Den Leidensweg Jesu Christi eindrucksvoll gezeichnet

Gisela Dickel ist die Nichte Carl Sieberts und präsentiert die Ausstellung zum Kreuzweg in der Schmallenberger St. Alexander-Kirche. Foto: Oliver Heimann

Carl-Siebert-Ausstellung zum Kreuzweg in der Alexanderkirche

Schmallenberg. (oli)

Mit einer ganz besonderen Ausstellung kommt der bekannte Schmallenberger Künstler Carl Siebert jetzt in seine Heimatgemeinde zurück: In 14 Ölkreidezeichnungen können die Besucher der St.-Alexander-Kirche den Kreuzweg Jesu nachvollziehen. "Nach schwerer Krankheit hat der heute 86-jährige Künstler die Bilder in einer langen Genesungsphase gezeichnet und sich dabei sicher auch von seinen Leiden inspirieren lassen", erklärt seine Nichte Gisela Dickel, die für die Ausstellung verantwortlich ist.

Als Symbol des Lebensweges eines jeden Menschen will der heute in Paris lebende Siebert seine Arbeiten verstanden wissen: "Verurteilt werden, Fallen und wieder Aufstehen. Getröstet werden, das Schweißtuch annehmen, welches man uns reicht. Hilfe annehmen können. Wenn das Leben zu schwer wird, wissen, dass es jemanden gibt, der uns hilft zu bestehen. So wie Simon von Cyrene Jesus hilft sein Kreuz zu tragen", erklärt Gisela Dickel die Zeichnungen. Jesus habe den Glauben an Gott, seinen Vater nicht verloren. Die letzte Station sei dann die Erlösung durch Tod und Auferstehung.

Auf Wunsch seiner Nichte hatte Siebert die Zeichnungen vor gut zwei Jahren gemalt und stellt sie der Schmallenberger Kirchengemeinde St. Alexander ab dem heutigen Aschermittwoch bis zum Osterfest Ende März zur Verfügung. In seinen Zeichnungen setzt Siebert starke Akzente, indem er mit schwarzer Ölkreide auf weißem Papier malt. Im Kontrast dazu bringt er das Blut in einem feurigen, und doch dezenten Rot als Symbol aller Lebensenergie in Szene. Der Kirchenraum der St.-Alexander-Kirche ist täglich zur Besichtigung der Zeichnungen im Übergangsbereich vom Alt- zum Neubau geöffnet.

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