Musik verbindet die Schüler

Die Bläserklasse freut sich mit ihren Referenten sowie Claudia Schwan, Katrin Schulte-Bärbig und Ansgar Nückel auf den ersten Auftritt. Foto: Michaela Rickert

Bis kurz vor Ende der Sommerferien hat Musiklehrerin Claudia Schwan noch nicht daran geglaubt, dass das Projekt "Bläserklasse" zum neuen Schuljahr starten kann. Doch wenn man jetzt freitags durch die Christine-Koch-Schule geht, hört man aus einigen Klassenräumen Instrumente erklingen — wie Posaunen, Klarinetten oder auch Saxophone.

Anfang des Jahres hatte der Musiklehrer Markus Heider die Idee, eine Bläserklasse ins Leben zu rufen. Die Bläserklasse ist eine Klasse, in der jeder Schüler zusätzlich zu dem "normalen" Unterricht ein Instrumen erlernt, mit dem Ziel ein Schulorchester zur gründen. Heider hätte diese Klasse auch unterrichtet. Allerdings hat er kurz vor den Sommerferien die Schule verlassen und das Projekt drohte zu scheitern.

"Ich habe dann überlegt, wer kennt wen und sehr viel telefoniert", erzählt Claudia Schwan. Sie ist nicht nur Musiklehrerin, sondern auch für die ästhetischen Bildung der Schüler verantwortlich. Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres kam sie dann in Kontakt mit dem Posaunisten Tobias Schütte aus Oberkirchen. Er erklärte sich gerne bereit die Bläserklasse zu unterrichten und sich um weitere Referenten zu kümmern. Mit Schlagzeuglehrer Andre Schneider aus Bad Fredeburg und Kerstin Figge aus Oberschledorn ist ihm das auch geglückt.

Seit sieben Wochen gibt es nun die erste Bläserklasse im Schmallenberger Stadtgebiet. Die 21 Fünftklässler haben bis auf den Freitag ganz normalen Unterricht. Freitags steht dann in der fünften und sechsten Stunde der Musikunterricht, aufgeteilt nach Instrumenten an. Tobias Schütte unterrichtet Tiefes und Hohes Blech, Andre Schneider die Schlaginstrumente und Kerstin Fiegen die Holzblasinstrumente. In der siebten und achten Stunde proben die Schüler dann gemeinsam unter der Leitung von Tobias Schütte als Orchester.

Stiftungen unterstützen Projekt

Natürlich mussten für die neue Bläserklasse erst einmal Instrument angeschafft werden. Jeweils 6000 Euro hat die Stiftung Partner für Schule und die Schmallenberger Bürgerstiftung gespendet. "Dadurch konnten wir nicht nur hochwertige Instrumente anschaffen, sondern auch den Kostenbeitrag für die Eltern von anfangs 15 Euro auf 10 Euro senken. Das haben wir unter anderem Bürgermeister Halbe zu verdanken, der sich dafür einsetzt hat, dass die Bürgerstiftung uns unterstützt", betont die Musiklehrerin.

Ziel der Bläserklasse ist es nicht nur gemeinsam in einem Schulorchester zu spielen, sondern auch den Nachwuchs der örtlichen Musikvereine zu fördern. Dazu kommt noch ein "kleiner Nebeneffekt". Die Schüler lernen Verantwortung zu übernehmen, da sie die Instrumente mit nach Hausen nehmen dürfen. Außerdem bestätigt sich hier die "Weisheit" — Musik verbindet. Die Klasse erreicht durch das gemeinsame musizieren eine viel bessere Gemeinschaft.

Das wissen auch die Klassenlehrerin Katrin Schulte-Bärbig und Ansgar Nückel, der die Ganztagshauptschule zurzeit kommissarisch leitet. Nicht nur die beiden, sondern auch das restliche Kollegium und auch die Schüler freuen sich schon auf den ersten Auftritt des neuen Schulorchesters.

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