Neuer Glanz auf dem Dach

Der neue Glockenturm der Kapelle 'Auf dem Werth'.

Ein Jahr lang war die Glocke der Kapelle "Auf dem Werth" in Schmallenberg aufgrund von Baufälligkeit verstummt. Passend zum Schützenfest hatte die Schützengesellschaft Schmallenberg in Eigenleistung den kleinen Glockenturm saniert. In Zukunft kann die Glocke auch bei Beerdigungen wieder geläutet werden.

Das Holzgerüst des Türmchens war morsch, der Motor kaputt, die Glocke blieb lange Zeit stumm - zu gefährlich. Daher nahmen Anfang Juni drei Offiziere der Schützengesellschaft die Renovierungsarbeiten in Angriff. Peter Bellinger, Dietmar Hötzel und Martin Richter - allesamt Zimmerleute von Beruf - fertigten aus massivem Eichenholz das neue Gerüst, das nach dem Abriss des alten Türmchens mithilfe von David Hellwig und seines Krahns auf dem Dach der Kapelle angebracht wurde.

Eine neue Kuppe mit Kreuz aus rostfreiem Edelstahl und neue Schieferplatten lassen die "Schützenglocke" in neuem Glanz erstrahlen. Damit die Glocke wieder geläutet werden kann, reparierte Offizier Thilo Pieper noch den Motor. Insgesamt übernahmen die Schützen Materiakosten in Höhe von 2500 Euro.

Im Jahr 1956 stellte die Schützengesellschaft Schmallenberg das Geld für die Anschaffung einer neuen Glocke zur Verfügung. Diese wurde in der Folge mit der Inschrift "Heiliger Valentin, Stadtpatron, bitte für uns, 1956 Schützengesellschaft Schmallenberg 1820 e. V." versehen und beim Tod eines Schützenmitgliedes oder dessen Beerdigung geläutet.

Auch die Pflege der Kriegergedächtnisstätte innerhalb der Kapelle liegt seit 1977 in den Händen der Schützengesellschaft.

Die Arbeiten an der Glocke führten die Schützen in kompletter Eigenleistung durch, unterstützt von den Firmen R+S Haus und Ferdi Hellwig, der den Krahn und das Deckmaterial zur Verfügung stellte.

So konnten die Schmallenberger bereits zum Schützenfest das neue Türmchen auf der Kapelle bewundern - und auch die "Schützenglocke" kann den Bürgern bei der Gefallenenehrung, am Volkstrauertag und anderen traurigen Anlässen wieder Trost spenden.

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