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„Kultur & Teilhabe“ in Schmallenberg

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Kultur und Teilhabe werden in Schmallenberg für alle Menschen im Stadtgebiet groß geschrieben.
Kultur und Teilhabe werden in Schmallenberg für alle Menschen im Stadtgebiet groß geschrieben.

Schmallenberg. Das Projekt „Kultur & Teilhabe“ wurde am Samstag in Anwesenheit der Bürgermeister Bernhard Halbe (Schmallenberg), Christoph Weber (Meschede) und Diana Kamender (Hochsauerlandkreis) für alle Interessierten in der Valentin-Schule vorgestellt. Ziel des Projekts ist die verbesserte Sichtbarkeit von Kulturangeboten insbesondere für Menschen mit Fluchterfahrungen.

„Beeindruckend finde ich die positive Haltung sowohl der Schmallenberger Kulturakteure als auch der in Schmallenberg neuangekommenen Menschen“, so Jonas Lilienthal, Mitglied des ensible e. V. und Initiator des Treffens „denn genau dies bildet die Grundlage dafür, dass in Zukunft viele Kulturangebote interkulturell geöffnet und sichtbar werden können.“

Den Hintergrund des Projekts bildet die Tatsache, dass zurzeit wesentliche Aufgaben in der Koordination und Integration von Menschen mit Fluchterfahrungen bei den Kommunen liegen, die jedoch gerade bei der Integration auf die Unterstützung eines aktiven Netzwerks von ehrenamtlichen Kultur- und Freizeitakteuren angewiesen sind. Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW fördert Maßnahmen von freien Trägern in diesem Bereich über das Kompetenzzentrum Integration HSK. In Schmallenberg und Meschede wurden unter anderem die kommunalen Veranstaltungskalender interkulturell überarbeitet und um neue Funktionen, wie etwa eine mehrsprachige Ausgabe, erweitert. Mit diesem Werkzeug soll ein Beitrag dazu geleistet werden, Flüchtlinge kulturell nicht abzuhängen, Gefahren von Parallelgesellschaften zu vermeiden und zu einer sicheren und lebenswerten städtischen Gemeinschaft beizutragen.

Kommunaler Kalender

Über den kommunalen Kalender und eine speziell für Smartphones entwickelte webApp wird ein leichterer Zugang zu den Angeboten der Flüchtlingshilfe sowie zu den für Flüchtlinge geeigneten Kultur- und Freizeit-Angeboten der lokalen Vereine eröffnet. „Wir rufen alle Vereine und Initiativen, deren Angebote auch für Flüchtlinge geeignet sind, dazu auf diese im kommunalen Eventkalender einzutragen“, so Bürgermeister Bernhard Halbe. „Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen; durch Ihre Mitarbeit wird der Kalender zu einer zentralen Anlaufstelle für Menschen mit Fluchterfahrungen und Migrationshintergrund und leistet so einen aktiven Beitrag zu Vermittlung unserer Kultur.“

Gemeinsam mit den Vertretern der Stadt und des Kreises und ausgewählten Multiplikator aus der Umgebung wurde über Perspektiven einer gelingenden Integration diskutiert, um zur Einbindung von Menschen mit Fluchterfahrungen in bestehende kulturelle Angebote beizutragen.

Dabei wurden Mut machende lokale Erfolgsgeschichten sichtbar: „Wir haben bisher alle Flüchtlinge bei uns persönlich mit einem Willkommenspaket begrüßt. Wir nehmen sie dann auch direkt mit zum Fußball, zum Schützenfest oder zum Gottesdienst und so sind sie von Anfang an im Ort involviert. Auch am Karneval haben sie aktiv mitgearbeitet und mit uns gefeiert“, berichtet Resi Albers von der Caritas Bödefeld. Der überarbeitete kommunale Veranstaltungskalender wurde positiv aufgenommen und erste Angebote und Anfragen wurden eingesammelt.

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