Holzpferd und Tretroller 

Museum in Holthausen zeigt „Spielzeug unterm Weihnachtsbaum

Ein Foto aus dem Jahr 1926 – Das Museum Holthausen zeigt Spielzeug aus den Jahren 1900 bis 1960.

Holthausen. Im Museum Holthausen wird es weihnachtlich. Unter dem Titel „Hat das Christkind an jeden Wunsch gedacht?“ blickt die neue Sonderausstellung unter den Weihnachtsbaum und zeigt historisches Kinderspielzeug aus der Zeit von 1900 bis 1960: Eine Ausstellung, die Erinnerungen wachruft.

Neugierig erwarteten Kinder, was das Christkind an Heiligabend oder am Morgen des ersten Weihnachtstages brachte. Motive auf Weihnachtskarten jener Zeit zeigen fröhliche Kinder mit Puppenwagen, Schiff oder Trommel. Die Ausstellung beginnt mit einem Bewegungsbilderbuch aus dem Jahr 1900 und einer Babypuppe mit Porzellankopf von 1910, umfasst Stein- und Metallbaukästen, Stuhlschlitten und Kinderski, Holzpferd und Stofftiere, Dreirad und Tretroller. Natürlich fehlt die Märklin-Eisenbahn nicht, ein gut erhaltenes Exemplar in der alten Spur 0 aus dem Jahr 1930.

Die Ausstellung zeigt ganz unterschiedliche Spielsachen für Jungen und Mädchen. Puppen erhielten erst Ende des 19. Jahrhunderts kindliche Gesichtszüge. Diese leicht zerbrechlichen Porzellan-kopf-Puppenkinder wurden von guten „Puppenmüttern“ sorgfältig behandelt. Teddybären sind wohl das einzige Spielzeug, das Jungen wie auch Mädchen, allen Kindern in unserem Kulturkreis bis auf den heutigen Tag bedingungslos gefällt. Dagegen hat sich das Verhältnis zu technischem Spielzeug wie Automobilen, Eisenbahnen und Dampfmaschinen verändert. Neben Gesellschaftsspielen sind viele Bücher vom „Nesthäkchen“ bis zum „Struwwelpeter“ ausgestellt.

Der Blick wird auch auf die karge Zeit des Zweiten Weltkriegs gerichtet. Von Puppenstuben der 1950er Jahre reicht die Ausstellung bis zur Barbiepuppe, die in Deutschland 1964 auf den Markt kam. Die Ausstellung wurde von Bärbel Michels aus Rehsiepen liebevoll aufgebaut. Sie konnte zahlreiche Leihgeber für die Ausstellung gewinnen, so dass ein umfassender Einblick in die Spielzeugkultur des 20. Jahrhunderts gegeben wird. Die Eröffnung findet am Sonntag, 19. November, um 15 Uhr statt. Nach einer Einführung von Bärbel Michels lädt der Museumsverein zu Kaffee und selbstgebackenen Plätzchen ein. Die Ausstellung endet am 11. Februar. Öffnungszeiten: Mittwoch, Freitag, Samstag von 14 bis 17 Uhr und Sonntag von 10 bis 13 Uhr. Für Gruppen auch nach Vereinbarung (Tel. 0 29 74/66 85 oder Tel. 0 29 72/98 02 32) Am 24. Dezember (Heiligabend), 25. Dezember (1. Weihnachtstag), 31. Dezember (Silvester) und 1. Januar (Neujahr) geschlossen. Am 26. Dezember (2. Weihnachtstag), ist von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Info: www.museum-holthausen.de

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