Stadt bietet ab Januar 2020 alternative Bestattungsform an

Neuer Urnenhain auf Schmallenberger Friedhof

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Stellten den neuen Urnenhain und die sanierte Friedhofskapelle vor (v.l.): Bezirksausschussvorsitzender Alfons Brüggemann und die Vertreter der Verwaltung Berthold Vogt, Markus Risse, Andreas Dicke, Petra Brockmann und Thomas Gräff.

Schmallenberg - Die Stadt Schmallenberg bietet ab Januar 2020 eine alternative Bestattungsform an. Hierfür wurde auf dem neuen Friedhof in Schmallenberg ein Urnenhain geschaffen. „Das war ein lang gehegter Wunsch der Schmallenberger Bürgerschaft“, betonte Alfons Brüggemann, Vorsitzender des Bezirksausschusses Schmallenberg. Darüber hinaus wurden die Sanierungsarbeiten an der Friedhofskapelle vorgestellt.

Auf der Fläche im Eingangsbereich oberhalb der Toreinfahrt zur Friedhofskapelle wurden kreisförmig sieben Bäume angepflanzt. Pro Baum sind zehn pflegefreie Urnenplätze vorgesehen. Ein neu angelegter Weg führt zu einem kleinen Mittelpunkt mit einer Bruchsteinmauer und Sitzgelegenheiten. „Auf den Bänken können sich die Leute ausruhen und besinnlich sein“, so Brüggemann. Der neue Urnenhain kostete rund 17.000 Euro.

Die neue Baumbestattung bietet eine Alternative zu Einzelgräbern mit Sarg und den Urnen-Rasengräbern. Jedes Urnengrab bekommt eine kleine Gedenktafel mit Name und Sterbedatum. „Es handelt sich um pflegefreie Gräber“, erläuterte Markus Risse vom Ordnungsamt. Das Nutzungsrecht beträgt wie bei den Einzelgräbern 30 Jahre und kostet eine einmalige Gebühr in Höhe von 939 Euro. Hinzu kommen ebenfalls einmalig 310 Euro für die Grabbereitung.

Um die „Baumbestattung“ noch auszuweiten, wurden noch weitere sieben Baume gepflanzt, die ersten sieben sind ab Januar belegbar. Weitere gut 70.000 Euro sind bisher in die Sanierung der Friedhofskapelle geflossen. „Das war dringend nötig, die Kapelle ist fast 50 Jahre alt“, begründet Brüggemann die Investition. So wurde unter anderem die Dacheindeckung erneuert, ein pflegeleichter, dunkler Bodenbelag verlegt, Wände und Decken heller gestrichen.

Der Aufbahrungsbereich wurde angenehmer gestaltet, vergrößert und mit Vinylboden versehen. Weiterhin sollen die Türen und Fenster in diesem Bereich nachgebessert werden. Geplant ist noch der Einbau einer Infrarot- anstatt der bisherigen Fußbodenheizung. Auch der Sanitärbereich soll neu gestaltet und in Zukunft nur noch von innen erreichbar sein. Für diese „Restarbeiten“ sind nochmals rund 30.000 Euro vorgesehen. Mit den Gesamtkosten bleibe die Stadt demnach im Rahmen der Friedhofsgebühren, so Petra Brockmann vom Gebäudemanagement.

Für gut 80.000 Euro entsteht zwischen Kurpark und Eingangstor zum Friedhof zudem eine neue WC-Anlage. Hier müssen noch die Wasseranschlüsse und die Zugänge fertiggestellt werden. Bis spätestens Januar sollen die neuen Toiletten (mit Münzeinwurf) nutzbar sein.

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