Krankenhaus in der Stadt

Heute ist in dem Gebäude eine Geschäftsstelle der RWE untergebracht.

Nicht vielen Jüngeren wird heute noch bekannt sein, dass es in der Schmallenberger Innenstadt mal ein Krankenhaus gegeben hat. Das Gebäude in der Weststraße ist ein Teil des historischen Stadtrundgangs, der regelmäßig durch Ortsheimatpfleger Helmut Voß geleitet wird. Das Gebäude hat im Laufe seiner Geschichte mehrere Nutzungen und Besitzer erfahren, wie auf der dort angebrachten Texttafel zu lesen ist.

Etwa 1910 zuerst mit einem Pflegeheim ausgestattet, entwickelte sich das Haus zu einem städtischen Belegkrankenhaus. Später in den 90er Jahren ging die Nutzung an die Stadt Schmallenberg, dann die VEW und heute RWE über. "Das um 1910 durch private Initiative zustande gekommene Schmallenberger Krankenhaus, welches immer weiter gewachsen ist, wurde Ende der 50er Jahre grundlegend baulich umgestaltet und den Anforderungen angepasst. Besonders sticht das Jahr 1963 aus der Geschichte des Krankenhauses heraus. Die Franziskanerinnen aus Olpe, die das Krankenhaus leiteten, mussten wegen Personalmangels von dieser Aufgabe zurücktreten.

Borromäerinnen übernahmen Leitung

Die Schmallenberger sorgten sich um die Existenz ihres Krankenhauses. Schließlich erklärten sich aber die Schwestern vom Orden des heiligen Karl Borromäus aus Grafschaft bereit, das Krankenhaus weiterzuleiten. Auch eine kleine Kapelle war im Krankenhaus integriert. Das Haus, welches ursprünglich der Familie Didam gehörte, konnte sowohl zur ambulanten Krankenversorgung als auch mit drei Betten für die stationäre Behandlung dienen. Heute erinnert, wie eingangs erwähnt, eine Texttafel an die frühere Nutzung und Bedeutung des markanten Gebäudes.

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