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Evangelische Kirchengemeinde Gleidorf entwickelt Perspektive

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Gemeindesekretärin Marlene Gerade-Shala, Presbyteriums-Vorsitzender Dr. Johannes Gilbert und Pfarrerin Ursel Groß als Vakanz-Vertretung (v. l.) sind jetzt die ersten Ansprechpartner in der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf.
Gemeindesekretärin Marlene Gerade-Shala, Presbyteriums-Vorsitzender Dr. Johannes Gilbert und Pfarrerin Ursel Groß als Vakanz-Vertretung (v. l.) sind jetzt die ersten Ansprechpartner in der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf.

Gleidorf. Das vergangene Jahr hat für die Evangelische Kirchengemeinde Gleidorf massive Veränderungen mit sich gebracht. Beide Gemeindepfarrer wurden verabschiedet: Zunächst im Mai der Schmallenberger Peter Liedtke, der nun Flüchtlingspfarrer des Wittgensteiner Kirchenkreises ist. Direkt nach Weihnachten Elisabeth Grube, die eine halbe Pfarrstelle in der Gemeinde hatte und zum Jahresende in Vorruhestand ging. Hinzu kommt, dass die Gleidorfer Kirchengemeinde die erste im Kirchenkreis war, die ins Haushaltssicherungskonzept kam.

In finanziell schwierigen Zeiten wegen weniger werdender Gemeindeglieder ein Damoklesschwert, das über vielen Kirchengemeinden hängt. Aber seit zwei Jahren seien die Gleidorfer akribisch dabei, ihre Hausaufgaben zu machen, heißt es jetzt in einer Pressemitteilung. In enger Zusammenarbeit mit der Kirchenkreis-Verwaltung entwickelt das Presbyterium als gemeindliches Leitungsgremium eine belastbare Perspektive für die Zukunft: Was man sich noch leisten könne, aber auch, was man sich noch unbedingt leisten wolle, werde so austariert, dass es längerfristig tragfähig sei für die Diaspora-Gemeinde mit 2200 Gemeindegliedern auf mehr als 160 Quadratkilometern Fläche. Unterstützung erhält das Leitungsgremium durch eine Gemeindeberatung. Inzwischen sei das im Kirchenkreis ein probates Mittel, dass ein Berater-Team von außen gemeinsam mit dem Presbyterium kritisch auf tradierte Strukturen und Abläufe schaue, die auf den Prüfstand müssen: auch aufgrund der sinkenden Gemeindegliederzahlen und der absehbar schwieriger werdenden finanziellen Situation.

Ziel: ausgeglichener Haushalt

Im März beginne in Gleidorf wie in allen Evangelischen Kirchengemeinden in Nordrhein-Westfalen eine neue Amtszeit des Presbyteriums. Das aktuelle Gremium wolle noch vorher ein Konzept beschließen, wie man künftig wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreicht. Die Zahl der Presbyteriums-Mitglieder sei wie in vielen anderen Gemeinden auch hier heruntergesetzt worden, neun der eigentlich angestrebten zehn benötigten Kandidaten - früher waren es zwölf - wurden gefunden. Sie werden am 13. März von Superintendent Stefan Berk mit einem Gottesdienst ins Amt eingeführt, das Gremium sei damit arbeitsfähig. Der Leitende Theologe des Kirchenkreises Wittgenstein gehe davon aus, dass die Situation bis Sommer so geklärt ist, dass die verbleibende Pfarrstelle in der Kirchengemeinde wieder besetzt werden kann. Stefan Berk benennt als Vorsitzender des Kreissynodalvorstands (KSV) - so heißt das Leitungsgremium des Kirchenkreises - eine wichtige Bedingung: „Voraussetzung ist seitens des KSV, dass die beiden Nachbargemeinden Dorlar und Gleidorf sich auf eine Zusammenarbeit des Pfarrpersonals im Grundsatz verständigen.“ So lange es die Vakanz, also: unbesetzte Pfarrstelle, für Gleidorf gibt, hat Pfarrerin Ursel Groß die Vakanz-Vertretung inne. Erreichbar ist sie unter Tel. 0 27 33/8 11 47 84 oder per E-Mail an pn-gross@web.de. Zuständig sei die Pfarrerin für Gottesdienste, Seelsorge, kirchliche Amtshandlungen und in Zusammenarbeit mit Jugendpresbyterin Nicole Vosbeck für den Kirchlichen Unterricht, so der Fredeburger Dr. Johannes Gilbert, der seit Jahresanfang als Nachfolger von Elisabeth Grube Vorsitzender des Presbyteriums ist. Ansprechpartnerin vor Ort ist auch Gemeindesekretärin Marlene Gerade-Shala im Gemeindebüro an der Jahnstraße 3 in Gleidorf: entweder unter Tel. 0 29 72/58 79, per Fax 0 29 72/96 01 97, per E-Mail an WI-KG-GLEIDORF_1@kk-ekvw.de. Die neuen Öffnungszeiten des Gemeindebüros sind montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie freitags von 9 bis 11 Uhr.

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