Lesemotivation stärken

Die große Aula des Schmallenberger Gymnasiums verwandelte sich zum Kriminalbüro und für die 73 Schüler der fünften Klassen hieß der Auftrag: den aktuellen Fall lösen.

Bei der zweiten Krimilesenacht gab es neben dem Lösen des Falls und der anschließenden Übernachtung in der Schule eine weitere Besonderheit. Drei Polizeibeamte der Bad Fredeburger Wache waren anwesend und lasen zu Beginn der Lesenacht in den Klassen vor. Denn wo Kriminalfälle gelöst werden, da gehören auch Polizeibeamte dazu. "Ziel ist es, die Lesemotivation zu steigern", erklärt Deutschlehrerin Verena Laser, die dieses Projekt regelmäßig, auch an anderen Schulen, durchführt.

"Die Schüler sollen lernen, auch zwischen den Zeilen zu lesen. Sie sollen zuhören, verstehen und deuten, aber auch zum selber Lesen angeregt werden." Und die Sozialkompetenz wird durch die Zusammenarbeit zusätzlich gestärkt.

Die Hinweise waren überall versteckt

Nachdem die Mädchen und Jungen eine Einweisung in den Fall bekommen hatten, wurden sie beauftragt, ihn zu lösen. Ihre Aufgabe bestand darin, in kleinen Gruppen nach Hinweisen zu suchen, die in der ganzen Schule versteckt waren. 16 verschlüsselte Nachrichten galt es zu deuten und so Schritt für Schritt das Verbrechen aufzuklären. Die Schüler sollen sich hierbei selbst motivieren, denn jeder will ja als Erster zum Ziel kommen. Viel Bewegung, Power und Schnelligkeit gehören ebenfalls dazu, daher gab es an einer Snack-Station natürlich auch die passende Stärkung.

Nachdem die kleinen Detektive ihren ersten Fall gelöst hatten, konnten sie sich erst einmal von der anstrengenden Aufgabe erholen. Mit Taschenlampen bewaffnet las jeder noch selbst in der Aula eine Geschichte und anschließend ging es nach einer Gute-Nacht-Geschichte zur wohlverdienten Bettruhe.

Beim gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen bekamen alle ihr Diplom. Dass Lesen spannend sein kann und Spaß macht, das haben die Fünftklässler spätestens in dieser Nacht erfahren.

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