Unter besonderen Regelungen

Kulturelle Vereinigung startet in neue Spielzeit

Freuen sich auf die neue Spielzeit (v.l.): Berthold Zeppenfeld, zweiter Vorsitzender der Kulturellen Vereinigung, Peter Vogt, Vorsitzender der Kulturellen Vereinigung und Paul Siepe (Beisitzer).
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Freuen sich auf die neue Spielzeit (v.l.): Berthold Zeppenfeld, zweiter Vorsitzender der Kulturellen Vereinigung, Peter Vogt, Vorsitzender der Kulturellen Vereinigung und Paul Siepe (Beisitzer).

Schmallenberg - Wenn die Kulturelle Vereinigung Schmallenberger Sauerland am 4. Oktober mit dem Politthriller „Unter Verschluss“ in ihre neue Spielzeit startet, dann warten ganz besondere Herausforderungen auf das Team um den Vorsitzenden Peter Vogt. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Publikum und Künstler zusammenzubringen. Unter Covid-19-Bedingungen ist es nicht einfach, aber unter bestimmten Regelungen wollen wir es so sicher wie möglich machen“, so Vogt.

Um diese Aufgabe erfüllen zu können und gleichzeitig der Verantwortung gerecht zu werden, hat die Kulturelle Vereinigung einen umfangreichen Hygieneplan für die Spielzeit 2020/21 aufgestellt. „Wir wollen den Künstlern eine Bühne und Einnahmen bieten“, so Vogt. Gerade in Corona-Zeiten seien viele Künstler in ihrer Existenz bedroht und bräuchten Auftritte. Gleichzeitig gebe es auch ein kulturinteressiertes Publikum, das sich Veranstaltungen wünsche.

Künstlern eine Bühne bieten

Daher sei die Kulturelle Vereinigung fest entschlossen, trotz der durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen Einschränkungen wieder Theateraufführungen, Konzerte und Kabarett anzubieten, betont auch Berthold Zeppenfeld, der für das Theaterprogramm verantwortlich zeichnet. Das Hygiene-Konzept solle dafür sorgen, das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, betonen Vogt und Zeppenfeld. So stehen beispielsweise Eintrittskarten ausschließlich durch Vorbestellungen zur Verfügung, die an der Abendkasse ausgegeben werden. Auch die Anzahl der Sitzplätze werde im jeweiligen Veranstaltungsraum reduziert, um den ausreichenden Abstand zu gewährleisten. Alle Plätze sind nummeriert und werden mit den erhobenen Daten der Besucher so verknüpft, dass eine Nachverfolgung möglicher Kontakte erfolge könne. Beim Eintritt in das Gebäude, auf dem Weg zum Sitzplatz und beim Verlassen des Platzes ist ein Mund-Nasenschutz zu tragen.

Doch nicht nur der Ablauf hat sich durch die Corona-Pandemie geändert, auch im Programm, das vor rund zwei Monaten vorgestellt wurde, ist es noch zu Veränderungen gekommen. So wurden die beiden externen Veranstaltungen im Aalto-Theater in Essen – die Oper „Lucrezia Borgia“ am 29. November und das Ballett „Der Widerspenstigen Zähmung am 24. Januar – abgesagt.

Erstmals Musikalische Lesung

Neu im Programm sind dafür de Musikalische Lesung „Alle Jahre schon wieder“ – weihnachtliche Katastrophen mit Musik und Gesang von Rudolf Kowalski, Eva Scheurer und Jürgen Bleibel am 7. Dezember von 19 bis 21 Uhr im Konzertsaal des Musikbildungszentrums und „Der Schimmelreiter“, ein Schauspiel nach einer Novelle von Theodor Storm am 21. März 2021 in der Theateraula. Das Stück wird vom Theater Schloss Maßbach aufgeführt. „Eine musikalische Lesung haben wir das erste Mal im Programm, mal schauen, wie das beim Publikum ankommt“, ist Paul Siepe gespannt. „Der Schimmelreiter“ wird indes anstatt des ursprünglich geplanten „Die fetten Jahre sind vorbei“ aufgeführt. Unter den gegebenen Bedingungen müsse man versuchen, sich flexibel auf Veränderungen einzustellen. „Durch das Ersatzangebot sind wir sicher nicht schlechter aufgestellt“, zeigt sich Zeppenfeld zufrieden.

Umfangreicher als sonst gestaltet sich außerdem das Konzertprogramm. „Zwei Veranstaltungen holen wir nach“, erklärt Paul Siepe. Das Kammerkonzert mit dem TenHagen Quartett findet nun am 25.Oktober im Rundsaal des Kurhauses Bad Fredeburg und „Keine Angst vor Liebe“ der Rheinsirenen am 18. April 2021 im Habbels statt. Beide Veranstaltungen mussten aufgrund der Corona-Pandemie in der vergangenen Spielzeit abgesagt werden.

Zu Beginn der neuen Spielzeit wartet aber zunächst der Polit- und Psychothriller „Unter Verschluss“ des spanischen Autors Pere Riera am Sonntag, 4. Oktober, um 19 Uhr, in der Theateraula des Schulzentrums Schmallenberg. In dem Stück trifft eine Enthüllungsjournalistin auf einen charismatischen Präsidenten, die beide mit der Frage nach Macht und Moral sowie deren Missbrauch konfrontiert werden. Karten für dieses Stück sind ab sofort ausschließlich als Vorbestellung zu erhalten (diese Kartenregelung gilt für alle Veranstaltungen):

telefonisch oder per Mail im Rathaus Schmallenberg unter 02972/980208 (Mittwoch 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 13 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 15.30 Uhr), ludgera-hennecke-schuette@schmallenberg.de . per Mail an kontakt@kulturelle-vereinigung.de . über das Kontaktformular der Homepage www.kulturelle-vereinigung.de; auf der Homepage kann auch der komplette Hygiene-Plan eingesehen werden. „Wir hoffen, dass die Leute den Mut haben zu kommen. Wir werden alles dafür tun, das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten und glauben, dass es auch funktioniert“, freut sich Vogt, dass es endlich wieder losgeht.

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