diesen Lebensmittelpunkt retten und gleichzeitig einen neuen Anziehungspunkt für die Bevölkerung schaffen. Der neue barrierefreie Laden, etwas kleiner, gemütlicher, heller und mit Spielecke für Kinder sowie einem ausgesuchten Warenangebot soll zum zentralen Mittelpunkt in Ramsbeck werden und somit der Gemeinde Bestwig einen Mehrwert bieten.

„Der Bedarf und die Akzeptanz in der Bevölkerung sind da. Wir möchten regionale Produkte, gesunde Ernährung, den Bergbaucharakter und Gemütlichkeit anbieten, um so einen Dorftreffpunkt zu kreieren“, erklärte Bauingenieurin Sibylle Reker-Vogel das geplante Unternehmen.

Während die Gemeinde Eslohe zur Stärkung des örtlichen Tourismus neue Wohnmobilstellplätze am Ufer der Essel schaffen möchte, die in direkter Nachbarschaft zum Schwimmbad, dem Minigolfplatz und dem Spielplatz stehen, plant der Schmallenberger Sauerlandtourismus den Dörfern in einem Filmprojekt ein Gesicht zu geben. Ziel sei es, die Filmportraits im kommenden Jahr auf der Schmallenberger Woche vorzustellen, um so dazu beizutragen, sich stärker mit der Region zu identifizieren, eine Nachhaltigkeit zu schaffen. Das innovative und kreative Konzept soll authentisch und emotional sein, langfristig als Werbefilm genutzt werden.

Nicht weniger kreativ ist die Idee der Caritas Eslohe, die ein „Seniorensammeltaxi“ ins Leben rufen möchte, das die älteren Herrschaften aus Eslohe und seinen umliegenden Ortschaften abholt. An mehreren Tage in der Woche und auf zwei unterschiedlichen Routen soll den Menschen die Möglichkeit geboten werden, im Ortskern in Ruhe einzukaufen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und gleichzeitig die Angehörigen zu entlasten.

Neuer Fördertopf für Kleinstprojekte

Äußerst zukunftsorientiert präsentierte auch Hermann-Josef Hoffe das Projekt der Schmallenberger Werbegemeinschaft, die eine Studie in Auftrag geben möchte, um das Einkaufsverhalten vor Ort zu analysieren. In Schmallenberg, Eslohe, Meschede als auch Bestwig sollen Bürger zu ihren Wünschen und ihrem Einkaufsverhalten befragt werden, um so als wirtschaftlicher Standort attraktiv zu bleiben bzw. sich den zukünftigen Gegebenheiten besser anpassen zu können.

„Wir wollen eine qualifizierte Marktforschung durchführen, um herauszufinden was die Wünsche der Einheimischen und Gäste sind, wo sie kaufen oder auch warum sie dort kaufen und was tatsächlich gebraucht wird. Der Einzelhandel muss für die Zukunft gut ausgestattet sein, um neben dem Onlinehandel zu bestehen“, so Hoffe.

„Bisher wurden 34 Projekte von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) beschlossen. 24 sind von der Bezirksregierung bewilligt worden, 13 Projekte sind bereits abgeschlossen“, berichtete Regionalmanagerin Nathalie Tent in der Sitzung. Sie erklärte, dass mit einem neuen Fördertopf in Höhe von 200.000 Euro die Chance bestehe, Kleinstprojekte bis zu einem Gesamtvolumen von 20.000 Euro mit wenig Bürokratieaufwand zu fördern.

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