Millionen Kubikmeter Holz sind beschädigt

Minister Uhlenberg informierte sich vor Ort

Kreisgebiet/Oberkirchen. (ric) Eine "Katastrophe" nannte Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg bei seinem Besuch am Montag in Oberkirchen die Auswirkungen des Orkans "Kyrill". Mit dem Bundestagsabgeordneten Friedrich Merz und Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe sowie Forstbeamten und Waldbesitzern machte er sich vor Ort ein Bild von der verheerenden Lage. "Je näher man an Schmallenberg kommt, desto mehr zeigt sich ein eindrucksvolles, trauriges Bild", erzählt der Minister betroffen. "Die mit weitem Abstand am dramatischsten betroffene Region in NRW ist Südwestfalen. Hier sind mit zehn Millionen Kubikmetern Holz mehr als 80 Prozent des Gesamtschadens in NRW entstanden", so Uhlenberg.

Auch Merz sichert

Betroffenen Hilfe zu

Diese Menge verteilt sich in Südwestfalen wie folgt auf die einzelnen Gebiete: Jeweils rund 1,5 Millionen Kubikmeter Holz sind voraussichtlich im Kreis Siegen-Wittgenstein, im Kreis Olpe sowie im Märkischen Kreis beschädigt. Mit rund 5,5 Millionen Kubikmetern wird im Hochsauerlandkreis und dem Kreis Soest zusammen gerechnet.

Dies sind die größten Sturmschäden, die die nordrhein-westfälischen Wälder jemals verzeichnen mussten. "Für mich als Minister für Forst- und Holzwirtschaft ist das wirklich Dramatische an der Lage, dass "Kyrill" einzelnen Forstbetrieben ihre gesamte ökonomische Substanz genommen hat. Vor diesem Hintergrund bin ich heute in die Region gekommen, um mit den Betroffenen und Fachleuten zu sprechen", erklärte der Minister.

Schlimmste bisherige

Schäden am Wald

Und er ist nicht mit leeren Händen gekommen. Man habe sich dazu entschlossen, schnell und unbürokratisch zu helfen, um Unfälle zu vermeiden und Schaden zu beseitigen. In kurzer Zeit konnte man mit den anderen beteiligten Ressorts ein umfangreiches Maßnahmepaket abstimmen. Angesichts des Schadensausmaßes und der in anderen Bundesländern gemachten Erfahrungen wird man beispielsweise erstmalig für Deutschland hier in der Region umgehend eine zentrale Anlaufstelle für Sicherheit, Kommunikation und Koordination einrichten. Eckhard Uhlenberg: "Hierdurch wollen wir auch dauerhaft eine Informationsdrehscheibe insbesondere für Waldbesitzer, Holzkäufer oder Aufarbeitungskräfte schaffen."

Zentrale Anlaufstelle

wird eingerichtet

Weiterhin ist eine finanzielle Unterstützung im steuerlichen Bereich vorgesehen. Auch Friedrich Merz sicherte den Betroffenen Hilfe von Bund und Land zu.

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