„...mit anderen Augen“

kunsthaus alte mühle in Schmallenberg eröffnet Ausstellung

Die Künstler (v.l.): Katharina Tenkamp, Michel N. Slot, Anda Dinu und In Suk Cho Henkel.

Schmallenberg. Das kunsthaus alte mühle in Schmallenberg zeigt vom 11. Mai bis zum 10. Juni die Ausstellung „...mit anderen Augen“. Drei Künstlerinnen und ein Künstler, die im Sauerland leben und arbeiten, jedoch in verschiedenen Ländern geboren und aufgewachsen sind, zeigen eine Auswahl ihrer Werke.

Die Idee zu dieser Konzeption einer Ausstellung wurde inspiriert durch die Performance-Installation der Künstlerin Nezaket Ekici von 2017 „83 Nationen – Schmallenberg“. Die vielen Nationalitäten in Schmallenberg wurden durch weiße Fahnen, die an markanten Punkten in der Stadt verteilt waren, als starkes Bild sichtbar. Darüber hinaus gewann die Überlegung Raum, dass nach der Ausstellung „back to the roots“ von 2017 auch der umgekehrte Weg, neue Wurzel im Sauerland zu schlagen, künstlerisch begangen worden sein müsse. „Daraus ergab sich sehr rasch die Überzeugung, sozusagen vor Ort nachzuschauen, welche Künstler anderer Nationalitäten in unmittelbarer Nähe leben und arbeiten und mit ihnen ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zu planen“, so die Veranstalter.

Anda Dinu, 1968 in Rumänien geboren, besuchte von 1992 bis 1998 die Kunstakademie in Bukarest, erhielt ein Stipendium des Rumänischen Künstlerverbandes für Malerei – Junge Künstler. Anda Dinu lebt seit 15 Jahren im Sauerland. Sie arbeitet mit verschiedenen Techniken und Materialien, in der Ausstellung ist ein Querschnitt ihres breiten künstlerischen Schaffens zu sehen: Kohlezeichnungen, fotografische Arbeiten, Aquarelle, Rückgriffe auf tradierte Techniken aus der Ikonenmalerei.

In Suk Cho Henkel, 1945 geboren in Seoul/Südkorea, lebt und arbeitet seit über 50 Jahren in Deutschland. Ihre erste künstlerische Ausbildung erhielt sie an der Highschool, in Südkorea auch erste Teilnahme an Ausstellungen. Im kunsthaus alte mühle beteiligt sich In Suk Henkel zum ersten Mal an einer Gruppenausstellung, hier wird der Entwicklungsprozess ihres künstlerischen Ausdrucks deutlich: Von typischen koreanischen Tuschezeichnungen über Seidenmalerei bis zu kraftvollen Objekten und gewohnte Dimension aufbrechende Bilder reicht die breite Palette ihres Schaffens.

Michel Slot ist aus den Niederlanden ins Sauerland gekommen. Er lernte an einer Künstlerakademie zunächst „Medienkünstler“. In den Niederlanden arbeitete er als Videoartist und Performer. Jetzt im Sauerland ist seine kreative Arbeit durch die Unmittelbarkeit des Ausdrucks geprägt, zu der ihn die umgebende Natur inspiriert. Seine Bilder sind gekennzeichnet durch ihre expressiv dynamische Gestaltung im Action-Paintig, ziehen den Betrachter durch thematische Spiegelung wie durch die Unmittelbarkeit des malerischen Ausdrucks in Bann.

Katharina Tenkamp, gebürtig aus Lublin in Polen, arbeitete viele Jahre als Physiotherapeutin in Schmallenberg. Die Leidenschaft für den künstlerischen Ausdruck begleitet sie seit ihrer Schulzeit, berufsbegleitend hat sie sich durch Teilnahme an Kunstworkshops ständig weitergebildet. Sie ist in der Ausstellung vorwiegend durch zarte Aquarellarbeiten, Portraits, Landschaften und Aktbilder präsent.

Info: Die Ausstellung wird gezeigt im kunsthaus alte mühle, Unter der Stadtmauer 4. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Öffentliche Führungen jeweils 15 Uhr (Sonntag, Mittwoch etwa 45 Minuten/ 3 Euro pro Person)

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