Sauerländer Bläsertage

120 Musiker geben Matinee-Konzert in Bad Fredeburg 

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Blasmusikkomponist Jacob de Haan und der jüngste Teilnehmer Bent Voß (links) aus Niedersfeld.

Bad Fredeburg – Ein beeindruckendes Bild bot sich den vielen Besuchern am Sonntagmorgen im Konzertsaal der Akademie Bad Fredeburg. Der Einladung des Volksmusikerbundes Kreisverband Hochsauerland zum 22. Dirigenten- und Orchesterworkshop „Sauerländer Bläsertage“ – mit dem niederländischen Komponist Jacob de Haan als Dozent – waren 120 Musikerinnen und Musiker gefolgt. Diese Veranstaltung war mal wieder ein „Großes Treffen“ für Blasorchester Musiker aus dem gesamten HSK.

Jacob de Haan ist einer der populärsten und meistgespielten Blasmusikkomponisten der Gegenwart. Zu dem öffentlichen Matinee-Konzert zum Abschluss am Sonntagmorgen reichten die Kapazitäten des Konzertsaals in der Akademie nicht aus. Kursleiter Ernst-Willi Schulte begrüßte und freute sich, das Ergebnis der Arbeit mit dem Komponist präsentieren zu können. Jacob de Haan ließ es sich nicht nehmen, seine Werke selbst zu moderieren. Dabei vermittelte de Haan Gänsehaut, Bewunderung und große Begeisterung, die sich im Applaus hörbar machte. Die Besucher wurden mitgenommen auf eine große Reise durch mehrere Länder und deren Städte.

Diese Veranstaltung des Volksmusikerbundes zeigte einmal mehr, dass „Musik verbindet“: Ein Orchester, in dem der jüngste Teilnehmer (Bent Voß, gerade mal 12 Jahre vom Blasorchester Niedersfeld) mit geübten Musikern (über 60-Jährige) bei der Musik die gleiche Sprache sprechen.

Intensive Probenarbeit ging der Aufführung voraus. Zur Aufführung kamen unter anderen folgende Werke des Komponisten, auch neu Kompositionen die erstmalig in Deutschland, Bad Fredeburg, uraufgeführt wurden: „Sea of Hope“, ein optimistisches Werk, das von neuem Land, neuer Liebe und neuem Leben handelt.

„Sa Musica“ basiert auf der Geschichte und Atmosphäre der Spanischen Insel Mallorca. Nach einer traditionellen spanischen Prozession erklang musikalisch eine Fiesta. Das danach folgende langsame Thema hat Jacob de Haan nach einem berühmten Piratengedicht komponiert. Musiker sangen dazu: „Denn meine Barke ist mein Schatz, Die Freiheit ist mein Gott. Die Stärke und der Wind Gesetz. Die einz‘ge Heimat das Meer“. Weiter reiste das Publikum in die Stadt „Caldas da Rainha“ (Overture vor Winds) an die Westküste Portugals. Ein festliches Werk zu Ehren von Königin Eleonora, die Ende des 15. Jahrhunderts die Siedlung gegründet hat. „Goddess of Jeju Islan“, basiert hauptsächlich auf einem Volkslied, was soviel wie die zehn schönsten Ausblicke auf der Insel vor der Südküste Koreas bedeutet.

„Pisa“ das Hauptmotiv der Komposition symbolisiert die drei Glocken des freistehenden Turms, die über der Stadt erklingen. Sie gaben dem Komponist Jacob de Haan den Rhythmus zu seinem Auftragswerk vor. Das fröhliche, schwungvolle Werk „Sbandiamo“ (Erstaufführung in Deutschland) bezieht sich auf die gleichnamige Blasmusik-Veranstaltung in der mittelalterlichen Stadt Gubbio im Umbrien (Italien), wo auch die Uraufführung des Stückes mit einem etwa 250-köpfigen Blasorchester unter der Leitung des Komponisten auf der Piazza Grande stattfand. Mit tosendem, langanhaltendem Applaus drückten die Besucher ihre Freude aus.

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