30. Ausgabe ist erschienen

Der neue „Schwammklöpper“ ist pünktlich zum Fest erhältlich

Die 30. Ausgabe des Schwammklöppers ist erschienen.

Bad Fredeburg. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest erscheint die 30. Ausgabe der Fredeburger Heimatblätter mit interessanten Beiträge aus alter und neuer Zeit. In einer 96-seitigen Hochglanzbroschüre mit 100 zumeist farbigen Abbildungen wird dem Heimatfreund in über 30 Berichten Wissenswertes über die Schieferstadt vermittelt.

Die Ausgabe ist geprägt von großen Themenbereichen. Ein Bereich handelt von Land, Burg und Stadt Fredeburg in der Mitte des 14. Jahrhunderts mit einem Bericht von dem Archivar der Stadt Schmallenberg, Dr. Schulte. Der Bericht ist entstanden für eine Publikation der Stadt Arnsberg und wurde speziell für den „Schwammklöpper“ aufbereitet. Der Archivar der Stadt Arnsberg, Michael Gosmann, hat dieser Veröffentlichung gern zugestimmt.

Ein weiterer Bereich befasst sich mit der nördlichen Umgehungsstraße, deren Beginn mit der Abholzung für die Trassenführung Ende September 2018 eingeläutet und der offizielle Spatenstich am 17. Oktober ausgeführt wurde. 1976 hagelte es bereits Proteste seitens der Anlieger, die sich als „Interessengemeinschaft der Anlieger und Freunde in der Frettelt“ gegen den Bau wehrten. Der Rat sah das aber ganz anders, weil die Umgehungsstraße bereits seit 1968 im Gespräch gewesen sei und 1969 öffentlich darüber verhandelt wurde. So der Beginn vor 50 Jahren. 1836 verhinderte der damalige Bürgermeister von Kaynach, das die Leißestraße ab Heiminghausen direkt nach Schmallenberg an Fredeburg vorbeiführen sollte. Das geschah erst 125 Jahre später durch die südliche Umgehungsstraße.

Arbeitskreis stellt Serie ein

Der kleine Bach „Leiße“, der der Straße den Namen gab, entspringt in Fredeburg. Aber wo? Eine Klärung findet sich in einem der Berichte. Ein weiterer Bericht befasst sich mit dem Künstler Paul Rautzenberg, der einstmals die Fredeburger Kirche mit seinen eigenwilligen und nicht mehr vorhandenen Kunstwerken ausstattete – nicht einmal der eigene Sohn konnte Bildmaterial oder sonstige Unterlagen beisteuern.

In dem Fredeburger Krankenhaus wirkten einstmals die „Olper Franziskanerinnen“, die ab 1891 bis zu dem Weggang 1969 im Krankenhaus und Schulen zum Wohle der Menschen tätig waren. Nunmehr ist es erstmalig gelungen, fast alle Schwestern (85) namentlich aufzuführen, die selbst dem Mutterhaus in Olpe nicht alle bekannt gewesen sind.

Das große „Kneipensterben“ ab den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts dokumentiert der Bericht „Hier haben einst Ritter fröhlich gezecht“ mit entsprechenden Bildern. Ein ganz anderer Teil befasst sich mit der sauerländischen Volksmedizin. Die Leser fühlen sich in das Mittelalter versetzt. Der Heimatforscher Dr. Albert Groeteken schreibt dazu in dem 1920 erschienen Bericht, dass die Mittel so schrecklich seien, dass er sie nicht alle aufschreiben könnte.

Dieses und vieles mehr findet sich in der neuen Ausgabe, die sicherlich die letzte der Serie sein wird. Nach 30 Jahren stellt der Arbeitskreis Heimat im SGV die Serie ein.

Die Gesamtausgabe der Hefte umfasst 2.200 Seiten mit exakt 800 Berichten, Gedichten und Liedern, die sich fast ausschließlich mit dem Heimatort Fredeburg befassen. Dazu kommen 1800 Termine aus dem Zeitraum; ein Nachschlagewerk, wie es oft betont wird. Die Broschüre ist bei der Stadtsparkasse sowie bei der Lottoannahme Wagener, Lebensmittel Siebrichhausen, Apotheke Hohmann und den Mitgliedern des Arbeitskreis Heimat in Fredeburg erhältlich.

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